HSV-Mitgliederversammlung

Jansen ist neuer HSV-Präsident – sein erstes Interview

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Neue Fananleihe. Mitglieder-Zustimmung für Verkauf weiterer Anteile erforderlich. Jobgarantie für Wolf. Hartmann will in Aufsichtsrat.

Hamburg. Marcell Jansen ist neuer HSV-Präsident. Der frühere Linksverteidiger hat die Wahl gegen Ex-Vizepräsident Ralph Hartmann auf der Mitgliederversammlung des e.V. am heutigen Sonnabend gewonnen. Zuvor hatte Ex-Boss Jürgen Hunke seine Kandidatur in der Wilhelmsburger edel-optics.de-Arena zurückgezogen.

Im Anschluss standen noch andere Themen auf der Tagesordnung. Unter anderem zwei brisante Anträge: Der Forderung der HSV-Supporters, dass weitere Anteile der AG nur mit der Zustimmung der Mitglieder verkauft werden dürfen, sowie dem Anliegen, der Club müsse sich gegen Rassismus und diskriminierendes Verhalten klar positionieren, wurde stattgegeben. Den Liveticker des Hamburger Abendblatts zur Veranstaltung können Sie hier noch einmal nachlesen:

20.46 Uhr: Versammlungsleiter Esselsgroth erlöst die letzten Mitglieder und beendet die Mitgliederversammlung des HSV e.V. nach fast zehn Stunden. Damit findet auch dieser Ticker ein Ende und der Schreiber wird in den Feierabend entlassen.

20.42 Uhr: Eine politische Forderung zum Schluss. Dem Gemeinschaftsantrag, der Club müsse sich klar gegen Rassismus und diskriminierendes Verhalten positionieren, wurde ohne Gegenstimme stattgegeben. 309 der 327 immer noch anwesenden Mitglieder waren hierfür wahlberechtigt.

20.36 Uhr: Momentan werden zahlreiche Redebeiträge zum Thema Briefwahl abgearbeitet. Die Argumente ähneln sich. Und am Ende wird der Antrag abgelehnt. Mitglieder, die abstimmen wollen, müssen also weiterhin zur jährlichen Versammlung kommen.

Mitglieder-Zustimmung für Verkauf weiterer Anteile erforderlich

20.13 Uhr: Nun ist der Antrag der HSV-Supporters an der Reihe. Die Dachorganisation der Fans fordert, dass weitere Anteile der HSV Fußball AG nur mit der Zustimmung der Mitglieder verkauft werden dürfen. "Wir möchten informiert werden, wenn es so weit ist", lautet die Begründung. Supporters-Chef Horn ergänzt: "Wir haben das Recht, darüber abzustimmen, das ist unser Verein." Dem Antrag wird stattgegeben.

Damit wird das Präsidium beauftragt, in der Satzung der AG festzuschreiben, künftig nicht mehr als 24,9 Prozent der Anteile zu veräußern. Wegen eines Satzungsfehlers könnte der HSV bis zu 33,3 der Anteile verkaufen. In Zukunft ginge das aber nur mit der Zustimmung der Mitglieder.

20 Uhr: Dem Antrag von Versammlungsleiter Esselsgroth, Beschlüsse künftig mit einer einfachen Mehrheit zu fassen (Zweidrittelmehrheit wäre einzig bei Satzungsänderungen sowie der Abwahl des Präsidiums erforderlich), wurde stattgegeben.

19.53 Uhr: Weiter geht es mit der Wahl des Ehrenrats. Von 281 gültigen Stimmen wurden Kai Esselsgroth (260 Stimmen), Dr. Andreas Peters (224), Björn Frese (213), Engelbert Wichelhausen (204) und Walter Koninski (192) in den Ehrenrat gewählt, Peter Gottschalk (117) dagegen nicht.

19.44 Uhr: Zur von Sportchef Becker ausgesprochenen Jobgarantie für Trainer Wolf sagt Hoffmann grinsend: "Den Ausführungen des Sportvorstands ist nichts hinzuzufügen."

HSV-Boss Hoffmann: Darum ist Jansen der richtige Präsident

19.42 Uhr: Nachdem Hoffmann vor einem Jahr mit "Hoffmann raus"-Rufen konfrontiert worden war, erhielt er dieses Jahr verhaltene Zustimmung der Mitglieder. Ein Erfolg? "Ich habe wahrgenommen, dass es eine gute Veranstaltung war. Die Mitglieder sind offensichtlich zufrieden mit dem eingeschlagenen Weg. Wir haben uns einen Vorschuss erarbeitet, den es aber jeden Tag zu bestätigen gilt."

19.40 Uhr: Auch Bernd Hoffmann hat einen Präsidenten gewählt. "Ich bitte mir aber das Wahlgeheimnis zu lassen", sagt der Clubboss. Dabei ist klar, dass Hoffmann für Jansen gestimmt haben wird.

Jansen über möglichen Verkauf weiterer Anteile

19.35 Uhr: Nach einem "Sportbild"-Bericht, Jansen würde sportliche Entscheidungen gemeinsam mit Sportvorstand Ralf Becker treffen, bekräftigte Jansen zu früherer Stunde, er werde nicht ins operative Geschäft eingreifen. Nun sagt er, der Austausch mit Becker sei nach wie vor gut. Es habe auch kein Gespräch nach dem Bericht gegeben. "Der Sportchef braucht einen Ansprechpartner im Aufsichtsrat", sagt Jansen. "Ich will den Vorstand begleiten und die Situationen beurteilen. Ich stelle mich der Verantwortung und ziehe mich nicht aus der Verantwortung."

