Knäbel: „Drmic habe ich nicht abgeschrieben“

Der HSV will um den Leverkusener kämpfen. Newcastle wollte Lasogga

Dubai. Besonders viel von Dubai hat Peter Knäbel während des Trainingslagers nicht gesehen. Einmal kurz sei er mit Trainer Joe Zinnbauer, Sportdirektor Bernhard Peters und Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer zu einem Essen außerhalb des Hotels gewesen. „Ansonsten habe ich von den Shopping-Centern hier noch nichts mitbekommen.“ Dafür aber umso mehr von seinem Hotelzimmer, wo Knäbel nur sein Mobiltelefon, dessen Akku am Wochenende den Geist aufzugeben drohte, in den Wahnsinn treibe. Gesprächsbedarf gibt es noch auf allen Ebenen. Und daran wird sich wohl auch bis zum Ende der Transferfrist am 2. Februar nichts ändern. „Im Winter ist immer sehr viel Theater um letztendlich sehr wenig“, sagt Knäbel, dessen Telefonate auch durch den Zeitunterschied oft bis tief in die Nacht andauern.

So muss der Sportchef bei seiner Fahndung nach Neuzugängen nicht nur auf Deutschland (minus drei Stunden) Rücksicht nehmen, sondern besonders auch auf Florida (minus neun Stunden), wo sich derzeit Wunschstürmer Josip Drmic mit Bayer Leverkusen aufhält. „Da gibt es nichts Neues, die Konstellation ist, wie sie ist“, sagt Knäbel, der sich mit dem Schweizer Stürmer längst einig ist. Mit Leverkusen, dessen Topstürmer Stefan Kießling nun zu allen Überfluss auch noch angeschlagen ist, aber eben noch nicht. „Drmic habe ich nicht abgeschrieben“, sagt Knäbel, der direkt im Anschluss an das Trainingslager auch eine Entscheidung über Leihstürmer Innocente Emeghara treffen will. Abgelehnt hat er dagegen eine Anfrage von Englands Premiere-League-Club Newcastle United bezüglich Torjäger Pierre-Michel Lasogga.

Bewusst abgeschrieben hat Knäbel Ivo Ilicevic, der derzeit in Hamburg mit der U23 trainiert und dort auch nach der Rückkehr der Profis aus Dubai bleiben dürfte. „Bei einem Spieler mit seinen Möglichkeiten würde ich es natürlich am besten finden, wenn er einen neuen Verein finden würde, wo er spielen kann“, sagt Knäbel, „die momentane Situation ist weder für die eine noch für die andere Seite vorteilhaft.“ Das Problem: Ilicevic, der 1,92 Millionen Euro verdient, will vor Auslaufen seines Vertrags im Sommer keine Abstriche machen. Dazu bereit ist Heiko Westermann, mit dem Knäbel während des Trainingslagers über eine mögliche Verlängerung seines auslaufenden Vertrags gesprochen hat: „Wir haben uns einen Zeitplan aufgestellt.“