Bundesliga

HSV steigt verstärkt ins China-Geschäft ein

Auf nach China: HSV-Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer

Auf nach China: HSV-Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer

Foto: TimGroothuis / Witters

Neue Kooperation mit Club aus Hamburgs Partnerstadt Shanghai vereinbart. Ein HSV-Experte ist in China besonders gefragt.

Hamburg. Es ist das neue Zauberwort in der Fußball-Bundesliga: China! Das Geschäft und schon jede Kooperation mit dem Reich der Mitte oder anderen asiatischen Fußball-Nationen elektrisiert die deutschen Top-Clubs. Borussia Dortmund spielt in China Test-Partien gegen namhafte, meist englische Premier-League-Clubs, der FC Bayern hat eigene Asien-Beauftragte, die DFL verkauft TV-Rechte nach Fernost. Und der Hamburger SV, der Vorzeigeverein einer Stadt, in der es Hunderte chinesische Firmen gibt?

Der HSV geht jetzt denselben Pfad. Der Club hat mit dem chinesischen Super League-Club SIPG aus Shanghai einen Kooperationsvertrag geschlossen. Kern der langfristig angelegten Zusammenarbeit soll ein Wissensaustausch sein, der beiden Vereinen durch verschiedene Projekte sportliche Weiterentwicklung bringen soll.

„Der Hamburger SV ist ein traditionsreicher Verein, der seit mehr als 50 Jahren in einer der stärksten Ligen der Welt spielt. Von dieser enormen Erfahrung können wir beim Aufbau unseres noch jungen Clubs profitieren“, sagt SIPG-Präsident Sui Guoyang, der am vergangenen Wochenende mit einer Delegation aus Shanghai in Hamburg zu Gast war.

„China ist auf dem Weg, den Fußball professionell zu entwickeln, dies birgt auch für die Bundesliga und den HSV ein enormes Potenzial“, erklärte HSV-Marketingvorstand Joachim Hilke am Mittwoch.

Die Kooperation soll Jahr für Jahr ausgebaut werden. Zentraler Punkt ist der sportliche Aspekt, bei dem HSV-Direktor Sport Bernhard Peters seine Erfahrung und Expertise in den Aufbau des Nachwuchs- und Trainerbereiches einbringen will. Darüber hinaus geht es um den Wissensaustausch im Managementbereich.