19.31 Uhr: Auch als Präsident will Jansen weiterhin für die dritte Mannschaft des HSV Fußball spielen. "Ich werde versuchen, so oft es geht, mitzutrainieren, und wenn der Trainer mich aufstellen will, wäre ich dann auch wieder der 'Cello' und nicht der Präsident."

19.27 Uhr: Nach Hartmanns Verstoß gegenüber dem Abendblatt, er könne sich vorstellen, Aufsichtsrat zu werden, lässt sich Jansen offiziell nicht aus der Deckung locken, welche Variante er favorisiere. "Wir müssen schauen, was für den Moment eine Top-Lösung sein wird." Dabei gilt es als offenes Geheimnis, dass Jansen gerne Vizepräsident Thomas Schulz im Kontrollgremium hätte.

19.24 Uhr: Was hält Jansen davon, mehr Anteile der AG zu verkaufen? "Es wäre nicht die beste Entscheidung, aber die Frage ist, was passiert, wenn das der letzte Ausweg ist, um den Verein handlungsfähig zu machen. Das sind aber Szenarien, die längst nicht klar sind. Die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit des Vereins muss immer oberste Priorität haben." Klingt zumindest so, als sei der Verkauf weiterer Anteile eine Option für Jansen.

19.21 Uhr: Wird Jansen jetzt Aufsichtsratschef? "Der aktuelle Chef Max Köttgen macht einen hervorragenden Job und investiert sehr viel Zeit, dieses Gremium zu leiten. Ich will es nicht für immer ausschließen, aber in der aktuellen Besetzung ist das kein Thema", sagt der neue Präsident.

19.16 Uhr: Jansen über seine ersten geplanten Schritte: "Ich will mich vor allem an die Ausarbeitung von Sponsoringkonzepten setzen, um Norderstedt besser vermarkten zu können."

19.13 Uhr: Wir haben soeben mit dem neuen HSV-Präsidenten Marcell Jansen gesprochen. Über das vermeintlich knappe Ergebnis im Vergleich zu den Umfragewerten sei er nicht überrascht. "Ich freue mich, dass mir über 60 Prozent das Vertrauen ausgesprochen haben."

18.47 Uhr: Nun wurde auch der Delegierte des Supporters Club im Beirat gewählt. Gewonnen hat Patrick Ehlers eindeutig gegen Herausforderer Sven Kröger.

18.29 Uhr: Die Wahl des Delegierten der Amateure im Beirat wurde soeben durchgeführt. Gerade mal 100 Mitglieder sind noch da, 82 davon gaben eine gültige Stimme ab. Gewonnen hat Herausforderer Mike Schwerdtfeger mit 60 zu 22 Stimmen gegen den bisherigen Beiratsvorsitzenden Jan Wendt.

Hartmann will Aufsichtsrat werden

18.09 Uhr: Der unterlegene Ralph Hartmann bringt sich als Aufsichtsrat ins Spiel. Hintergrund ist, dass der Präsident als Vertreter des e.V. einen automatischen Sitz im Kontrollgremium erhält. Da Jansen bereits dem Aufsichtsrat angehört, favorisiert der Profi die Lösung, Vizepräsident Thomas Schulz in den Rat zu berufen. "Davon halte ich nichts", sagt wiederum Hartmann dem Abendblatt.

Falls das zusätzliche Aufsichtsratsmitglied doch nicht aus dem Präsidium stammen, sondern frei bestimmt werden soll, sieht Hartmann seine Chance. "Wenn das gewünscht wäre, könnte ich mir vorstellen, meinen Hut in den Ring zu werfen."

18.03 Uhr: Hartmann kündigt Bereitschaft zur Mitarbeit an: „Man muss das alles sacken lassen, Marcell Jansen 100 Tage Zeit geben, sich einzuarbeiten. Aber ich schließe sicher nicht das HSV-Buch“, sagte er dem Abendblatt.

18.01 Uhr: Ralph Hartmann hat sich exklusiv gegenüber dem Abendblatt zu seiner Wahlniederlage geäußert: "Das Ergebnis ist nicht überraschend. Die Ausgangsposition war schwierig mit der Bekanntheit und Popularität von Marcell Jansen. Die Prognosen liefen vorher eher auf 80:20 Prozent hinaus, insofern bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Ich habe das Gefühl, dass die Mitglieder auf meine Inhalte geachtet haben und ich meine Position kenntlich machen konnte.“

17.50 Uhr: Auch der Seniorenrat ist einstimmig entlastet. Gleiches gilt für den Supporters Club.

17.49 Uhr: Der Amateurvorstand ist per Abstimmung einstimmig entlastet.

17.46 Uhr: Supporters-Chef Horn weiter zum Thema Pyrotechnik: "Ich setze auf den Dialog. Die bisherigen Wege haben nicht zum Erfolg geführt. Selbst wenn alle nackt ins Stadion gingen, könnte man wohl Pyrotechnik ins Stadion schmuggeln. Deshalb müssen wir fortan andere Wege gehen."

