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Aaron Hunt erklärt, warum er beim HSV bleibt

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Der neue Kader des HSV

Der neue Kader des HSV

Wer kommt? Wer geht? Und wer spielt wo? Noch sind nicht alle Entscheidungen gefallen, doch die neue Mannschaft des HSV nimmt schon Formen an.

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Neuer Job für Hilke. Besondere Ehrung für 80.000. Mitglied. Becker plant mit Lasogga. Platzt der Fassnacht-Transfer?

Hunt erklärt, warum er beim HSV bleibt

Wie das Abendblatt am Dienstag exklusiv berichtete, ist sich Spielmacher Aaron Hunt mit dem HSV über einen neuen Vertrag bis 2020 ohne Option einig. Nur die Unterschriften fehlen noch. In der "Bild" erklärte er nun seine Beweggründe, warum er trotz des Abstiegs und anderer Offerten in Hamburg bleiben will. „Der Anreiz für mich ist sehr groß, wieder mit dem HSV aufzusteigen. Ich habe ja auch dem Verein etwas zurückzugeben“, sagte Hunt. „Ich will nicht einfach nach der gescheiterten Rettung so aus Hamburg weggehen. Will es nicht einfach so stehen lassen.“

Hunt ist vor allem von dem unter Trainer Christian Titz eingeschlagenen Weg überzeugt: „Während unseres Urlaubs in Dubai hat mich Christian Titz drei-, viermal angerufen. Wir haben viel über die Perspektive des HSV gesprochen.“

Der Kreativspieler weiß, dass der HSV in der kampfbetonten Zweiten Liga vor einer schwierigen Herausforderung steht. „Mir ist natürlich klar, dass es in Liga zwei schwer werden wird. Doch ich bin von dem vorgezeigten Weg des Vereins überzeugt. Die Zweite Liga wird ein Charakter-Test. Für uns zählt nur der Aufstieg.“

Geht Opoku nach England?

Verliert der HSV eines seiner größten Talente nach England? Aaron Opoku soll ins Blickfeld der Premier-League-Vereine FC Arsenal, FC Everton, Tottenham Hotspurs und West Ham United geraten sein, berichtet der "Guardian". Der offensive Mittelfeldspieler, der auch als Linksaußen spielen kann, habe einen Profivertrag des HSV abgelehnt und sei sehr an einem Wechsel auf die Insel interessiert.

Opoku spielte als Kind für die Hausbruch-Neugrabener Turnerschaft, bevor er 2011 in die Jugend des HSV wechselte. In der abgelaufenen Saison kam er für die U19 des HSV in der A-Junioren-Bundesliga 22-mal zum Einsatz und erzielte dabei 15 Tore. Zudem spielte er dreimal für die U21 in der Regionalliga Nord. Er durfte bereits regelmäßig bei den Profis mittrainieren. Im April feierte Opoku sein Debüt in der deutschen U-19-Nationalmannschaft. Opokus Vertrag beim HSV gilt noch bis 2019.

Hilke steigt in Merchandising-Geschäft ein

Joachim Hilke hat einen neuen Job: Der frühere Marketingvorstand des HSV ist bereits seit November als Geschäftsführer für Fanatics International tätig. Die US-Merchandising-Firma will die Marktführer Nike und Adidas angreifen, wie die Plattform "Online Marketing Rockstars" berichtet.

Anders als die großen Sportartikelhersteller erwirbt Fanatics von einem Verein die vollständigen Merchandising-Rechte und schließt mit weiteren Partnern einzelne Rechte-Deals ab. Die Firma stellt die Trikots nicht nur selbst her, sondern besitzt auch die Verkaufsstellen und betreibt die Online-Shops.

Ein Teil der internationalen Strategie werde in Hamburg unter Hilkes Führung entwickelt, heißt es in dem Bericht. Hilke (50) hatte Ende 2016 seinen Vertrag beim HSV auf eigenen Wunsch aufgelöst. Von 1998 bis 2010 war er für die Sportrechteagentur Sportfive tätig.

Jubiläumsmitglied wird verewigt

Die Solidarisierungswelle nach dem erstmaligen Abstieg des HSV reißt nicht ab. Zum Stichtag 1. Juni hat der Club erstmals die Marke von 80.000 Mitgliedern durchbrochen. Mehr als 60.000 von ihnen entfallen auf den Supporters Club, der damit ebenfalls einen neuen Rekord verbucht.

Markus Zoder wurde am Donnerstag von HSV-Vizepräsident Moritz Schaefer und Supporters-Vize Martin Oetjens im Miniatur-Wunderland als 80.000. Mitglied geehrt. Eine kleine Figur des 54-Jährigen steht jetzt im Nachbau des Volksparkstadions in der weltgrößten Modelleisenbahnanlage.

