HSV

René Adler gibt nach seinem Blut-Schock halbe Entwarnung

Matz ab live nach dem Spiel in Dortmund

Die HSV-Experten Marcus Scholz und Uli Pingel analysieren das Spiel beim BVB gemeinsam mit Ex-Profi Marcell Jansen.

Video: abendblatt.tv
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Der Torhüter war beim dritten Gegentreffer in Dortmund mit Pierre-Emerick Aubameyang zusammengeprallt. Sorgen um Albin Ekdal.

Hamburg. Leichtes Aufatmen beim HSV und René Adler: Der Torhüter hat sich bei der 0:3 (0:1)-Niederlage am Dienstagabend bei Borussia Dortmund nicht so schwer verletzt wie befürchtet.

Der 32 Jahre alte Schlussmann habe eine Prellung des Brustkorbs erlitten, teilte der norddeutsche Fußball-Bundesligist nach einer eingehenden Untersuchung des Keepers am Mittwochmorgen via Twitter mit. Zunächst war eine Lungenverletzung befürchtet worden.

Hoffnung auf einen Einsatz gegen Hoffenheim

Adler war in der dritten Minute der Nachspielzeit vor dem Treffer zum 0:3 mit dem Torschützen Pierre-Emerick Aubameyang zusammengeprallt und später in ein Krankenhaus gebracht worden, weil er Blut gespuckt hatte.

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Damit besteht Hoffnung, dass der Keeper am Sonnabend (15.30 Uhr/Liveticker auf abendblatt.de) im Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim schon wieder eingesetzt werden kann.

Aushilfsverteidiger Ekdal droht Ausfall

Bei Albin Ekdal, der sich in der Entstehung des 0:2 durch Shinji Kagawa eine schwere Verletzung im Oberschenkel zugezogen hat (Verdacht auf Muskelfaserriss), ist die Hoffnung dagegen gering. Eine genaue Diagnose gibt es bei dem Mittelfeldakteur aber noch nicht.

"Ich kann weder etwas zu Adlers, noch zu Ekdals Verletzung sagen“, zitierte der HSV seinen Trainer Markus Gisdol bei Twitter. "Eine Diagnose kommt heute noch zu früh.“ Im TV-Sender Sky hatte Gisdol zuvor gesagt, bei Adler habe es "nicht gut ausgesehen“.

Die Bilder des Spiels:

Wird Defensiv-Trio rechtzeitig fit?

In Dortmund musste der Coach bereits auf einige Spieler verzichten. Nicolai Müller, Kyriakos Papadopoulos, Gideon Jung und Johan Djourou fielen aus.

Während für Müller im schlimmsten Fall die Saison beendet sein könnte, wird sich bei letztgenanntem Trio in den nächsten Tagen herausstellen, ob es für einen Einsatz gegen Hoffenheim in Frage kommt.

Djourous Absage wirft Fragen auf

Spannend dürfte vor allem die Causa Djourou sein, der sich am Dienstagvormittag bereits zum dritten Mal in dieser Saison kurzfristig für ein Pflichtspiel abgemeldet hatte. Die Leiste würde zwicken, gab der Schweizer im jüngsten Fall an.

Was der Schwabe da allerdings noch nicht wusste: Nach dem gemeinsamen Frühstück meldete sich mit Johan Djourou auch noch Innenverteidiger Nummer drei ab. Die Leiste würde zwicken, so der Schweizer.

Gisdol öffnet Raum für Spekulationen

Die Abmeldung wird beim HSV auch deshalb hinterfragt, weil Djourou seinen Trainer erst kürzlich in einem Interview öffentlich kritisiert hatte. "

Er hat gesagt, er habe Schmerzen, er könne nicht spielen. Mehr kann ich dazu nicht sagen“, ließ Gisdol nach dem Spiel in Dortmund wissen und öffnete damit Raum für Spekulationen.

Durch Djourous Ausfall musste Gisdol im Signal Iduna Park improvisieren und Ekdal als Partner neben dem einzig verbliebenen etatmäßigen Innenverteidiger Mergim Mavraj aufbieten.

Janjicics Bundesligadebüt geht unter

Regionalliga-Verteidiger Ashton Götz wurde zwar nachnominiert, kam gegen die Borussia allerdings nicht zu seinem zweiten Saisoneinsatz. Sein Debüt feierte dafür der junge Schweizer Vasilije Janjicic, der in der 83. Minute für Ekdal eingewechselt wurde.

Nicht auszuschließen, dass Gisdol gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber Hoffenheim erneut umdisponieren muss. Im Tor stünde mit Christian Mathenia (acht Saisonspiele) aber immerhin ein erfahrener Ersatzmann bereit.