17.44 Uhr: Doch auch die Ultras dürfen sich laut Horn nicht alles erlauben. "Mit dem Abbrennen von Pyrotechnik haben die Täter mir den Abstieg versaut", sagt der Supperters-Chef. "Der Tag war eh zum Vergessen, aber in dem Moment, als alle 'Mein Hamburg lieb ich sehr' gesungen haben, sind wir mit Würde abgestiegen und das hätte ich mir auch für den Rest des Spiels gewünscht.

17.39 Uhr: Aktuell haben die Supporters in Person von Chef Tim-Oliver Horn das Wort. Er dankt den Ultras für ihre Unterstützung und bekommt dafür vor allem Applaus aus der Ultras-Ecke hier in der Halle.

17.32 Uhr: Der neue Präsident Marcell Jansen steht momentan noch nicht für Interviews zur Verfügung. Dies könne später nachgeholt werden, teilte der HSV mit. Sobald Jansen mit den Medienvertretern spricht, lesen Sie es hier als Erstes.

17.21 Uhr: Viele Mitglieder verlassen die Halle in Scharen. Mehr als die Hälfte ist bereits gegangen. Dabei stehen noch wichtige Anträge sowie die Wahl des Beirats an.

Jansen gewinnt Wahl gegen Hartmann

17.16 Uhr: Jansen nimmt die Wahl "von Herzen" an. "Lasst uns eine erfolgreiche Zukunft haben", ruft er den Mitgliedern zu, die mit tosendem Applaus antworten.

17.15 Uhr: Marcell Jansen ist neuer HSV-Präsident! Der Ex-Profi gewinnt mit 799 (62 Prozent) zu 490 Stimmen gegen Hartmann. 1289 gültige Stimmen von 1308 möglichen Stimmen wurden abgegeben.

17.12 Uhr: Die elektronische Wahl ist geschlossen. Innerhalb einer Minute wird verkündet, wer neuer HSV-Präsident ist.

17.01 Uhr: Eine Entscheidung naht. Laut Versammlungsleiter Esselsgroth hätten fast alle Anwesenden abgestimmt. Nun wird denen geholfen, die noch fehlen.

16.52 Uhr: Jetzt steht die Wahl des neuen HSV-Präsidenten an. Nach Hunkes Rückzug fällt die Entscheidung zwischen Hartmann und Jansen.

Hunke zieht Kandidatur zurück

16.49 Uhr: Begleitet von Pfiffen und Applaus zieht Hunke Konsequenzen aus den Reaktionen der Mitglieder. Wie anfangs vom Abendblatt vermutet, zieht Hunke seine Kandidatur zurück. "Es fällt mir auf der einen Seite schwer, aber auf der anderen Seite auch leicht. Ich ziehe meine Kandidatur zurück und bitte Sie, Ralph Hartmann zu unterstützen. Marcell Jansen ist ein toller Sportler, ein toller Mensch. Beide Personen müssen dem Verein erhalten werden. Ich gehe trotzdem zu jedem Heimspiel und freue mich, jetzt mein schönes Leben weiterführen zu können."

16.44 Uhr: Die Mitglieder werden unruhig, Wortbeiträge erfahren derzeit viel Gegenwind. Die Anwesenden wollen vor allem eins: endlich abstimmen.

16.37 Uhr: In einem Wortbeitrag wird Hunke für seine Behauptung, der Verein stünde unmittelbar vor der Insolvenz, kritisiert.

16.29 Uhr: Jansen antwortet auf eine Frage eines Mitglieds, "ich bin bereit, im wirtschaftlichen Bereich dazuzulernen. Aber davon haben wir bereits ausreichend Kompetenz im Verein."

16.19 Uhr: Nun dürfen die Mitglieder Fragen an die drei Kandidaten stellen. Hunke bekräftigt erneut, dass er im Falle eines Wahlsiegs gerne auf seinen Posten im Aufsichtsrat verzichten würde. Den Mitgliedern gefällt diese Aussage nicht.

16.17 Uhr: Beurteilt man die Reaktionen der Mitglieder auf die Reden, war es auffällig, wie Ralph Hartmann in die Offensive gegangen ist. Mit der inhaltlich stärksten Rede erhielt er in etwa so viel Applaus wie Favorit Marcell Jansen. Hat der Wahlkampf an diesem Punkt eine Wende genommen? Jürgen Hunke scheint dagegen ohne jede Chance.

Hartmann mit kämpferischer Rede

16.14 Uhr: Hartmann abschließend: "Wirtschaftsprüfer sollen aufhören, über die Innenverteidigung zu philosophieren und Sportler sollen aufhören, eine Bilanz zu analysieren. Was wir brauchen, sind ehrlich arbeitende Leute. Personen, die bereit sind, unbequeme Entscheidungen zu treffen. Und dafür stehe ich." Die Mitglieder reagieren mit großem Applaus nach dieser kämpferischen Rede.

16.13 Uhr: Jetzt wird Jansen aber auch von Hartmann kritisiert. Der Ex-Profi habe sich damit gebrüstet, an der Entlassung von Titz beteiligt gewesen zu sein. „Das ist ein Eingriff in das operative Geschäft.“

16.13 Uhr: Hartmann umschmeichelt Jansen. "Er ist ein Glücksfall für den HSV. Aber er bleibt unserem Club auch im Falle einer Wahlniederlage erhalten, denn er sitzt im Aufsichtsrat."

16.11 Uhr: Hartmann: "Es kann nicht sein, dass wir verdiente Köpfe des HSV nicht an den Club binden – außer Marcell Jansen." Er nennt das Beispiel Frank Rost, der wegen seiner "unbequemen Art" nicht erwünscht sei.

