HSV-Einzelkritik

"Master of Grätsche" macht Debütant Arp glücklich

Douglas Santos als Betrüger, zwei Profis als Schatten ihrer selbst. Die HSV-Spieler nach dem 1:2 in Berlin in der Einzelkritik.

Berlin. Der HSV hat in Berlin die siebte Niederlage im zehnten Saisonspiel der Fußball-Bundesliga kassiert (1:2). Hier sind die HSV-Profis in der Einzelkritik.

Christian Mathenia: Zweimal chancenlos, hielt aber herausragend gegen Selke.

Dennis Diekmeier: Belohnte sich selbst mit seiner starken Flanke vor dem 1:2..

Mergim Mavraj: Solide. Nicht mehr, diesmal aber auch nicht weniger.

Kyriakos Papadopoulos: Ließ sich vor dem 0:2 überspringen, blieb aber Master of Grätsche. Bereitete zudem Arps ersten Bundesligatreffer mustergültig vor.

Rick van Drongelen: Muss vermutlich beim Fanclubtreffen am Sonntag erklären, warum er Gegenspieler Niklas Stark beim Eckball vor dem 0:1 laufen ließ. Ansonsten aber sehr solide.

Douglas Santos: Berliner Betrüger. Spielte zwischendurch immer wieder wie ein brasilianischer Olympiasieger auf – und tauchte dann wieder im Stile eines Lust-und-Laune-Strandfußballers von der Copacabana ab.

Albin Ekdal (bis 56.): Grundsolider Auftritt, auch wenn sich der Schwede mit Papadopoulos die Schuld vor dem 0:2 teilen durfte.

Tatsuya Ito (ab 56.): Sollte für neuen Wind sorgen – und sorgte kurzzeitig für einen regelrechten Orkan. Am Ende flaute der Sturm wieder ab.

Gotoku Sakai: Oh Captain, mein Captain. Unermüdlicher Antreiber.

André Hahn (bis 67.): Hatte die größte Chance im ersten Durchgang, als der Ball statt im Tor im Seitenaus landete.

Aaron Hunt (ab 67.): Wurde vor seiner Einwechslung schmerzlich vermisst.

Filip Kostic: Ein Weltmeister im guten Ansatz und schlechten Finish.

Bobby Wood (bis 56.): Völlig chancenlos gegen die Berliner Mauer. Musste wegen Knieproblemen lange Zeit um seinen Einsatz zittern und war dann dabei, ohne wirklich dabei zu sein.

Fiete Arp (ab 56.): Er kam, sah und traf – als jüngster Torschütze der Hamburger Bundesligageschichte. Da wächst ein Großer heran.