HSV-Einzelkritik

Waldschmidt brauchte lange und Halilovic kam zu spät

Während der eine Routinier da weitermachte, wo er gegen Leipzig aufhörte, patzte ein anderer folgenschwer. Müller am Tiefpunkt.

Freiburg/Hamburg. Bei der erneut späten Niederlage in Freiburg präsentierte sich der HSV vor allem in der zweiten Halbzeit schwach - das stieß auch Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer bitter auf. Hier ist die Abendblatt-Einzelkritik nach dem 0:1.

René Adler: Ausgerechnet der Routinier patzt in dieser wichtigen Phase. Sein Fehler brachte den HSV in Rückstand. Wie schon beim 0:4 gegen Leipzig...

Gotoku Sakai: Sprühte wie immer vor Fleiß, konnte sich aber häufig nicht entscheiden, mit welchem Fuß er flanken soll. Entschied sich dann fast immer falsch.

Johan Djourou: Der Spielführer zeigte nach seinen Aussetzern gegen Leipzig zunächst die richtige Reaktion. Vorm 0:1 schlief er aber.

Emir Spahic: Spielte fast fehlerfrei. Beim 0:1 war aber auch er nicht wach genug.

Douglas Santos: Erstaunlich, wie schnell sich der junge Brasilianer an den deutschen Fußball gewöhnt. Spielte schnörkellos.

Die Bilder vom Spiel:

Albin Ekdal: Rückte überraschend für Holtby ins Team und dürfte sich nach der kampfstarken Leistung seinen Platz zurückerobert haben. Trotz der Pleite.

Gideon Jung: Für so eine wichtige Position kommt von ihm einfach zu wenig.

Nicolai Müller (bis 76.): Vor genau einem Jahr begann mit dem Tor in Gladbach am vierten Spieltag sein Höhenflug. Jetzt ist er am Tiefpunkt angekommen.

Alen Halilovic (ab 76.): Kam zu spät.

Aaron Hunt: Machte so weiter, wie er gegen Leipzig aufgehört hatte: schwach.

Luca Waldschmidt (bis 62.): Brauchte bei seiner Startelfpremiere lange, um Bindung zu finden. Gefiel mit einigen Aktionen.

Michael Gregoritsch (ab 62.): Vergab per Kopf die einzige Ausgleichschance.

Bobby Wood (bis 77.): Nur der Pfosten verhinderte sein drittes Saisontor. Es war allerdings seine einzige gute Aktion.

Pierre-Michel Lasogga (ab 77.): Brachte keinen neuen Schwung.