Menschlich gesehen

Marcelo Díaz ist ein Heißsporn

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Die Fußball-Bundesliga, sagt Marcelo Díaz, sei schon immer sein Traum gewesen. Der chilenische Neuzugang des HSV geht sogar noch einen Schritt weiter. „Die Bundesliga ist für mich die stärkste Liga der Welt.“ Um sich über den HSV zu informieren, musste der 28 Jahre alte Mittelfeldspieler aber das Internet bemühen. Im Onlinelexikon Wikipedia las Díaz über die Vorzüge der Stadt Hamburg und die Tradition des HSV. „Das ist wirklich ein großer Club mit tollen Fans“, sagte der Nationalspieler nach seiner Lektüre.

Marcelo Alfonso Díaz Rojas, so sein vollständiger Name, wurde in Chiles Hauptstadt Santiago de Chile geboren und verließ sein Land erst im Alter von 25. Beim FC Basel in der Schweiz, wo er zweieinhalb Jahre spielte, lernte Díaz die deutsche Sprache. „Ich verstehe ein bisschen“, sagte er bei seiner Präsentation in Hamburg auf Deutsch, wenn auch noch etwas schüchtern.

Auf dem Platz gilt der kleine Kampfzwerg, wie er in der Schweiz genannt wurde, dagegen als Heißsporn. Allerdings fiel es dem Südamerikaner nicht leicht, sich bei den Eidgenossen zu integrieren. Die neue Sprache, eine andere Kultur, daran konnte sich Díaz lange nicht gewöhnen. Beim HSV hofft er, sich schneller einzuleben. Seine Frau und sein sechs Jahre alter Sohn werden bald von Basel nach Hamburg ziehen. Spätestens dann sollte sich der selbstbewusste Chilene an der Elbe so richtig wohlfühlen.