Spielerkritik

Formschwacher Adler macht nicht mehr den Unterschied aus

Adler: „Es war die schönste Zeit“ (Bosse), als der Nationaltorhüter noch den Unterschied ausmachte. Doch leider ist das „Verdamp lang her“ (BAP).

Westermann: Grausam. Der Nationalspieler sollte die Länderspielwoche konsequent zum Flankenüben nutzen. Und ein paar Sondereinheiten in Ballannahme und -mitnahme sowie Handlungsgeschwindigkeit würden ebenfalls nicht schaden.

Tah: Überfordert. Das 17 Jahre alte Talent braucht eine ordnende Hand an seiner Seite.

Sobiech: Besser als zuletzt, aber immer noch schlecht. Positiv anzumerken ist lediglich, dass der Innenverteidiger immerhin Kießling überwiegend aus dem Spiel nehmen konnte.

Jansen: Ordentlich.

Arslan (bis 86.): Nach seiner fünften Gelben Karte im nächsten Spiel gesperrt, was in dieser Form kein Nachteil sein muss. Er ist und bleibt leider der wahrscheinlich langsamste Mittelfeldmann der Bundesliga. Seine Hauptkonkurrenten: Badelj und van der Vaart.

Zoua (ab 86.): Spielte angeblich fünf Minten lang auch noch mit.

Badelj: Konnte sein theoretisches Formhoch in der tristen Praxis nicht bestätigen.

Beister: Schade, dass der Offensivallrounder seit dieser Saison keine Einzelkritik mehr über sich liest. So wird er wohl nie erfahren, dass er an dieser Stelle wieder mal als einer der Besten gelobt wurde.

van der Vaart: Monierte nach dem Spiel den naiven „Kindergartenfußball“, konnte als Papa der Rasselbande aber auch keine Impulse geben.

Calhanoglu (bis 64.): Kämpfte sich nach seinem bitteren Fehler vor dem 0:1 in das Spiel zurück. Vor allem in der ersten Halbzeit immer wieder ein Aktivposten im Zusammenspiel mit Beister.

Ilicevic (ab 64.): So durchwachsen wie der Urwald in Brasilien einst mal war. Ein eigenes Tor indirekt und ein Gegentor direkt vorbereitet.

Lasogga: Es wird von Woche zu Woche schwieriger, passende Komplimente für diesen Vollblutstürmer zu finden. Ganz altmodisch belassen es wir in dieser Woche mit einem: Großartig!