Spielerkritik

Einzelkritik: Son klärte seine Chancen selbst

Zé Roberto wirkte lustlos, Torun landete unsanft in der Realität, wortloser Guerrero

Rost: Beim Gegentor ohne Abwehrchance, ansonsten nur noch einmal durch Cissé geprüft.

Rincon: Ein moderner Außenverteidiger verteidigt nicht nur, er setzt einen kompakt stehenden Gegner über die Flügel unter Druck. Letzteres kann der Venezolaner, in seinen Möglichkeiten limitiert, aber nicht.

Demel: Defensiv ganz in Ordnung, aber mit einigen Gruselpässen.

Westermann: Okay, wenn auch mit einigen Bolzen. Muss aber nach seinem (unabsichtlichen) Ellenbogencheck gegen den Freiburger Flum hoffen, dass der DFB-Kontrollausschuss nicht nachträglich aktiv wird.

Aogo: Erstmals seit dem WM-Spiel um Platz drei wieder auf dem Platz. Kein Wunder, dass ihm die lange Pause besonders anfangs anzumerken war.

Zé Roberto: Es tut weh, den einstigen Ausnahmefußballer so über den Platz schleichen zu sehen. Wirkte lustlos.

Trochowski: Nachdem der HSV komplett den Anfang verpennt hatte, übernahm er die Initiative. Noch der Beste.

Pitroipa (bis 71.): "Gas geben", lautete sein Motto vor dem Spiel. Irgendetwas muss geklemmt haben. Ganz schwach gegen seinen Exklub.

Elia (ab 71.): Sein Aufwärmprogramm in Zeitlupentempo vor seiner Einwechslung war noch am auffälligsten.

Torun (bis 59.): Landete nach seinem Galaauftritt gegen Stuttgart unsanft in der Normalität. Verlor viele, viele Bälle, konnte kaum einmal etwas Produktives beisteuern.

Guerrero (ab 59.): Verweigerte am Sonntag beim TV einen Kommentar mit dem Hinweis, er habe schließlich nicht gespielt. Noch Fragen?

Son: Zu zappelig vor dem Tor, klärte deshalb seine guten Chancen selbst.

van Nistelrooy: Galt einmal als weltbester Strafraumstürmer. Was nützt das aber, wenn er so selten dort auftaucht oder nicht eingesetzt wird?