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Türkischer Club ist heiß auf Papadopoulos

Jairos Vertrag beinhaltet eine geheime Klausel. Becker bestätigt Lasogga-Planspiele. HSV verschiebt Testspiel wegen WM-Halbfinale.

Türken heiß auf Papa

Während seine (Noch-)Mitspieler in Bad Erlach schwitzen, arbeitet Kyriakos Papadopoulos individuell mit Athletiktrainer Carsten Schünemann im Volkspark. Der Grieche hat noch Fitnessdefizite nach seinem länderspielbedingten verlängerten Urlaub. Parallel soll er die Zeit nutzen und sich nach einem neuen Club umsehen. Denn "Papa", wie der Abwehrkoloss von den Fans liebevoll genannt wird, hat nur wenig Lust auf die Zweite Liga – und der HSV erhofft sich einen Transfererlös von mindestens fünf Millionen Euro für den 26-Jährigen.

Nach Abendblatt-Informationen ist momentan das Interesse eines türkischen Clubs am konkretesten. Dabei handelt es sich allerdings nicht um den Spitzenclub Galatasaray Instanbul, wie türkische Medien berichten. Demnach soll der türkische Rekordmeister eine Drei-Millionen-Euro-Offerte beim HSV für Papadopoulos hinterlegt haben. Das wurde auf Abendblatt-Nachfrage aber von allen Seiten dementiert. An einem vermeintlichen Angebot von Benfica Lissabon, das medial kursiert, ist ebenfalls nichts dran. Nimmt Papadopoulos nun das Angebot aus der Türkei an?

Klausel in Jairos Vertrag

Wie Lewis Holtby unterschrieb auch der neue Mittelfeldspieler Jairo Samperio nur einen Einjahresvertrag beim HSV. Dadurch können sich beide Seiten alle Optionen offenhalten. Denn ein weiteres Jahr Zweite Liga bei einer möglichen Reservistenrolle wollen weder die Hamburger noch der Spanier. Sollte Jairo jedoch voll einschlagen, könnte seine Zeit beim HSV auch ohne einen Anschlussvertrag in die Verlängerung gehen.

Denn wie der „Kicker“ enthüllte, soll sich der Kontrakt des 24-Jährigen automatisch um zwei Jahre bis 2021 verlängern, wenn Jairo auf Anhieb einen Stammplatz erobert und dem HSV der direkte Wiederaufstieg in die Bundesliga gelingt. Eine Win-Win-Situation.

Becker bestätigt Lasogga-Planspiele

HSV-Sportvorstand Ralf Becker hat bestätigt, den Vertrag mit Pierre-Michel Lasogga zu geringeren Bezpgen verlängern zu wollen. „Wir machen uns Gedanken, die Zusammenarbeit länger zu gestalten“, sagte Becker am Dienstag. „Das ist zunächst ein grundsätzlicher Austausch, Verhandlungen gibt es noch nicht.“

Lasoggas Vertrag läuft im Sommer 2019 aus. Da die Höhe seines Erstliga-Gehalts (3,4 Millionen Euro plus 15.000 Punktprämie) auch in der 2. Bundesliga gilt, möchte der Verein sein Salär in den Folgejahren dem aktuellen Niveau anpassen. Der HSV will so die hohen Belastungen in diesem Jahr strecken und auf die weiteren Jahre verteilen. Wegen des Abstiegs soll der Gehaltsetat um mehr als 20 Millionen Euro auf 30 Millionen Euro reduziert werden.

Ein Verletzter kehrt zurück...

... aber Aaron Hunt (Adduktoren) fehlt weiterhin. Während sich Douglas Santos am Dienstag wieder fit meldete, spulte Hunt ein individuelles Programm ab. Seit über einer Woche bleibt der Routinier inzwischen dem Mannschaftstraining fern. Ein Muskelfaserriss im Saisonendspurt ist nie richtig verheilt und bereitet dem Spielmacher weiterhin Probleme.

