HSV-Splitter

Djourou fällt mit Infekt aus: "Kein akutes Drüsenfieber"

Hunt dient als Glücksbringer gegen Hoffenheim. Starke Geste der Gladbacher. Zuschauerminus droht.

Starke Geste der Gladbacher

Die Profis von Borussia Mönchengladbach hatten beim Spiel gegen den FC Schalke am Freitagabend T-Shirts unter ihren Trikots mit der Aufschrift: "Josip, wir sind bei dir". Damit wollten sie dem an den HSV verliehenen und mit einem Knorpelschaden lange ausfallenden Josip Drmic Genesungswünsche zukommen lassen.

Djourou wohl nicht im Kader - A-Elf wohl klar

Schlechte Nachrichten für den HSV: Kapitän Johan Djourou liegt wegen seines Virus-Infekts flach und konnte nicht am Abschlusstraining vor dem Hoffenheim-Spiel teilnehmen. Damit fällt der Schweizer Nationalspieler für die Partie am Sonnabend (15.30 Uhr) aus. Nach Angaben des Schweizer Fußballverbands ist Djourou sogar am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankt. Diese Meldung sei laut dem HSV jedoch nicht richtig.

„Die Medizin spricht von einem postinfektiösen Syndrom“, erklärt HSV-Arzt Götz Welsch, der damit vor allem klarstellen möchte, dass es sich nicht um einen akuten Fall des Pfeifferschen Drüsenfiebers handelt. „Das bedeutet, dass zwar eine frühere Erkrankung im Blutbild festzustellen ist, akut aber kein Ausbruch der Krankheit vorliegt. Dies hat zur Folge, dass Johan sich gerade schwerer mit einem klassischen, viralen Infekt tut“, erklärt der Mannschaftsarzt.

In diesem Fall ist der Infekt auch nicht ansteckend. „Es tut mir leid, dass ich der Mannschaft morgen nicht helfen kann. Aber selbstverständlich werde ich im Stadion sein und mein Team anfeuern“, sagt Djourou, der auch die anschließende Länderspielreise mit der Schweizer Nationalmannschaft nicht antreten wird. Es ist geplant, dass er in der zweiten Woche der Länderspielpause die Belastung wieder steigern kann.

Bereits am Vortag sagte Bruno Labbadia, dass er sich Sorgen um seinen Abwehrchef mache, der zuletzt aber auch nicht immer überzeugen konnte.

Anstelle seiner verteidigte Cléber neben Emir Spahic. Und auch die Position im rechten Mittelfeld scheint geklärt: Ex-Hoffenheimer Michael Gregoritsch bekam das blaue Stammleibchen ausgehändigt. Im Sturm durfte sich erneut Artjoms Rudnevs versuchen.

Der Kader im Überblick: Adler, Drobny, Cleber, Spahic, Sakai, Diekmeier, Kacar, Ostrzolek, Jung, Bahoui, Holtby, Ekdal, Hunt, Gregoritsch, Ilicevic,Lasogga, Schipplock und Rudnevs.

HSV hat einen Glücksbringer

Spielmacher Aaron Hunt steht am Sonnabend gegen 1899 Hoffenheim (15.30 Uhr im Liveticker bei abendblatt.de) vor seinem 250. Bundesligaspiel. Seine Bilanz gegen die Kraichgauer liest sich hervorragend, denn Hunt verlor nur eines von elf Spielen (6 Siege, vier Remis). Allerdings laboriert der 29-Jährige immer noch an Muskel- und Rückenproblemen, weshalb er wie schon zuletzt die Hälfte der Woche nicht voll mittrainieren konnte und seine Belastung steuern musste. Dennoch wird der persönliche HSV-Glücksbringer gegen Hoffenheim in der Startelf stehen.

Zuschauerminus droht

Achtung, HSV-Fans: Es sind erst 45.000 Karten für das Hoffenheim-Spiel verkauft. Damit droht ein neues Zuschauerminus. Der bisherige Tiefstwert wurde im letzten Heimspiel an einem Sonntag gegen Hertha BSC (46.136) aufgestellt. Tickets sind noch ab 20 Euro und in fast allen Kategorien zu haben.

Kircher leitete Hoffenheim-Spiel

Mit Knut Kircher, 47, hat die DFL einen prominenten Schiedsrichter für das kommende Heimspiel angesetzt. Die letzten zwei Spiele unter der Regie des erfahrenen Unparteiischen konnte der HSV gewinnen (1:0 in Ingolstadt und 3:1 in Bremen). Im Übrigen trat Bruno Labbadia als Trainer mit seinen Mannschaften gegen keinen Verein so häufig an wie gegen Hoffenheim. Das Heimspiel am Sonnabend wird das 18. Aufeinandertreffen mit den Kraichgauern sein. Auf Rang zwei folgen die Bayern (16 Spiele) gefolgt von Augsburg (14).

Drmic erfolgreich operiert

Gladbach-Leihgabe Josip Drmic wurde am Mittwoch in Köln wegen seines Knorpelschadens am Knie operiert. Es sei alles gut verlaufen. „Wir werden ihn unterstützen, wo wir können“, sagte Bruno Labbadia. Der Angreifer wolle in den kommenden Tagen bei der Mannschaft vorbei gucken und ihr alles Gute für den Bundesliga-Endspurt wünschen.