Insgesamt hat der HSV nun 81.377 Mitglieder. Seit dem Abstieg vor drei Wochen kamen mehr als 4000 hinzu. „Für dieses Bekenntnis und die langjährige Treue kann man den über 80.000 Vereinsmitgliedern gar nicht genug danken", sagte Schaefer: Mich persönlich erfüllt das mit sehr viel stolz, weil es die Einzigartigkeit des HSV deutlich macht. Meine Präsidiumskollegen und ich sehen es zudem als wichtigen Auftrag, das Vertrauen der Mitglieder zurückzuzahlen.“

Becker plant mit Lasogga

Der neue HSV-Sportvorstand Ralf Becker plant für die kommende Saison in der 2. Bundesliga mit Pierre-Michel Lasogga. Der zuletzt nach England ausgeliehene Torjäger hat trotz des Abstiegs seine Bereitschaft betont, zum HSV zurückzukehren. „Er ist bei uns unter Vertrag. Er muss sich einbringen wollen, dann könnte er ein wichtiger Baustein sein“, erklärte Becker dazu in der „Bild“-Zeitung. Lasogga sei „für die 2. Liga ein Topstürmer und sportlich superinteressant“.

Schindler keine Alternative für Fassnacht

Der HSV ist offenbar von der geplanten Verpflichtung von Christian Fassnacht abgerückt. Das berichtet die „Hamburger Morgenpost“. Der 24 Jahre alte Rechtsaußen der Young Boys Bern wolle war „unbedingt“ nach Hamburg wechseln. Doch der neue Sportvorstand Ralf Becker bevorzuge Spieler aus der Zweiten Bundesliga.

Kingsley Schindler (24) ist aber wohl nicht die Alternative. Der gebürtige Hamburger, der bei Beckers Ex-Club Holstein Kiel eine starke Saison spielte, erhielt von dem Fast-Aufsteiger ein Wechselverbot. „Natürlich möchte Kingsley Schindler gern in die Bundesliga, das verstehe ich auch. Aber die Diskussion um unsere Spieler ist damit beendet, das ist nicht verhandelbar. Um dieses Gerüst herum wollen wir frisches Blut reinbringen, den Kader gezielt verjüngen“, sagte der neue Trainer Tim Walter dem „Kicker“.

Albertz kickt vor der Uno

Er hat es noch einmal getan – für eine gute Sache: Ex-HSV-Profi Jörg Albertz und andere frühere Bundesligastars wie Lothar Matthäus, Paulo Sergio, Wynton Rufer und Pavel Pardo haben gemeinsam mit UN-Diplomaten bei einem Mini-Turnier der Vereinten Nationen in New York für den Fußball geworben – und für einen deutschen Sitz im Sicherheitsrat.

Video mit Albertz-Szenen

Matthäus spielte mit dem deutschen UN-Botschafter Christoph Heusgen und anderen im Team Europa, das sich im Finale nach Elfmeterschießen dem Team Afrika geschlagen geben musste. Unparteiische bei dem Mini-Turnier auf einem Kleinfeld auf einer Wiese vor dem UN-Hauptquartier in Manhattan war Bibiana Steinhaus, Welt-Schiedsrichterin 2017.

Ziel der Initiative war es nach Angaben der Deutschen Fußball Liga (DFL), nur wenige Wochen vor dem Start der Weltmeisterschaft in Russland (14. Juni bis 15. Juli) die Leidenschaft für den Fußball bei den UN zu entfachen. Die deutsche UN-Vertretung wollte mit der Veranstaltung zudem für die Kandidatur Deutschlands für den UN-Sicherheitsrat werben. Die Wahl steht am kommenden Freitag an.

Für den Klassenerhalt: Jansen setzte Gesundheit aufs Spiel

Marcell Jansen (32) setzte für den Klassenerhalt des HSV 2014 seine Gesundheit aufs Spiel. Das gab der frühere Nationalspieler jetzt in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur preis. „Die Wahrheit ist, ich hätte damals nicht einmal die Relegation spielen dürfen. Ich kam zurück nach einer Verletzung mit gerade einmal zwei Trainingseinheiten. Ich bin froh, dass es sich für den HSV ausgezahlt hat und für mich keine Schäden geblieben.“

Jansen war zuvor infolge eines Außenbandanrisses im Sprunggelenk kaum zum Einsatz gekommen. Im Relegationshinspiel gegen Fürth wurde er für die letzte halbe Stunde eingewechselt, im Rückspiel spielte er 90 Minuten durch.

Bundestrainer Joachim Löw berief ihn wegen der Verletzungsprobleme nicht in seinen Kader für die WM in jenem Jahr. Jansen wurde bei den WM-Turnieren 2006 und 2010 mit der DFB-Elf Dritter. 2008 erreichte er bei der EM Platz zwei. 2015 beendete er seine Karriere im Alter von 29 Jahren.

( HA )

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