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Kurios: Trifft Hannes Wolf bald auf Hannes Wolf?

HSV schlägt FC Midtjylland – das sagt Wolf

Die Hamburger gewinnen die Generalprobe vor dem Zweitligastart mit 5:3. Trainer Hannes Wolf ist mit den 135 Minuten zufrieden.

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Völler kriecht vor Jansen zu Kreuze. Diekmeier startklar. HSV kooperiert mit KZ-Gedenkstätte. Kultspieler erzählt Pokal-Anekdote.

HSV testet gegen FC Midtjylland

Eine Woche vor dem Liga-Jahresauftakt gegen Sandhausen hat der HSV die Generalprobe gegen den dänischen Meister FC Midtjylland mit 5:3 gewonnen. Der Geheimtest im Volskpark dauerte 3 x 45 Minuten.

Bakery Jatta (35.), Khaled Narey (42.), Pierre-Michel Lasogga (69.), Christoph Moritz (83.) und David Bates (106.) erzielten die Treffer für die Hanseaten.

"Es war ein sehr guter Test. Man hat gesehen, dass die Frische wieder da ist, im Gegensatz zu den Spielen im Trainingslager“, sagte Trainer Hannes Wolf. Das sei aber auch normal bei dem, was im spanischen La Manga trainiert worden sei.

Wolf wechselte in der 69. Minute sein Team einmal fast komplett aus. "Wir hatten mit beiden Truppen Torraumszenen. Natürlich auch ein paar Szenen, in denen wir hinten etwas zugelassen haben. Aber daran werden wir weiter arbeiten", erklärte er.

Zum Nachlesen: Der Liveticker gegen Midtjylland

Der HSV trifft am kommenden Mittwoch im ersten Punktspiel des Jahres auf den SV Sandhausen. "Der Start ist sehr wichtig. Wir wollen in einer Woche voll da sein und direkt gute Spiele machen und gewinnen“, sagte Wolf.

"Wir möchten nicht erst Ende Februar auf unserem Level sein.“ Die Hamburger liegen vor dem 19. Spieltag einen Punkt vor Mitabsteiger 1. FC Köln und drei Zähler vor dem Stadtrivalen FC St. Pauli.

Fotos vom Spiel gegen Midtjylland:

Völler kriecht vor Jansen zu Kreuze

Mit seinem Giftpfeil gegen Marcell Jansen sorgte Rudi Völler ("Er hat den Fußball nie geliebt") im August 2015 für reichlich Wirbel. Wenig später relativierte Bayer Leverkusens seine Aussage aus dem Einspieler für das "Aktuelle Sportstudio" zwar, doch so richtig aus der Welt geschafft wurde der Angriff auf Jansen nie.

Das hat Völler nun nachgeholt. Anlässlich der Wahl Jansens zum jüngsten Vereinspräsidenten der HSV-Geschichte wünschte der ehemalige Bundestrainer dem 33-Jährigen alles Gute. "Es spricht für ihn, dass er im Fußball bleiben wollte", wird Völler in der "Bild"-Zeitung (Mittwoch) zitiert.

Das rät Rekord-Präsident Rauball Jansen

Völler war damals bitter aufgestoßen, dass Ex-Nationalspieler Jansen sich bereits im Alter von 29 Jahren zum Ende seinr Karriere entschied, ohne verletzt gewesen zu sein. Jetzt sagt er: "Hätte er damals gesagt, dass er mit 33 Jahren Vereinspräsident werden will, wäre das etwas anderes gewesen. Ich habe ja nichts gegen Marcell Jansen."

