Hamburger SV

Tuchel hatte Angst, sich in Hamburg zu verzetteln

Thomas Tuchel ist zurück in der Fußball-Öffentlichkeit - so wie hier am Freitag vor dem Champions-League-Finale in Berlin

Thomas Tuchel ist zurück in der Fußball-Öffentlichkeit - so wie hier am Freitag vor dem Champions-League-Finale in Berlin

Foto: dpa

Bei den Verhandlungen mit dem HSV habe sich der Trainer in der Zwickmühle gefühlt. Dortmund biete ihm ganz andere Voraussetzungen.

Hamburg/Berlin. Zwei Tage nach seiner offiziellen Vorstellung als neuer Trainer von Borussia Dortmund hat sich Thomas Tuchel noch einmal zu den gescheiterten Verhandlungen mit dem Hamburger SV geäußert.

"Die Versuchung war groß", sagte der 41-Jährige am Freitagabend bei der Veranstaltung "Gala der Champions" in Berlin über die Vorstellung, zum Fußball-Bundesligisten aus der Hansestadt zu gehen.

Während der Gespräche mit dem HSV habe er sich in einer Zwickmühle befunden, weil er unbedingt einen Verein in der ersten Liga trainieren wollte.

Zum Zeitpunkt der Verhandlungen schwebten die Hamburger als Tabellenletzter in akuter Abstiegsgefahr. Der HSV sagte schließlich von sich aus Tuchel ab und installierte Bruno Labbadia als Cheftrainer, der den Club über die Relegation in der Bundesliga hielt.

Das Gefühl, sich "vielleicht zu übernehmen"

Die "beiderseitige Sympathie" sei ebenso vorhanden gewesen wie die Fantasie, mit dem HSV etwas aufzubauen, sagte Tuchel weiter, gestand aber auch: "Am Ende der Verhandlungen hatte ich das Gefühl, dass ich mich vielleicht übernehme auf meiner zweiten Trainerstation."

Die Aufgabe in Hamburg hätte voraussichtlich mehr von ihm verlangt, als nur Trainer zu sein, "und zwar viel mehr". Aus diesem Gedanken hätte sich die Befürchtung abgeleitet, sich "in der Öffentlichkeit zu verzetteln". Die Aufgabe in Dortmund erlaube ihm im Gegensatz dazu, seine Energie ausschließlich in den Trainerjob zu stecken. (ks/jd)