Spielerkritik

Rajkovic beeindruckte – Müller unter der Erträglichkeitsgrenze

Drobny: Hielt seinen zweiten Strafstoß in dieser Saison und überragte auch sonst beim Hannoveraner Dauerbeschuss. Die Note eins mit Sternchen verdiente sich der Tscheche allerdings doch nicht, weil eine alte Torwartregel besagt, dass der Keeper den Ball haben muss, wenn er sein Tor verlässt. Beim 1:2 hatte Drobny den Ball aber nicht.

Westermann (bis 45.): Gab nach dem Spiel zu, dass er sich nicht gut fühlte. Entsprechend spielte er auch.

Götz (ab 46.): Ordentlich.

Djourou: Wieder herausragend.

Rajkovic: Ließ sich von Nebenmann Djourou anstecken. Es ist schon beeindruckend, nach so langer Zwangspause derart stark zurückzukommen.

Marcos (bis 78.): Als er wie einst Christoph Kramer im WM-Finale frage, wie es eigentlich stehe, musste der Youngster mit Gehirnerschütterung vom Platz. Wirkte allerdings schon vor seinem Zusammenprall desorientiert.

Kacar (ab 78.): Sollte die knappe Führung verteidigen. Job erfüllt!

Díaz: Tolles Heimdebüt, das Lust auf mehr machte. Statistisch gesehen kann Zinnbauer ohnehin nicht mehr auf den Chilenen verzichten: zwei Spiele, zwei Siege – mehr geht nicht.

van der Vaart (bis 45.): Fiel nur ein einziges Mal auf, als er Hannovers Sané im eigenen Strafraum plump umsäbelte.

Jiracek (ab 46.): Brachte die nötige Aggressivität ins Spiel, die dem HSV bis dahin fehlte. So war es auch kein Zufall, dass der Tscheche den entscheidenden Zweikampf gegen Schmiedebach vor dem 2:0 für sich entschied.

Müller: Dem früheren Mainzer kann zugute gehalten werden, dass er vor dem 2:0 Jiracek beim Pressen unterstützte. Ansonsten war dieser Auftritt ähnlich wie die meisten anderen in dieser Saison: weit unterhalb der Erträglichkeitsgrenze.

Stieber: Tor erzwungen und gelaufen, als ob er nach Kilometern bezahlt wird.

Jansen: Zweites Tor erzwungen und Zinnbauers Forderung beeindruckend in die Tat umgesetzt, nach einem guten noch ein gutes Spiel folgen zu lassen.

Olic: Fleißig, aber wirkungslos.