Der HSV will kein Risiko eingehen. Um einen erneuten Riss zu verhindern, lässt man Hunt daher kürzertreten. Dadurch verpasst der Ex-Bremer aber auch einen Teil der Vorbereitung. Immerhin sieht der Plan der Hamburger vor, dass Hunt noch in Österreich ins Mannschaftstraining einsteigt – und seine Fitnessdefizite aufholt.

Neben Hunt arbeiteten auch Josha Vagnoman (Bänderdehnung im Sprunggelenk) und Torhüter Julian Pollersbeck (Gesäßmuskulatur) individuell auf dem Platz in Bad Erlach. Verteidiger Tobias Knost (Pferdekuss) und Bakery Jatta (muskuläre Probleme) konnten nur ein paar Übungen im Kraftraum absolvieren. Um elf gegen elf spielen zu können, mussten Titz' Assistenten André Kilian und Maik Goebbels als Spieler eingesetzt werden.

HSV-Testspiel verschoben

Um zeitlich nicht mit dem WM-Halbfinale England gegen Kroatien (Mittwoch, 20 Uhr) zu kollidieren, wurde das für morgen im knapp 25 Kilometer entfernten Draßburg angesetzte Testspiel HSV gegen den russischen Topclub ZSKA Moskau um eine Viertelstunde auf 17.45 Uhr vorverlegt. Die bislang angeschlagenen Santos, Jatta und Vagnoman sollen dann schon wieder einsatzfähig sein, Pollersbeck und Hunt hingegen nicht. Bei Knost kann erst am Spieltag entschieden werden.

„Wir wollen gewinnen. Aber Moskau ist ein Gegner eines anderen Kalibers, mit einem hohen Spieltempo, einer hohen Qualität. Auch, wenn einige Nationalspieler nicht dabei sein werden", sagt Titz.

HSV geht in Österreich Paintball spielen

Um das Teambuilding zu stärken, lässt HSV-Trainer Christian Titz weiterhin nichts unversucht und baut immer wieder neue Elemente in die Freizeitgestaltung ein. Auch für die Zeit in Bad Erlach hegt der Coach schon Pläne. "Wir überlegen zwischen Paintball und Floß bauen, aber die Tendenz geht Richtung Paintball", kündigt Titz an.

HSV-Fanabend ein voller Erfolg

Bei Bratwurst und Bier (für die Fans) hat der HSV sich am Montagabend Zeit für seine treuen Anhänger auf dem traditionellen Fanabend genommen. Für den einen oder anderen Plausch mischten sich die Spieler unter die Anwesenden. Dabei ging kein Selfie- und Autogrammjäger leer aus.

„Wir hatten einen schönen Abend mit wieder mal vielen HSV-Fans und tollen Gesprächen. Wir wollen weiterhin ein Verein zum Anfassen bleiben und ich hoffe, dass wir den treuen Fans heute etwas zurückgeben konnten“, sagte Trainer Christian Titz.

Kiel-Spiel nahezu ausverkauft

Seit 8 Uhr läuft der freie Kartenvorverkauf für das zweite Heimspiel der Saison gegen Bielefeld am dritten Spieltag (24. bis 27. August). Unterdessen wurde der Mitglieder-Kartenvorverkauf für das Auftaktspiel gegen Holstein Kiel am 3. August (20:30 Uhr) wegen der großen Nachfrage um 14 Tage verlängert. Freiwerdende Kontingente können in dieser Zeit ausschließlich von HSV-Mitgliedern erworben werden. Momentan ist das Kontingent des HSV jedoch komplett vergriffen. Möglicherweise schöpft Kiel sein Kontingent nicht komplett aus und gibt einzelne Karten an die Hamburger zurück.

De Jong wechselt nach Katar

Der frühere Hamburger Nigel de Jong wechselt von Mainz zu Al-Ahli in die Erste katarische Liga. Die Rheinhessen hatten den auslaufenden Vertrag mit dem 33 Jahre alten Mittelfeldspieler vor knapp zwei Wochen nicht verlängert.