2015: Rudi Völler pestet gegen Marcell Jansen (ab 20:12 min)

Wolf: Es gibt keine Aufstiegsgarantie

Hannes Wolf äußert sich zurückhaltend über die Aufstiegschancen. Die Wahrscheinlichkeit liege "sicherlich nicht bei 100 Prozent. Sondern weit darunter", sagte der 37-Jährige im Interview der "Sport Bild" (Mittwoch). "Es gibt überhaupt keine Garantie, dass wir aufsteigen, das muss sich bei uns einbrennen.“

Wolf glaubt aber auch, dass seine Profis dies wissen. "Als HSV-Spieler ist es ja auch nicht so, dass einem seit Jahren alles zugeflogen ist“, meinte er. "Jetzt spüre ich aber, dass eine besondere Reise vor uns liegt.“

Wolf hatte im vergangenen Oktober das Traineramt von Christian Titz übernommen. Unter seiner Leitung kam der HSV auf sechs Siege und ein Unentschieden. Die einzige Niederlage erlebte Wolf kurz vor Weihnachten bei Holstein Kiel (1:3).

Der HSV liegt vor dem ersten Pflichtspiel des neuen Jahres am Mittwoch kommender Woche gegen den SV Sandhausen (20.30 Uhr/im Liveticker auf abendblatt.de) einen Punkt vor dem Mitabsteiger 1. FC Köln und drei Zähler vor dem drittplatzierten Stadtrivalen FC St. Pauli.

Trifft Hannes Wolf bald auf Hannes Wolf?

Sollte Wolf mit dem HSV der Aufstieg gelingen, könnte es in der ersten Liga zu einer kuriosen Begegnung für den Trainer kommen. Denn wird bei RB Leipzig wird in der kommenden Saison aller Voraussicht nach ein exakter Namensvetter des 37-Jährigen spielen.

Nach übereinstimmenden Medienberichten hat der Bundesligist den Offensivmann Hannes Wolf von Bruderklub Red Bull Salzburg verpflichtet.

So soll der 19-Jährige durch eine Ausstiegsklausel in seinem bis 2020 datierten Vertrag im Sommer vorzeitig zu den Sachsen wechseln können. Die österreichischen Zeitungen Kurier und Krone sowie die Bild hatten zuvor von dem Transfer berichtet.

RB Leipzig war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Im Gespräch ist laut Bild ein Vertrag bis 2024. Wolf hat in der laufenden Spielzeit 23 Pflichtspiele für Salzburg absolviert, in denen er auf fünf Tore und neun Vorlagen kam. In der Gruppenphase der Europa League besiegte Wolf die Leipziger mit Salzburger in beiden Duellen (3:2 und 1:0) und lieferte selbst starke Leistungen ab.

Diekmeier gegen den HSV wohl gesetzt

Beim kommenden Gegner Sandhausen wird immer wahrscheinlicher, dass Dennis Diekmeier bei seiner Rückkehr in den Volkspark auch in der Anfangself stehen wird. Bei der Generalprobe der Kurpfälzer gegen Greuther Fürth am Dienstag lief der Außenverteidiger von Beginn an auf und wurde nach 78 Minuten ausgewechselt. Erst danach kassierte Sandhausen das 0:1, am Ende stand ein 1:1.

Überhaupt blieb Diekmeier während seiner Spielzeit in allen vier Wintertests ohne Gegentreffer. Gegen den türkischen Erstligisten Antalyaspor gab es einen 3:0-Sieg, danach folgten torlose Unentschieden gegen den Drittligisten Hansa Rostock und den Regionalligisten 1. FC Saarbrücken.

Diekmeier hatte im Dezember überraschend in Sandhausen unterschrieben, nachdem er den HSV im Sommer nach acht Jahren verlassen hatte. HSV-Ersatzkapitän Lewis Holtby hatte bereits im Trainingslager in La Manga scherzhaft angedeutet, sich speziell auf seinen ehemaligen Mitspieler vorbereiten zu wollen.

HSV-Trainingslager: Lewis Holtby unter Druck
HSV-Trainingslager: Lewis Holtby unter Druck

Papadopoulos will zum Aufstieg beitragen

Der lange verletzte Kyriakos Papadopoulos hofft in dieser Saison noch auf einige Einsätze. "Ich kann zu 95 Prozent wieder alles machen“, sagte der griechische Innenverteidiger der "Bild"-Zeitung (Mittwoch).

