HSV beim VfB Stuttgart

1:1 – HSV bleibt auch am 28. Spieltag Tabellenletzter

Ambrosius legt bei Debüt zum Ausgleich auf. Holtby hatte die Führung besorgt. Gouaida und Waldschmidt überraschend in der Startelf.

Stuttgart. Zweites Spiel, zweite überraschende Aufstellung: HSV-Trainer Christian Titz stellt den HSV für das Auswärtsspiel in der Fußball-Bundesliga beim VfB Stuttgart erneut auf den Kopf und bringt im Vergleich zur 1:2-Niederlage gegen Hertha BSC am vergangenen Spieltag drei neue Spieler in der Startelf.

Dabei kommt Verteidiger Stephan Ambrosius sogar zu seinem Bundesliga-Debüt. Zuvor war der 19-Jährige zumindest dreimal in den Profikader berufen worden. Bei seinem ersten Auftritt auf großer Bühne bekommt es Ambrosius mit Mario Gomez und damit direkt mit einem Hochkaräter zu tun.

Mit Mohamed Gouaida steht ein weiterer Spieler der Regionalliga-Mannschaft von Beginn an auf dem Platz. Für den franko-tunesischen Mittelfeldspieler ist es der erste Einsatz für den HSV in der Bundesliga seit mehr als drei Jahren (beim 0:3 in Hoffenheim am 13. März 2015).

"Mo (Gouaida/Anm.d.Red.) hat sich in den letzten Wochen und Monaten sehr gut in der U21 präsentiert", sagte Titz kurz vor dem Anpfiff bei Sky zu seiner Personalentscheidungen. Gleiches gelte für Ambrosius.

Waldschmidt ist die einzige Sturmspitze

Außerdem rückt Luca Waldschmidt im 4-1-4-1-System in den Angriff. Weichen für das Trio müssen Rick van Drongelen, Tatsuya Ito und Fiete Arp, die zunächst auf der Bank Platz nehmen. Kyriakos Papadopoulos (Kniebeschwerden) steht trotz Begnadigung nicht im Aufgebot.

In der Mercedes-Benz-Arena ist der Tabellenletzte HSV ein weiteres Mal zum Siegen verdammt, um den sieben Punkte großen Abstand auf den Relegationsplatz nach Möglichkeit zu verringern.

"Für uns ist eines klar: Wir haben nichts mehr zu verlieren, deswegen wollen wird den Weg nach vorne suchen", kündigte Titz wenige Minuten vor dem Anstoß an. Den Gegner habe er penibel analysiert: "Wir haben eine Idee, wie wir den VfB vorne anlaufen wollen."

Titz über Chefkritiker Papadopoulos: "Jähzorn ist gut"