16.10 Uhr: "Ich bin vom Aufstieg überzeugt", sagt Hartmann. Wieder gibt es Applaus, der allerdings auch zu erwarten war bei dieser Aussage.

16.08 Uhr: Hartmann scheint sich längst noch nicht geschlagen geben zu wollen. Seine Rede ist kämpferisch. "Punktprämien für Trainer, die nicht mehr für den HSV arbeiten, wird es bei mir in Zukunft nicht geben." (Applaus). Eine kleine Spitze gegen den Vertrag von Ex-Coach Bernd Hollerbach.

16.07 Uhr: Hartmann kündigt mehr Verantwortung an. "Ich werde eine stärkere Rolle als Vertreter des e.V. im Aufsichtsrat einnehmen, als es in der Vergangenheit der Fall war."

16.04 Uhr: Hartmann will die magische Grenze von 100.000 Mitgliedern knacken. Es gibt Applaus.

16.04 Uhr: Hartmann, schon unter Ex-Präsident Jens Meier der Vize, berichtet über die aus seiner ersten Amtszeit noch unvollendeten infrastrukturellen Ziele im Breitensport, die er nun erreichen will.

16.00 Uhr: Jetzt darf Kandidat Ralph Hartmann seine Motivation, Ideen und Ziele vorstellen. Zu Beginn seiner Rede dankt er seinen Konkurrenten für einen "fairen Wahlkampf".

Hunke bei Vorstellung ausgebuht

15.58 Uhr: Hunke abschließend: "Viele haben mich gefragt, 'warum tust du dir das an?' Wegen euch mache ich das!" Dafür bekommt er auch Applaus.

15.57 Uhr: Hunke: "Der Vertrag, der für HSVPlus gemacht wurde, ist für den HSV tödlich." Dann holt er wieder aus. "Ich wollte eigentlich eine ganz andere Rede halten." Ein Satz, der die Mitglieder zum Lachen bringt. Versammlungsleiter Esselsgroth reagiert mit Humor und weist Hunke daraufhin, dass er für seine ursprünglich geplante Rede noch vier Minuten Zeit habe.

15.56 Uhr: Hunke mit Vorwürfen an Hoffmann: „Diese Inszenierung hier geht doch nur darum, die Mitglieder darauf vorzubereiten, mehr Anteile zu verkaufen.“

15.55 Uhr: Hunke berichtet, wie er als 30-Jähriger ein "wilder Junge" war. Einige Mitglieder antworten mit lauten Buh-Rufen. Versammlungsleiter Esselsgroth mahnt zur Ruhe.

15.53 Uhr: "Ich bin überzeugt, dass Marcell auch gewählt wird." Für sein Eingeständnis erntet Hunke ein paar Lacher.

15.52 Uhr: Hunke: "Marcell Jansen hat das prima gemacht, aber das ist nicht die Realität." Den Mitgliedern gefällt dieser Satz nicht.

15.50 Uhr: Jetzt erhält Hunke erstmals Applaus. Was war passiert? Er sagte: "Man muss auch mal auf einen älteren Menschen hören."

15.49 Uhr: Hunke holt teilweise weit aus, sagt dann, er wolle nicht zu sehr über sich reden. Die Mitglieder reagieren mit Lachern und höhnischem Applaus. "Ooooooooh", hallt ironisch bemitleidenswert durch die Arena.

15.47 Uhr: Hunke: "Mir geht es nicht so sehr um den Sport, auch wenn das natürlich das Wichtigste ist."

15.46 Uhr: Jetzt ist Jürgen Hunke an der Reihe. "Was Marcell Jansen sagt, ist in weiten Teilen richtig, aber ich gehe trotzdem mit einem völlig anderen Ansatz heran", sagt der Ex-Präsident. "Und das muss in einer Demokratie auch erlaubt sein."

Entscheidungen mit Becker? Jansen rudert zurück

15.45 Uhr: Jansen beendet seine Rede mit den Worten "Nur der HSV! Vielen Dank!" und erntet großen Applaus.

15.43 Uhr: Nach seinem Vorstoß in der "Sportbild", sportliche Entscheidungen in Zukunft gemeinsam mit Becker treffen zu wollen, rudert Jansen zurück. "Die operativen Entscheidungen trifft der Vorstand, aber der Präsident hat die Aufgabe, diese Entscheidungen zu bewerten", sagt der Ex-Profi.

15.42 Uhr: "Wir brauchen eine Leistungskultur in unserem Verein. Es reicht nicht, nur in unserer schönen Stadt zu leben, sondern wir müssen auch erfolgreich sein", sagt Jansen.

15.41 Uhr: Jansen: "Ich möchte weitere Impulse im Bereich der Digitalisierung setzen, um den e.V. zukunftsfähig zu gestalten."

15.40 Uhr: Jansen verspricht: "Ich werde nichts versprechen, das ich nicht halten kann. Ich werde mich für die bestmöglichen Bedingungen aller Sportarten in unserem Verein einsetzen."

15.38 Uhr: Jansen weiter: "Meine Karriere mit 29 Jahren zu beenden, war auch ein Statement für unseren HSV. Es kam für mich nicht infrage, ein anderes Logo als unsere Raute zu küssen." Es gibt Applaus.

