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Fiete Arp mit Chelsea einig? Das sagen Milewski und Gisdol

HSV-Trainer Markus Gisdol analysiert den 3:0-Sieg gegen Hoffenheim und äußert sich zu den Wechselgerüchten um sein Sturmjuwel.

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Das Megatalent des HSV soll nach England wechseln. Chelsea wurde bei U-17-WM auf Arp aufmerksam – und stach andere Clubs aus.

Hamburg/London. Verliert der HSV schon im Sommer 2018 zum Zeitpunkt der Fußballweltmeisterschaft in Russland sein größtes Talent, das aus dem eigenen Internat stammt? Nach englischen Medienberichten steht der FC Chelsea vor einer Verpflichtung von Fiete Arp (17). Der Offensivspieler des HSV hatte demnach schon im Sommer ein Angebot des englischen Spitzenclubs, hat aber abgelehnt, weil er noch Erfahrungen in der Bundesliga sammeln wolle. Das deckt sich mit Abendblatt-Informationen.

Wie es jetzt allerdings unter anderem im "Daily Mirror" heißt, soll Arp sich mit den Londonern über einen Wechsel einig sein. Dabei habe Chelsea, das vom russischen Milliardär Roman Abramowitsch finanziell unterstützt wird, andere englische Clubs ausgestochen. Unter ihnen sollen das von Pep Guardiola trainierte Manchester City und der FC Arsenal sein. ManCity führt die englische Liga derzeit an. Dort spielen bereits die deutschen Profis Leroy Sané und Ilkay Gündogan.

Milewski bestreitet, Gisdol beruhigt

Arps Berater Jürgen Milewski (60) bestritt allerdings auf Abendblatt-Nachfrage, dass es eine Einigung mit Chelsea gebe: "Da ist überhaupt nichts dran, diese Geschichte stimmt einfach nicht." Zur weiteren Karriereplanung seines Schützlings wollte sich der frühere HSV-Profi (171 Bundesligaspiele) allerdings nicht äußern. Arps Vertrag gilt bis 2019. Entscheidet sich der Stürmer gegen einen Verbleib in Hamburg, müsste ihn der HSV bereits im kommenden Sommer verkaufen, um sich noch eine stattliche Ablöse zu sichern.

Wenn es nach Trainer Markus Gisdol geht, sollte der HSV finanziell an die Schmerzgrenze gehen, um das Toptalent zu halten. Er sei zuversichtlich dass Sportchef Jens Todt und der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen "schon die richtigen Dinge in die Wege leiten, dass alles maximal ausgeschöpft". Zugleich stellte Gisdol die Glaubwürdigkeit des Zeitungsberichts infrage: "Es ist ja irgendwie Vorweihnachtszeit. Manche schreiben da abenteuerliche Dinge, und es wird noch viele abenteuerliche Dinge nicht nur über den Spieler geben, die man dann auch nicht alle kommentieren muss. Das ist dann irgendwie fast auch lächerlich manchmal."

Die englischen Vereine hatten ihre Spione offenbar bei der U-17-Weltmeisterschaft, wo Arp mit der deutschen Nationalmannschaft zwar nicht den Titel holte, aber fünf Tore schoss. Arp bereitet sich in Hamburg neben seinem Training mit den Profis auf sein Abitur vor, das er 2018 ablegen soll. In der Bundesliga hat Arp bislang zwei Tore erzielt.

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