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Verhandlungen mit Stuttgart: Lösung mit Kostic naht

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Henrik Jacobs
Möchte seine sieben Sachen für Hamburg packen: Stuttgarts Flügelflitzer Filip Kostic

Möchte seine sieben Sachen für Hamburg packen: Stuttgarts Flügelflitzer Filip Kostic

Foto: Imago/Sportfoto Rudel

VfB will den Fall schnell lösen. HSV-Trio sichtet Spieler bei der U19-EM. Labbadia reist mit Rumpfkader zum Test nach Rostock.

Hamburg.  Mit drei Mitarbeitern reist der HSV an diesem Freitag nach Baden-Württemberg. Neben Co-Trainer Bernhard Trares werden auch die Scouts Michael Schröder und Harald Spörl vor Ort sein. Ziel des Betriebsausflugs ist nicht etwa die Landeshauptstadt Stuttgart, um dort mit Wunschspieler Filip Kostic (23) vom VfB zu verhandeln. Ziel sind die Stadien in Aalen und Ulm, in denen die U-19-EM-Spiele zwischen der Niederlande und England sowie Kroatien gegen Frankreich ausge-tragen werden. Der HSV hält weiter Ausschau nach Talenten. „Es ist wichtig, einen Überblick zu bekommen“, sagte Bruno Labbadia.

Für den Trainer der Hamburger geht es an diesem Freitag nach Mecklenburg-Vorpommern. Bei Drittligist FC Hansa Rostock (18 Uhr/Sport1) trägt der HSV sein viertes Testspiel der laufenden Vorbereitung aus. Ein Test, der deutlich macht, wie viel Arbeit der Verein bei der Kaderplanung noch vor sich hat. „Wir haben momentan nur 15 bis 16 Feldspieler zur Verfügung, da ist nicht viel Raum, um zu experimentieren“, klagt Labbadia.

Es fehlen noch hochkarätige Neuzugänge

Hochkarätige Neuzugänge fehlen ebenso noch wie die Nationalspieler Johan Djourou, Albin Ekdal, Bobby Wood und Zoltan Stieber, die erst am kommenden Freitag zum ersten Leistungstest erwartet werden. Labbadia macht sich sechs Wochen vor dem Start der Vorbereitung aber keine Sorgen um das noch dünne Kadergerüst. „Ich bin da entspannter geworden, weil ich es nicht ändern kann. Wenn mehrere Parteien an einem Transfer beteiligt sind, ist das manchmal so“, sagte der Coach auch in Anlehnung an den anhaltenden Transferpoker um Kostic. Stuttgarts neuer Sportvorstand Jan Schindelmeiser bestätigte am Donnerstag, dass neben dem HSV noch zwei Clubs aus dem Ausland (FC Valencia und Inter Mailand) Interesse an dem Serben hinterlegt hätten. Vom Training des VfB Stuttgart ist der Linksaußen weiter freigestellt.

„Der Junge verhält sich absolut korrekt. Er hat klar den Wunsch geäußert, den Verein verlassen zu wollen – und diesem Wunsch werden wir auch entsprechen. Wir wollen das lösen. Und je schneller es gelöst ist, desto besser“, sagt Schindelmeiser. Gut möglich, dass sich der VfB und der HSV auf eine Ablöse von etwa 14 Millionen Euro einigen.

Der pfeilschnelle Kostic soll beim HSV auf der linken Seite den Gegenpart zu Nicolai Müller bilden. Der Rechtsaußen konnte am Donnerstag nach seiner Knieverletzung wieder mit dem Ball trainieren. Müller will schon in Rostock wieder zur Mannschaft gehören. „Ich fühle mich wieder gut und hätte Bock zu spielen“, sagte der 28-Jährige. Labbadia will darüber vor der Partie entscheiden. Viele Alternativen hat er derzeit zumindest nicht.

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