15.37 Uhr: Jansen beginnt seine Rede: "So nervös war ich zuletzt bei einem Uefa-Cup-Spiel."

15.35 Uhr: Jetzt wird es spannend, der neue Präsident wird gewählt. Die Reihenfolge der Vorstellung der drei Kandidaten wurde per Los entschieden. Marcell Jansen beginnt.

Antrag, das Präsidium abzulehnen, abgelehnt

15.33 Uhr: Nun kommt es endlich zur Abstimmung. Mit einer deutlichen Mehrheit wird der Antrag, das Präsidium abzuwählen, abgelehnt. Die Anzahl der Ja-Stimmen war einstellig.

15.30 Uhr: Nach einigen Redebeiträgen zum Antrag beteuert Vizepräsident Schulz, dass es laut Satzung keine Verpflichtung gebe, den Beirat um Zustimmung zu bitten. Letztlich, so Schulz, sei aber alles im Interesse der Breitensportler geschehen. Es gibt Applaus.

15.16 Uhr: Antragssteller Grzesik befürchtet, als Lügner dargestellt werden zu können. Deshalb fordert er einen Redebeitrag des Beiratsvorsitzenden Jan Wendt. Dieser stützt Grzesiks Vorwürfe allerdings nicht.

15.09 Uhr: Mitglied Dieter Grzesik beantragt die Abwahl des Präsidiums. Es hätte einen gravierenden Verstoß gegen die Satzung gegeben. So hätte die Leichtathletikabteilung Geld des Präsidiums ohne die erforderliche Zustimmung des Beirats erhalten. Vizepräsident Schulz streitet den Vorwurf ab.

15.06 Uhr: Die Rechnungsprüfer sind per Abstimmung entlastet worden. Weitergehen soll es mit der Entlastung des Präsidiums. Daraufhin gibt es prompt Kritik des Rechnungsprüfers Klaus Manal. "Es kann keine Entlastung geben. Wir haben die Zahlen erst am 4. Januar erhalten und konnten sie nicht prüfen." Dieser Wortbeitrag beeinflusst die Wahl: Die Mitglieder entlasten das Präsidium nicht. Ein ungewöhnlicher Vorgang.

14.57 Uhr: In diesen Minuten folgt der Bericht der Rechnungsprüfer. Es ist von "Gesprächsbedarf" nach dem erneuten Minus der AG die Rede. Kritisiert wird, dass zwei Beraterkosten (4000 und 8800 Euro), einmal für eine aktienrechtliche Prüfung und einmal für die Unterstützung der Beratung bei der Stellung des Vorstands, aufgelistet sind. Daraufhin forderten die Rechnungsprüfer Unterlagen beim e.V. ein, die sie allerdings nie bekamen.

14.44 Uhr: Übrigens ist auch der frühere Präsident Jens Meier anwesend. Vor einem Jahr verlor er die Wahl gegen Bernd Hoffmann. Dieses Mal sitzt er in der fünften Reihe als stimmberechtigtes Mitglied.

14.39 Uhr: Ein HSV-Mitglied aus Kaiserslautern kennt sich sehr gut über die Vereinspolitik aus und appelliert am Ende seines zeitlich leicht überzogenen Redebeitrags daran, Ex-Präsident Jürgen Hunke nicht zu wählen. Er würde den Verein nicht nach vorne bringen. Für diese Aussage erntet das Mitglied frenetischen Applaus der Stimmberechtigten. Damit dürfte jetzt schon klar sein: Die Präsidentschaftswahl wird zwischen Marcell Jansen und Ralph Hartmann entschieden. Hunke scheint nicht mal mehr Außenseiterchancen zu haben.

14.28 Uhr: In einem Redebeitrag beklagt ein Vertreter der HSV-Supporters, dass die Dachorganisation der Fans bei Budgetverhandlungen beinahe hintergangen wurde. Das Präsidium kontert, man solle nicht alle Zahlen, die in den Medien geschrieben werden, für bare Münze verkaufen.

14.19 Uhr: Vizepräsident Thomas Schulz spricht über die Erfolge der einzelnen Breitensportarten des e.V. Wie im Abendblatt berichtet, wurde für den in der HafenCity geplanten Sportsdome ein neuer Betreiber gefunden.

14.09 Uhr: Vizepräsident Moritz Schaefer stellt den e.V.-Bericht vor. 450 HSV-Fans hätten eine lebenslange Mitgliedschaft abgeschlossen, sagt Schaefer.

14.03 Uhr: Inzwischen sind 1348 stimmberechtigte Mitglieder anwesend. Das sind deutlich mehr als erwartet.

Becker: Wolf ist in einem Jahr noch HSV-Trainer

14.01 Uhr: Becker sorgt mit seiner Trainerbekenntnis für einen echten Paukenschlag: "Hannes Wolf wird in zwölf Monaten noch Trainer des HSV sein", sagt der Sportchef. Ein Raunen begleitet von Applaus geht durch die Wilhelmsburger Halle. Beckers Begründung: „Er ist genau der richtige Trainer für den HSV.“

13.59 Uhr: Auf die Frage eines Mitglieds bestätigt Sportvorstand Becker die geplante Gehaltsobergrenze. In Zukunft sollen HSV-Spieler in der Zweiten Liga maximal eine Million, in der Bundesliga maximal zwei Millionen Euro verdienen.

13.55 Uhr: Seit etwa zehn Minuten bekommen die Redebeiträge einzelner Mitglieder Gehör geschenkt. Kritisiert wird unter anderem die Umstellung der Stadionuhr und die zum Teil hohen Abfindungen für Ex-Funktionäre und -Trainer in der Vergangenheit.

