HSV-Splitter

Kaufangebote für Wood: Kind entlockt Gisdol Bestätigung

Mathenia-Aus und Wood-Angebote: HSV-PK vor Augsburg

HSV-Trainer Markus Gisdol erklärt, wie seine Mannschaft auch gegen ein "Kellerkind" bestehen will.

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Gisdol spricht Klartext in der Torwartfrage, "Papa" will bleiben. DFL-Boss attackiert HSV-Ultras. Löw glaubt an Rettung des Dinos.

Papadopoulos will beim HSV bleiben

Kyriakos Papadopoulos will auch nach seiner Leihzeit für den HSV auflaufen. "Ich bin froh, hier zu sein und würde gerne bleiben. Aber es liegt nicht in meinen Händen", sagt der von Bayer Leverkusen ausgeliehene Innenverteidiger. Trainer Markus Gisdol machte dem 25-Jährigen Hoffnung, seinen Wunsch zu erfüllen. "Wir werden alles dafür tun, ihn zu halten. Er ist ein super Typ und sehr wichtig bei uns."

Dass der HSV Papadopoulos im Sommer fest verpflichten will, ist für die griechische Abwehrkante ein logischer Schritt. "Es ist ganz normal, dass der Verein dich kaufen will, wenn du gute Leistungen bringst." Auch sein Noch-Arbeitgeber Leverkusen signalisierte Gesprächsbereitschaft. „Es ist alles offen, jede Möglichkeit ist denkbar“, sagte Bayer-Geschäftsführer Oliver Schade dem "Express".

Gisdol will "Papa" halten – Grieche: "Ich möchte bleiben"
Gisdol will "Papa" halten – Grieche: "Ich möchte bleiben"
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Gisdol bestätigt Angebote für Wood

Bleibt Bobby Wood über das Saisonende hinaus beim HSV? Die Hamburger haben erstmals öffentlich Angebote für den US-Stürmer bestätigt. "Andere Clubs wollen ihn kaufen", sagte Trainer Markus Gisdol und unterstrich zugleich: "Er möchte nicht wechseln und fühlt sich wohl bei uns. Oftmals geht es aber auch ums Geld und vor allem seine Zukunft."

Wood wechselte im Sommer für 3,5 Millionen Euro von Union Berlin zum HSV. In seiner ersten Bundesliga-Saison setzte sich der schnelle Angreifer auf Anhieb durch und ist mit fünf Treffern Top-Torschütze der Hanseaten. In den vergangenen Wochen hielten sich hartnäckig die Gerüchte, dass Leverkusen, Dortmund und Gladbach Interesse an Wood hätten.

Trotz einer kolportierten Ausstiegsklausel, wonach der 24-Jährige im Sommer für geschätzte zwölf Millionen Euro den Verein verlassen könnte, ist Gisdol optimistisch, Wood von einem Verbleib in Hamburg überzeugen zu können. "Ich glaube schon, dass wir eine gute Chance haben, ihn zu halten."

Gisdol bestätigt Kaufangebote für HSV-Stürmer Wood
Gisdol bestätigt Kaufangebote für HSV-Stürmer Wood
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Gisdol: Mathenia kann nicht spielen

Weil Christian Mathenia verletzt ausfällt, wird Tom Mickel am Sonntag in Augsburg (15.30 Uhr) das HSV-Tor hüten. Das bestätigte Gisdol auf der Pressekonferenz. "Wir haben heute entschieden, dass es nicht geht", sagte der Trainer über Mathenia. "Es hat keinen Sinn, er kann nicht mal richtig Fahrradfahren. Es ist utopisch, dass er spielt." Da auch Stammtorwart René Adler (Rippenbruch) noch nicht einsatzfähig ist, rückt die Nummer drei zwischen die Pfosten. "Wir sind froh, dass wir ihn haben", so Gisdol.

Auch Adler sieht darin kein Problem. „Ich bin absolut überzeugt, dass Tom in Augsburg einen guten Job macht“, meinte der Ex-Nationaltorwart. Mickel fühlt sich ebenfalls gewappnet. „Ich bin bereit“, sagte der Stammkeeper des HSV-Regionalligateams. Kurios: Schon sein erstes Bundesliga-Spiel hat er mit dem HSV am letzten Spieltag der vorigen Saison in Augsburg bestritten – und mit 3:1 gewonnen. "Das manchmal solche Geschichten im Fußball geschrieben werden, ist schön für ihn", sagte Gisdol.

Mickel: „Die Voraussetzungen sind diesmal ganz andere. Im Vorjahr ging es für uns um nichts mehr. Diesmal ist es umgekehrt." Denn der HSV (33) hat nach zuletzt zwei Pleiten nur einen Punkt mehr als der FCA (32) und würde bei einer erneuten Niederlage auf den Relegationsplatz abrutschen.