"Die Trainer wollen mich langsam an die Mannschaft heranführen.“ Er hoffe, dass er schon bald „wieder Teile der Einheiten mit der Mannschaft machen kann“, sagte der 26-Jährige. „Mein Ziel ist es, in dieser Saison noch einige Spiele zu machen und mit dem HSV aufzusteigen.“

Papadopoulos hatte sich in der Saisonvorbereitung im Juli einen Knorpelschaden am linken Knie zugezogen und war operiert worden. Er habe in dieser Zeit nie an ein Karriereende gedacht, betonte er. "Ich komme immer wieder zurück."

Mintzel erzählt eine HSV-Anekdote

Mit 37 Jahren ist Alf Mintzel nach Bremens Claudio Pizarro (40) der älteste Feldspieler im deutschen Profigeschäft – und nicht nur deshalb längst zur Kultfigur aufgestiegen. Auch seine bodenständige Einstellung und Schlagfertigkeit machen den Spieler des Drittligisten SV Wehen Wiesbaden so beliebt.

Auch vor dem DFB-Pokalspiel gegen den HSV im Oktober hatte Mintzel über Wiesbaden hinaus für Lacher gesorgt. "Davor habe ich noch andere Aufgaben: Kinder abholen und die Frau hat bestimmt auch noch 30 Aufträge für mich", sagte Mintzel damals lachend in die Kameras.

Jetzt gestand der Fußballer, dass Natascha Mintzel den Spruch zunächst nicht so lustig fand. Dementsprechend sei die Reaktion seiner Frau ausgefallen.

"Am nächsten Morgen, man glaubt es kaum: Ich hab mir gerade einen Kaffee gemacht, sie war schon zur Arbeit gefahren, ich setze mich an den Esstisch", erzählte Alf Mintzel nun. "Da lag ein Post-it! Durchsaugen, Müll runterbringen und noch irgendwas." Das perfekte Workout also nach einer 0:3-Niederlage...

HSV kooperiert mit KZ-Gedenkstätte

Im Kampf gegen Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und Diskriminierung von Minderheiten will der HSV künftig mit der KZ-Gedenkstätte Neuengamme zusammenarbeiten. Auftakt der langfristigen Kooperation bilde eine Veranstaltung am kommenden Sonntag (27. Januar/18.00 Uhr) im Haus des Sports, bei der das Jugendprojekt "Fußball im Nationalsozialismus" im Rahmen einer Podiumsdiskussion vorgestellt werde, teilte die Kulturbehörde am Donnerstag mit. Der 27. Januar ist der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Der Tag bezieht sich auf die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz.

Es gehe darum, "ein deutliches Zeichen für die Verantwortung im Sport zu setzen", sagte HSV-Vorstandschef Bernd Hoffmann zu der Kooperation, die auch auf einem bei der Vereinsversammlung am vergangenen Sonnabend eingebrachten Gemeinschaftsantrag von Peter Gottschalk, dem Netzwerk Erinnerungsarbeit und sämtlichen Gremien fußt. "Wir sind uns unserer gesellschaftspolitischen Verantwortung bewusst und positionieren uns klar gegen jegliche Form von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit."

Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme wolle mit ihrem kürzlich entwickelten Studientag für Fußballfans "neue wichtige Zielgruppen gewinnen", sagte deren stellvertretender Leiter, Oliver von Wrochem. Die Kooperation mit dem HSV soll in den kommenden Monaten weiter ausgebaut werden.

"Genauso wie die Kultur wirkt auch der Sport identitätsstiftend und trägt gesellschaftliche Verantwortung“, meinte Kultursenator Carsten Brosda von der SPD. "Mit der neuen Kooperation zwischen der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und dem HSV möchten wir gerade auch in diesem gesellschaftlichen Bereich ein Bewusstsein für unsere Geschichte verankern."

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