13.43 Uhr: Becker erklärt auch noch mal das HSV-Aus für Ex-Nachwuchschef Bernhard Peters sowie Dieter Gudel, dem ehemaligen Leiter des Nachwuchsleistungszentrum. "Beide haben versucht, sich zu positionieren und für sich zu arbeiten. So stelle ich mir keine Zusammenarbeit vor. Wir sind ein Verein. Und solange ich hier bin, könnt ihr euch sicher sein, dass die Jugend ein ganz wichtiger Punkt beim HSV ist."

13.41 Uhr: Nachdem er noch einmal seine ersten Tage beim HSV beschrieben hat, äußert sich auch Becker zu Ex-Coach Titz. "Ich bin überzeugt, dass die Freistellung von Titz für uns richtig war." Der Applaus der Mitglieder fällt allerdings verhalten aus.

13.37 Uhr: Jetzt wird Sportvorstand Ralf Becker auf die Bühne gebeten. Der Manager startet mit Bewegtbildern aus dem Trainingslager, die eine Videobotschaft von Hannes Wolf beinhalten.

13.35 Uhr: Abschließend spricht Wettstein noch einmal über die aktuelle finanzielle Situation. Man habe eine Kreditlinie in Höhe von 11 Millionen Euro von Banken aus Deutschland erhalten. Damit zeige der Club, kreditwürdig zu sein. Eine so hohe Kreditlinie hätte der HSV noch nie erhalten. Diese Linie stehe als Finanzierungsreserve zur Verfügung. Noch sei kein Euro genutzt worden.

Wettstein nennt Details zur Fananleihe

13.32 Uhr: Nun bezieht Finanzvorstand Wettstein Stellung zur neu geplanten Fananleihe, die bis 2026 datiert ist. Diese werde den gleichen Umfang (17,5 Millionen Euro) und gleichen Zinssatz (6 Prozent) haben wie die bisherige, die im September ausläuft. Die einzige Neuerung laut Wettstein: "Wir versprechen nicht, wofür wir das Geld verwenden, sondern wir nutzen sie für die Rückzahlung der Anleihe."

Zur Erinnerung: Mit der Jubiläumsanleihe sollte der Bau des HSV-Campus' finanziert werden, die Summe ist aber letztlich für laufende Kosten genutzt worden. Diesmal soll der Betrag auch peu à peu zurückgezahlt werden, sodass die Summe nicht auf einmal fällig werde. Der HSV will die Anleihe ab 2022 jährlich zwischen zehn und 25 Prozent tilgen.

13.30 Uhr: Wettsteins deutliche Worte im Hinblick auf die finanzielle Zukunft, die nicht rosig wird. "In diesem Jahr überstrahlen die sportlichen die wirtschaftlichen Ziele. Wir werden ein zweistelliges Millionen-Minus erwirtschaften. Das sind die Schreckensnachrichten. Die Verluste sind aber heute schon durch Eigenkapital hinterlegt." Der aktuelle Stand liege bei 49,1 Millionen Euro. Das reiche auch für eine weitere Zweitligasaison, meint Wettstein.

13.29 Uhr: Wettstein erklärt, dass der Aufstieg auf den ersten Blick teuer wäre. „Wenn wir nicht aufsteigen, fällt unser Jahresergebnis besser aus als wenn wir aufsteigen. So ist unser Prämiensystem.“

13.28 Uhr: Mal wieder haben zahlreiche Personalwechsel auf den Führungspositionen den Gesamtetat erheblich belastet. „Die Freistellungen haben den Personalaufwand mit fünf Millionen Euro belastet", sagt Wettstein.

13.26 Uhr: Nun stellt Wettstein die bereits bekannte Bilanz der AG im Detail vor. Ein paar Beispiele: Der HSV hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 134 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet, geplant waren 139 Millionen Euro. Das 5,8 Millionen-Minus sei "so nicht geplant“ gewesen. Das stimmt, denn geplant war eine ausgeglichene Bilanz.

13.24 Uhr: Wettstein benennt die finanziellen Nachwirkungen des Abstiegs. "Der Abstieg hat Auswirkungen für fünf Jahre." So lange ziehe die TV-Vermarktung nach.

13.21 Uhr: Wettstein nennt auch positive Zahlen: Kein Zweitligist habe bessere Vermarktungserlöse erzielt als der HSV. Vermutlich gab es aber auch nicht viele Clubs, die vergleichbar hohe Kosten hatten...

13.17 Uhr: Nun ist Finanzboss Frank Wettstein an der Reihe. Er beschreibt die wirtschaftliche Situation als "schwierig, aber nicht dramatisch". Zum heutigen Abendblatt-Bericht, die laufende Saison sei noch nicht durchfinanziert, sagt Wettstein: "Mir sträuben sich die Nackenhaare, dass die Saison angeblich noch nicht durchfinanziert sei. Ich kann Ihnen versichern, die Saison ist so was von durchfinanziert. Hier gibt es nichts zu verschleiern.“

13.13 Uhr: Laut Hoffmann sei der HSV nicht zum Aufstieg verdammt. Sein Versprechen: "Wir werden alles tun, um aufzusteigen. Aber es gibt keinen Zwang, auch keinen wirtschaftlichen. Wenn wir aufsteigen, werden wir ein ganz schwieriges Erstligajahr vor uns haben. Sollten wir den Aufstieg nicht schaffen, würden wir es nächstes Jahr noch einmal probieren."