"Es ist utopisch": Gisdol verkündet Mathenia-Aus
"Es ist utopisch": Gisdol verkündet Mathenia-Aus
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Löw glaubt an HSV-Rettung

Bei der Kochbuchpräsentation von Joachim Löw und Tim Mälzer durfte ein Thema natürlich nicht unangesprochen bleiben: nur der HSV! „Der Verein wird es auch in diesem Jahr schaffen, sich zu retten", so das Urteil von Bundestrainer Löw. "Zumindest auf einen Relegationsplatz, denn mit solchen Spielen haben sie ja schon Erfahrung.“

DFL-Boss attackiert HSV-Ultras

Nach dem erneuten Pyrotechnik-Eklat von HSV-Ultras im Volksparkstadion beim Heimspiel gegen Darmstadt (1:2) hat DFL-Boss Christian Seifert die Hamburger Fanszene scharf kritisiert. „In Wahrheit sind diese Personen die Totengräber der Fankultur, um die es ihnen angeblich geht“, wettert der DFL-Geschäftsführer, der Teilen der Ultra-Szene eine Anmaßung in den Fußballstadien unterstellt. „ Es geht hier um das Ausloten persönlicher und vielleicht juristischer Grenzen unter dem Deckmantel der Fußballkultur“, meint er und gewinnt dem Vorschlag von DFB-Präsident Reinhard Grindel, Stehplatztribünen zu reduzieren, keinen Nutzen ab: „Es ist kontraproduktiv, über Stehplatzverbote zu spekulieren. Das führt wieder nur zu irgendwelchen Solidarisierungstendenzen.“

Den Grund für die Exzesse sieht Seifert im mangelhaften Handlungsspielraum der Clubs und der Polizei: „Eine Besserung ist schwer zu erreichen, wenn in Madrid Täter für vier Monate ins Gefängnis gehen, aber bei uns in Deutschland Busse mit Schlagstöcken, Schlagringen und brennbaren Materialien aufgehalten werden, und dann werden nur die Personalien aufgenommen und die Leute nach Hause geschickt.“

Ultras nutzten ein Vakuum zwischen Klubs, DFB und Behörden. „In einem Stadion von 50.000 Zuschauern reichen 50, die dem Spiel den Charakter geben. Perfide ist: Diese 0,1 Prozent finden sich sau-cool — das ist das Kernproblem. Mit Prävention sind die nicht mehr zu erreichen.“ Ein „Patentrezept“ könne er nicht liefern. „Das Problem sind nicht die Stehplätze. Sondern manche, die da stehen. Die müssen ihr Verhalten ändern oder dürfen künftig da nicht mehr stehen.“

Schöne Choreografien, wie sie die Ultra-Szene oftmals darbietet, seien keine Kompensation: „Da verzichte ich lieber auf eine Choreografie, wenn der Preis dafür Gewalt-Exzesse und Pyro sind.“ Darum fordert er die Klubs zum strikten Vorgehen auf: „Da braucht es den Willen von allen Seiten. Die anderen 50.000 im Stadion und die DFB tun mehr für die Fußballkultur als die, die Böller abschießen oder Plakate hochhalten oder Raketen in die Blocks schießen.“

Adlers Comeback rückt näher

Hoffnung für den HSV im Abstiegskampf: Bei Stammtorhüter René Adler verdichten sich die Anzeichen auf ein baldiges Comeback in der entscheidenden Saisonphase. „Ich bin froh, dass der Heilungsprozess gut voranschreitet und werde nun alles daran setzen, so schnell wie möglich wieder dabei zu sein. Natürlich muss man den weiteren Verlauf abwarten, aber mein Ziel ist es, der Mannschaft zum Saisonfinale wieder helfen zu können“, wird Adler auf hsv.de zitiert.

Der 32-Jährige hatte sich nach seinem am 4. April erlittenen Rippenbruch am Mittwoch einer Nachuntersuchung in einem Hamburger Krankenhaus unterzogen. Danach kann Adler schon in dieser Woche wieder mit torwartspezifischen Übungen beginnen. Das nächste Heimspiel gegen Mainz (7.5.) kommt für den Routinier wohl noch zu früh. Verläuft alles nach Plan dürfte Adler aber bereits auf Schalke (13.5.) wieder zwischen den Pfosten stehen.

Scouts planen die Zukunft

Am Mittwoch kamen sämtliche HSV-Scouts im Volkspark zusammen, um die Planungen für die kommende Saison zu besprechen. Neben den Chefscouts Benjamin Schmedes und Michael Schröder schaute natürlich auch Sportchef Jens Todt beim Treffen der Talentspäher vorbei. Kernmarkt von Hamburgs Scouts sollen auch weiterhin Bundesliga, Zweite Liga und U19-Bundesliga bleiben.

Nur noch nicht-öffentlich

Obwohl der HSV erst am Sonntag in Augsburg spielen muss, wurden sämtliche Trainingseinheiten bis zum Abstiegsgipfel als „nicht-öffentlich“ deklariert.

Zwote rückt auf Platz drei vor

Die U21 des HSV hat in der Regionalliga Nord Platz drei erobert. Das Team von Trainer Dirk Kunert gewann am Mittwoch im Nachholspiel gegen Eintracht Braunschweig II mit 2:1 (1:0). Profi-Leihgabe Luca Waldschmidt (32.) und Young-Jae Seo (83.) erzielten die Tore.

Für Waldschmidt war es im fünften Regionalliga-Einsatz bereits sein vierter Treffer. In der Bundesliga wartet der 20-jährige Stürmer dagegen weiter auf seinen ersten Torerfolg.

Halilovic bleibt Kurzarbeiter

Für Alen Halilovic läuft es bei UD Las Palmas weiterhin nicht rund. Am Mittwochabend wurde die HSV-Leihgabe bei der 0:3-Schlappe bei Abstiegskandidat Leganes erst in der 77. Minute eingewechselt. Zu diesem Zeitpunkt war die Niederlage bereits besiegelt.

Damit stand Halilovic bei Las Palmas seit seinem Wechsel im Winter erst einmal über die volle Distanz auf dem Platz. Vom HSV ist der 20-jährige Kroate noch bis zum 30. Juni 2018 nach Spanien verliehen.