Einzelkritik

Holtby war kaum zu ertragen – Díaz ein ständiger Unruheherd

Gaben die im Rückspiel gelbgesperrten Westermann und Kacar ihre Abschiedsspiele? Die Einzelkritik der HSV-Profis nach dem KSC-Remis.

Adler: Wurde von Hennings’ Linksschuss völlig überrumpelt. Im Rest des Spiels war der Querbalken sein bester Verbündeter.

Westermann (bis 56.): Ausgerechnet der Dauerläufer muss nach seiner fünften Gelben Karte im entscheidenden Rückspiel zuschauen. Steigt der HSV am Montag ab, dürfte das Hinspiel Westermanns Abschiedsspiel gewesen sein.

Diekmeier (ab 56.): Ausgerechnet der Relegationsexperte (seine vierte Relegation) bereitet den so wichtigen Ausgleichstreffer vor.

Djourou: In der Luft ein Riese, am Boden trotz 1,91 m ein ängstlicher Zwerg.

Rajkovic: Der Serbe perfektionierte den Quer- und Rückpass.

Ostrzolek: Grausam. Schien mit seinen Gedanken noch in der Kabine. Es wird sein Geheimnis bleiben, warum der frühere Augsburger fast jeden Ball mit erhobenen Arm forderte. Bekam er ihn tatsächlich, war der Ball auch wieder ruckzuck weg.

Kacar: Schade, dass Hamburgs formstärkster Profi sich gerade für dieses so wichtige Spiel eine Auszeit gönnte. Im Rückspiel gelbgesperrt.

Díaz: Ein ständiger Unruheherd – leider nur für die eigene Mannschaft.

+++ Das Minutenprotokoll zum Spiel +++

Ilicevic: Nimmt man es genau, war der ab Sommer ablösefreie Kroate der einzige HSV-Profi mit Bundesligaformat.

Holtby (bis 69.): Kaum zu ertragen. Allerdings muss die Frage erlaubt sein, warum der Nationalspieler a. D. ausgerechnet im wichtigsten Heimspiel des Jahres in Form kommen sollte.

Stieber (ab 69.): Nach seiner Einwechslung drehte sich das Spiel.

Olic (bis 89.): Spielte genau so, wie er in der Woche trainierte: gar nicht. Hätte spätestens in der Halbzeit erlöst werden müssen.

Beister (ab 89.): Wurde früh von den Fans gefordert, kam aber erst spät.

Lasogga: Der Relegationsheld von 2014 mutierte zum Mr. Unsichtbar. Ein Schüsschen in Halbzeit eins – das war’s.