13.11 Uhr: Nun richtet Hoffmann den Blick aber wieder nach vorn. "Mir hat die Arbeit mit einem Sportchef und einem Trainer noch nie so viel Spaß gemacht wie aktuell."

13.09 Uhr: Zum Abschluss dankt Hoffmann Ex-Trainer Christian Titz, der noch immer ein großer Repräsentant des HSV sei. Die Mitglieder reagieren mit tosendem Applaus. „Um das klar zu sagen: Es war eine schwierige Entscheidung innerhalb des Vorstands, ihn freizustellen. Aber wir haben diesen Schritt in diesem Moment für richtig gehalten."

Hoffmann kündigt neue Fananleihe an

13.06 Uhr: Hoffmann kündigt eine neue Fananleihe an: "Der HSV befindet sich in einer wirtschaftlich besseren Situation, als wir es hatten. Wir sind gut aufgestellt. Wir werden in den kommenden Wochen eine neue HSV-Anleihe auslegen." Finanzvorstand Frank Wettstein werde dazu in Kürze Details bekannt geben.

13.04 Uhr: Hoffmann: "Beim Blick auf die Finanzen haben wir eine schwierige, aber keine desolate Situation." In den vergangenen drei Jahren hätte der Club 80 Millionen Euro mehr für Transfers ausgegeben als eingenommen. Hoffmanns Vorwurf an seine Vorgänger: So können man kein Unternehmen führen. Im Sommer habe der HSV dann aber einen zweistelligen Transferüberschuss erwirtschaftet und die Personalkosten halbiert. Hoffmann: "Dann wissen Sie, die Leute haben es verstanden, in welche Richtung es gehen muss. Der HSV ist bei diesem Aufsichtsrat und diesem Vorstand in guten Händen."

13.02 Uhr: Hoffmann weiter: "Wir sind mit unserem Team auf dem richtigen Weg. Wir können die kritische Situation bewältigen, wenn wir sie gemeinsam anpacken. Neid hat in unserem HSV nichts zu suchen.“ (Applaus)

Hoffmann gesteht sich Fehler ein

13.01 Uhr: Hoffmann: "Alle Mitglieder des HSV haben Fehler gemacht, die zum Abstieg geführt haben. Dazu zähle auch ich. Auch ich habe in meiner ersten Amtszeit Fehler gemacht. Deshalb bin ich sehr froh, von euch das Vertrauen bekommen zu haben, es wieder gutzumachen."

12.58 Uhr: Hoffmanns Botschaft: "Ganz entscheidend ist, dass wir den Fokus auf Fußball legen." Dazu gehöre auch, an die zu denken, für die man Fußball spiele, also Fans und Mitglieder.

12.56 Uhr: Hoffmann über den zweiten Moment: "Dieser eine Moment hat uns eine Verpflichtung auferlegt. Ganz Fußball-Deutschland dachte, hier bricht jetzt ein Chaos aus. Das geschah aber nicht. Alle haben verstanden, dass wir in dieser ganz, ganz schwierigen Phase zusammenstehen müssen. Der Botschaft der Fans war: 'Das, was euch in die Zweite Liga gebracht hat, wollen wir hier nicht mehr sehen. Stabilisiert den Club und seid eine Einheit!'"

12.54 Uhr: Hoffmann gibt an, es habe zwei Momente in der Clubgeschichte gegeben, die ihn geprägt hätten. Zum einen Magaths Siegtor im Mai 1983 im Finale des Europapokals der Landesmeister. Der zweite Moment: Die 81. Minute im letzten Bundesligaheimspiel gegen Gladbach, als der Abstieg praktisch feststand und sich das gesamte Stadion erhob und "Mein Hamburg lieb ich sehr" gesungen hat.

12.51 Uhr: Hoffmann spielt zunächst eine Zusammenfassung der HSV-Tore unter seiner Zeit als Vorstandschef ein. Auch dafür erntet er Applaus.

12.49 Uhr: Nun ist Clubboss Hoffmann an der Reihe. Er gewinnt gleich zu Beginn viel Sympathie mit seinem Scherz, dass er seine Redezeit nicht durch die grüne Uhr begrenzt haben will. Versammlungsleiter Esselsgroth antwortet ganz nüchtern, dass es sich hierbei um einen Vortrag und keinen Redebeitrag handelt.

12.45 Uhr: Nun rechtfertigt Köttgen den Wechsel von Ex-Boss Bruchhagen zu Hoffmann. Auch er habe eine hervorragende Arbeit in der schwierigsten Zeit des Clubs geleistet und die Herausforderung angenommen. Freundlicher Applaus der Mitglieder im Saal und keine Buh-Rufe wie noch Vorjahr nach seiner Präsidentschaftswahl.

12.41 Uhr: Köttgen erklärt, wieso man sich dafür entschieden hat, den Vorstand um eine Person zu erweitern. "Die Bedeutung dieses Ressorts ist so groß, dass es Sinn hat, den Mann, der für den Kader verantwortlich ist, mit diesem Mandat auszustatten. Dafür wollten wir einen Top-Mann gewinnen." Gemeint ist Sportvorstand Ralf Becker. Köttgen weiter: "Er hat bisher einen top Job gemacht, mit bescheidensten finanziell Mitteln eine Mannschaft aufgebaut. Ich bin sehr froh, ihn beim HSV zu haben." Die Mitglieder reagieren mit Applaus.

