HSV

Hunt: "Ich quäle mich schon seit Wochen"

Aaron Hunt versucht, rechtzeitig fit zu werden

Aaron Hunt versucht, rechtzeitig fit zu werden

Foto: dpa

Am Sonnabend gegen Darmstadt muss Trainer Labbadia möglicherweise auf den Mittelfeldspieler mit Knieverletzung verzichten.

Hamburg. Aaron Hunt war bemüht, gute Miene zu machen, als er am Mittwochmittag vom Trainingsplatz kam. Zahlreiche Fans wollten noch Fotos mit dem Spielmacher des HSV schießen. Also lächelte Hunt in die Smartphones der Anhänger. Zum Lachen war Hunt allerdings nicht zumute. Erneut konnte der 29-Jährige nur ein individuelles Training bestreiten. Ein paar lockere Runden um den Platz, ein paar Übungen mit dem Ball. Mehr war nicht drin. Eine Knieprellung mit einem Einriss in die Fettstruktur macht Hunt seit dem Spiel gegen Hannover zu schaffen. „Es zwickt noch ein wenig", sagte er nach der Einheit.

Ob er am Donnerstag wieder mit der Mannschaft trainieren kann, ist noch unklar. Bitter für Hunt, der in der vergangenen Woche erstmals seit langer Zeit wieder mehrere Tage am Stück das Programm mit der Mannschaft mitmachen konnte. „Es ist verflucht“, sagte Hunt am Mittwoch. „So eine Phase hatte ich in meiner Karriere noch nie. Ich quäle mich seit Wochen und das wird wohl noch bis Saisonende so bleiben.“ Wegen anhaltender Rückenprobleme, die auf seine Muskulatur ausstrahlten, konnte Hunt nach der Winterpause nur eingeschränkt mit der Mannschaft trainieren. In den Spielen ist ihm die fehlende Frische deutlich anzumerken. „Ich komme nicht in den Rhythmus, das nervt."

Wo genau die Ursachen für die ständigen Probleme liegen, weiß Hunt nicht. „Es ist schwierig zu sagen. Meine Mandeln müssen raus. Vielleicht hat das damit etwas zu tun." Nach der Saison hofft Hunt auf eine vollständige Genesung. „Wichtig ist, jetzt schnell die nötigen Punkte zu holen. Vielleicht hören die Qualen dann endlich auf." Gegen Darmstadt wird Trainer Bruno Labbadia möglicherweise auf Hunt verzichten und mit Michael Gregoritsch einen frischen Mann aufstellen. Der junge Österreicher könnte der Mannschaft mit seiner Größe (1,93 Meter) gegen die kopfballstarken Darmstädter um Sandro Wagner und Aytac Sulu helfen.

Keine Sorgen muss sich Trainer Labbadia um Mittelfeldmann Albin Ekdal machen. Der Schwede konnte am Mittwoch nach einem Trainingsunfall tags zuvor zwar auch nur individuell trainieren, das lädierte Knie macht aber keine großen Probleme mehr. „Es ist alles gut", sagte Ekdal anschließend. Sein Einsatz gegen Darmstadt ist nicht gefährdet.