HSV-Splitter

Beiersdorfer wehrt St.-Pauli-Attacke ab – 96-Profi zum HSV?

Mann mit Bart: HSV-Boss Dietmar Beiersdorfer beim Spiel in Hannover

Mann mit Bart: HSV-Boss Dietmar Beiersdorfer beim Spiel in Hannover

Foto: Witters

Neues Transfergerücht. Karl-Heinz Rummenigge sticht Uwe Seeler aus. Jansen übt Kritik am Scouting, französische Nacht im Stadion.

Hannovers Sané zum HSV?

Man könnte meinen, der HSV ist zumindest nummerisch im defensiven Mittelfeld gut aufgestellt. Mit Albin Ekdal, Lewis Holtby, Gojko Kacar und Gideon Jung stehen Bruno Labbadia gleich vier arrivierte "Sechser" zur Verfügung. Dazu lauert Nachwuchstalent Dren Feka auf seine Chance, selbst Aaron Hunt könnte vor der Abwehr aushelfen. Laut "Sport Bild" guckt sich der HSV dennoch nach Verstärkungen auf dieser Position um und liebäugelt mit einer Verpflichtung des Hannoveraners Salif Sané.

Der in Frankreich geborene Senegalese ist noch einer der wenigen bundesligatauglichen Spieler des abgeschlagenen Tabellenletzten. Allerdings soll der 25-Jährige (Vertrag bis 2018) eine tragende Rolle beim Projekt Wiederaufstieg spielen und wäre wohl nur für eine Ablöse um die fünf Millionen Euro zu haben. Eine Summe, die für den klammen HSV eigentlich nicht zu stemmen ist. Zumal die Hamburger größere Baustellen wie zum Beispiel den Angriff haben, wo Investitionen weitaus wichtiger wären.

Beiersdorfer wehrt St.-Pauli-Attacke ab

Attacke von Oke Göttlich: St. Paulis Clubchef will mit dem Stadtrivalen auf Sicht die Vorherrschaft in Hamburg übernehmen. "Ich wünsche dem HSV nicht, dass er absteigt. Aber ich wünsche mir schon, dass wir unseren Erfolg wiederholen und den HSV in der 1. Liga schlagen. Ich möchte, dass Braun-Weiß die Nummer eins der Stadt wird“, sagte Göttlich der „Bild“-Zeitung in einem teils humorigen Doppel-Interview mit HSV-Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer.

Göttlich erinnerte damit an den 1:0-Erfolg seines Clubs am 16. Februar 2011, als St. Pauli dank des Tores von Gerald Asamoah zum ersten Sieg beim HSV seit 34 Jahren kam. Während der Bundesliga-Dino als einziger Verein in Deutschland seit Liga-Gründung im Jahr 1963 immer erstklassig war, stieg der FC St. Pauli vor fünf Jahren trotz des damaligen Highlights beim Stadtrivalen wieder in die 2. Liga ab.

Beiersdorfer reagierte entsprechend gelassen auf die forsche Ansage seines zwölf Jahre jüngeren Amtskollegen. "Na ja, als Verantwortlicher für St. Pauli hätte ich diese Ambition auch", erklärte der 52-Jährige cool. Und konterte: "Wir sind seit 128 Jahren der dominierende Club in der Stadt. Unser Ziel ist es, wieder Anschluss an die Spitze in Deutschland zu bekommen.“

Hunt weiterhin fraglich

Aaron Hunts Einsatz im Heimspiel gegen Darmstadt 98 ist weiterhin fraglich. Der 29 Jahre alte Spielmacher, der im Gastspiel bei Hannover 96 (3:0) eine schmerzhafte Knieprellung erlitten hat, konnte auch am Mittwoch nur individuell arbeiten. Wie der Regisseur fehlte auch Albin Ekdal im Mannschaftstraining. Der defensive Mittelfeldspieler trat wegen einer Prellung kürzer. Gleich nach der Einheit gab der Schwede aber Entwarnung. "Alles ist gut", sagte Ekdal, dessen Einsatz gegen Darmstadt nicht in Gefahr ist.

Interesse an kleinem Polen Mazek?

Neuestes Transfergerücht: Der HSV soll am polnischen Rechtsaußen Kamil Mazek (Ruch Chorzow) interessiert sein. Der 21-Jährige hat denselben Berater wie Robert Lewandowski. In 27 Spielen in Polens erster Liga hat Mazek bislang drei Treffer erzielt und vier Vorlagen gegeben. Der Marktwert des 1,74 Meter kleinen Rechtsfußes wird auf transfermarkt.de mit 350.000 Euro angegeben.

Jansen übt Kritik am Scouting

Kritik am Scouting hat Marcell Jansen geübt. "Der HSV muss Spieler erkennen, bevor sie sich einen Namen gemacht haben", schreibt der Ex-Profi in seiner aktuellen "Bild"-Kolumne. Deshalb müsse sich der Verein auch verstärkt in der zweiten Liga umsehen. So könnten im Optimalfall unbekannte Spieler verpflichtet und später für viel Geld weiterverkauft werden. "Das funktioniert aber nur mit einem hervorragenden Scouting", urteilt Jansen mit Blick auf den HSV.

Seeler chancenlos gegen Rummenigge

"Uns Uwe" muss weiter warten: Statt des HSV-Idols wird Karl-Heinz Rummenigge als vierter Deutscher in die internationale Hall of Fame des Fußballs aufgenommen. Bei der Wahl in Pachuca (Mexiko) wurde Bayerns Vorstandsboss von den 55 Juroren auserkoren. Damit erhielt der 60-Jährige den Vorzug vor anderen deutschen Legenden wie Fritz Walter oder eben Uwe Seeler. Bisher sind Franz Beckenbauer, Gerd Müller und Lothar Matthäus in die Hall of Fame aufgenommen worden. Die offizielle Ehrung findet am 8. November statt. Neben Rummenigge werden auch der brasilianische Stürmer Ronaldo, sein Landsmann Zico sowie der Italiener Paolo Rossi ausgezeichnet.

Slomka bewirbt sich bei Hannover 96

Beim kleinen HSV steckt nach wie vor viel vom großen HSV drin: Nach Interimstrainer Daniel Stendel (kickte von 1992 bis 1997 für Hamburg) könnte Hannover 96 einen weiteren ehemaligen HSVer auf dem Chefsessel beschäftigen. Zumindest, wenn es nach Mirko Slomka selbst geht: Der Ex-Trainer (3 Siege, 3 Remis, 10 Niederlagen im Jahr 2014) hat sich beim designierten Absteiger nämlich nun öffentlich für den Posten ins Gespräch gebracht. "Wenn mich jemand fragen würde, dann würde es mir sehr schwer fallen, nicht in die Diskussion einzusteigen oder gar Nein zu sagen“, sagte der derzeit vereinslose 48-Jährige bei "Sky". Noch sei er aber nicht gefragt worden.

Alle HSV-Trainer in der Bundesliga:

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Französische Nacht im HSV-Museum

An diesem Sonnabend feiert Hamburg mal wieder die Lange Nacht der Museen. Für die 16. Auflage in Hamburg öffnen das HSV-Museum und auch das Volksparkstadion für Führungen ihre Türen. Von 18.30 bis 0.15 Uhr sollen auch internationale Besucher für den HSV begeistert werden: Unter dem Motto "12 Nationen - eine Mannschaft" wird dann unter anderem auch Französisch gesprochen. Nicht nur Kapitän Johan Djourou wird's freuen...