12.40 Uhr: Nun ergreift der Aufsichtsratschef Max-Arnold Köttgen das Wort und stellt seinen Bericht vor.

12.34 Uhr: Der HSV führt die Drei-Minuten-Demokratie ein. Versammlungsleiter Esselsgroth wünscht sich eine kürzere Mitgliederversammlung als in den Jahren zuvor. Seine Idee, wie das gelingen soll, ist, den Redeanteil von Fragen und Beiträgen auf drei Minuten zu begrenzen. Dem Antrag wird unter großem Applaus und noch größerer Mehrheit stattgegeben. Ermittelt wird die Zeit mithilfe einer Sanduhr.

12.29 Uhr: Auch dem Antrag von Supporters-Chef Tim-Oliver Horn wird stattgegeben. So werden die Berichte des Amateurvorstands und des Seniorenrats der Wahl des Beirats vorgezogen.

12.26 Uhr: Folgender Änderungsantrag von Vizepräsident Schulz wurde soeben angenommen: Der Vorstandsbericht von Clubboss Bernd Hoffmann und Sportchef Ralf Becker wird dem des Präsidiums vorgezogen. Der Grund: Es stünden mehrere Vorwürfe im Raum, zum Beispiel eine bevorstehende Insolvenz, sagt Schulz. Daher sollen Hoffmann und Becker dazu Stellung beziehen.

12.21 Uhr: Erstmals geht nun auch HSV-Vorstandschef Bernd Hoffmann auf die Tribüne. Der Anlass ist, dass sich Michael Voß, seit 51 Jahren Mitglied beim HSV, in den Ruhestand verabschiedet. Er war zuletzt ehrenamtlich im Bereich der Mitgliederverwaltung und Datenschutz tätig.

12.11 Uhr: Während es mit den Ehrungen weitergeht, wird die aktualisierte Mitgliederzahl durchgesagt: 1306 Teilnehmer sind anwesend, 1254 sind davon stimmberechtigt. Um abstimmen zu dürfen, muss man mindestens 16 Jahre alt und bereits sechs Monate Mitglied sein.

12.07 Uhr: Nun wird den verstorbenen Mitgliedern gedacht.

HSV-Mitglieder glauben an den Aufstieg

12.02 Uhr: In der Probeabstimmung wurde übrigens gefragt, ob der HSV aufsteigt. 90,1 Prozent glauben an die Rückkehr ins Fußball-Oberhaus – ein deutliches Ergebnis.

11.59 Uhr: Noch immer hat nicht jedes Mitglied zur Probe abgestimmt. Dennoch wird die Abstimmung jetzt geschlossen. Teilgenommen haben 1011 der 1244 Anwesenden. Das heißt, es sind jetzt schon mehr HSV-Mitglieder nach Wilhelmsburg gekommen, als im Vorfeld angenommen. Und die Zahl wird weiter steigen.

11.48 Uhr: Momentan läuft die Probeabstimmung der neuen elektronischen Methode. Erste Zwischenbilanz: Modern ist nicht immer schneller... Die Wahlhelfer sind heute stark gefordert.

11.38 Uhr: Erstmals auf einer Mitgliederversammlung des HSV erfolgt die Stimmabgabe elektronisch über das eigene Smartphone und das hauseigene WLAN. Wer kein Handy dabei hat, kann sich auch am Telefon seines Nachbarn einloggen und abstimmen. Dadurch dürften die Abstimmungen deutlich schneller über die Bühne gehen als in den vergangenen Jahren.

11.33 Uhr: Gute Nachrichten für alle Ticker-Leser: Die Mitglieder haben kein Veto gegen die Teilnahme der Presse eingelegt.

11.28 Uhr: Als erster Antrag steht der Abwahlantrag des Präsidiums auf der Tagesordnung. Vorher geht es aber weiter mit den Gedenken an die Verstorbenen sowie der Feststellung der Anwesenheit. Durchgeführt wird dies vom Ehrenratsvorsitzenden und Versammlungsleiter Kai Esselsgroth.

11.21 Uhr: Als Erstes ergreift Sportstaatsrat Christoph Holstein das Wort. Er macht den Mitgliedern Hoffnung, dass das Volksparkstadion bald an das Hamburger U-Bahnnetz angebunden sein wird, wenn die geplante U5 eine Station an den Arenen bekommen wird.

HSV-Kapitän Aaron Hunt ist anwesend

11.18 Uhr: Mit großem Applaus der bislang knapp 1000 anwesenden Mitglieder wird Kapitän Aaron Hunt begrüßt, den das Abendblatt bereits auf dem Weg in die Halle gesehen hat (siehe 11.05 Uhr).

11.16 Uhr: Mit einer angekündigten 16-minütigen Verspätung eröffnet Vizepräsident Thomas Schulz die Mitgliederversammlung des HSV e.V.

11.05 Uhr: Während die Mannschaft am Nachmittag aus dem Trainingslager nach Hamburg zurückfliegt und nicht an der Mitgliederversammlung teilnehmen wird, ist der verletzte Kapitän Aaron Hunt vor Ort.

11.00 Uhr: Weil vor dem Eingang noch zahlreiche Mitglieder anstehen, beginnt die Versammlung eine Viertelstunde später, also um 11.15 Uhr.

10.45 Uhr: Moin, Moin aus der edel-optics.de-Arena in Wilhelmsburg. Allmählich füllt sich der Saal.