Hamburger SV

Diagnose bei Jansen sorgt für Erleichterung beim HSV

Foto: WITTERS / Witters

Nach zwei Kernspintomographien durfte der Nationalspieler aufatmen. Dennis Aogo trainierte am Nachmittag wieder mit der Mannschaft.

Hamburg. Doppelt hält besser, dachte sich wohl auch Marcell Jansen und ließ sein vom Belgien-Länderspiel lädiertes Knie nach der ersten Kernspintomografie gleich noch mal röntgen. HSV-Trainer Armin Veh: "Nur zur Sicherheit." Und zur Freude aller. Statt des befürchteten Meniskusschadens wurde nur eine Kapselreizung im Knie diagnostiziert. Sein Einsatz gegen den 1. FC Nürnberg am Sonnabend ist damit zwar nicht gesichert, aber wahrscheinlicher als zunächst angenommen.

Eine Nachricht, die HSV-Trainer Veh gestern mit großer Erleichterung aufnahm, zumal sich am Wochenende auch Dennis Aogo mit Leistenbeschwerden abgemeldet hatte. So drohte fast die komplette linke Seite wegzubrechen. Ein Umstand, der Veh gestern vor der guten Nachricht nachdenklich machte. Wer hinten links spielen könne? "Zé Roberto ist immer eine Alternative", so Veh, "und Tomas Rincon auch."

Nun setzt Veh auf Risiko. Wissend, dass weder Aogo mit seinem Trainingsrückstand noch Jansen bei 100 Prozent ihrer Leistungsfähigkeit sein können, will er einen der beiden gegen Nürnberg bringen, sofern derjenige die Trainingswoche einigermaßen schadlos überstanden hat. Aogo trainierte gestern bereits wieder mit der Mannschaft, Jansen pausierte noch. "Dennis braucht Fitness, die er sich über die Spiele holt", erklärt Veh. Und Jansen habe, sofern er heute wie geplant ins Training einsteigen kann, "nicht allzu viel verloren".

Nur Jansen selbst traut dem Ganzen noch nicht, zumal der Linksfuß unlängst lange pausiert und sogar die WM verletzt verpasst hatte: "Wir müssen abwarten, wie sich das Knie in den nächsten Tagen entwickelt." Zwar sei sein Einsatz "nicht zu 100 Prozent ausgeschlossen", aber ins Risiko wird er sicher nicht gehen wollen.