Spielerkritik

Spätstarter Badelj, Djourou zweimal haarsträubend

Adler: Der Nationaltorwart hat kaum einen Ball halten müssen, die wenigen Aufgaben meisterte er sicher. Einige Aktionen mit dem Fuß am Ball misslangen ihm jedoch.

Mancienne: Der Rückpasskönig wirkte in seinem ersten Spiel seit der Degradierung ins Regionalliga-Team verunsichert, fing sich am Ende etwas.

Tah: Am Mann zweikampfstark, doch souverän war das nicht. Sorgte mit einem eklatanten Fehlpass für eine Kölner Großchance.

Djourou: Zwei haarsträubende Fehlpässe, einer führte zum Gegentor. Den Ball auf Rincon, der das 1:1 einleitete, darf der Schweizer so nie spielen.

Jansen: Anfangs viele Ungenauigkeiten, die tolle Flanke zur 1:0-Führung entschädigte für einiges. Nach dem Wechsel biss er sich voll rein.

Rincon: Wirkte nicht nur beim Gegentor ein bisschen trantütig und hätte als zentraler Mittelfeldspieler auch mehr für den Aufbau tun müssen.

Badelj: Verzettelte sich oft und hatte kaum zündende Ideen, die es gegen die massive Kölner Verteidigung dringend gebraucht hätte. Besann sich aber und war nach der Pause an fast allen gefährlichen Aktionen beteiligt.

Beister (bis 90.): 40 Minuten lang gelang ihm nichts, doch dann holte er zum „Tor des Monats“ aus. Kann aber viel besser spielen.

Zoua (ab 90.): Durfte mitjubeln.

Arslan (bis 75.): Aktivster Offensivakteur, zeigte als Einziger so etwas wie Spielwitz. Vergab jedoch die Riesenchance zum 2:1 kläglich.

Ilicevic (ab 75.) :Der Tor-Joker hätte schon früher kommen müssen. Machte wie immer nach seinen Einwechslungen Alarm.

Calhanoglu: Oft gesucht, viel am Ball, doch Konstruktives sprang nur selten heraus. Auch von seinen sonst so gefährlichen Standards war nichts zu sehen. Arbeitete aber gut mit zurück.

Lasogga: Konnte sich nur selten in Szene setzen, der gewonnene Kopfball vor dem 2:1 war aber Gold wert. Unermüdlicher Einsatz.