Der HSV im Trainingslager

Elia humpelt, Berg ist angeschlagen

Belek. Etwas traurig schaute Eljero Elia drein, als er von Reha-Trainer Markus Günther noch abgefangen wurde. Obwohl der Niederländer, der die knapp 500 Meter vom Hotel bis zum Platz mit schwarzem Gipsverband humpelnd zurückgelegt hatte, nichts lieber täte, als mit seinen Kollegen zu trainieren, musste Günther Elias Elan vorerst bremsen - schließlich darf der 22-Jährige frühestens ab Mittwoch wieder am Ball sein.

Bis dahin muss sich Elia - genauso wie der am Knie angeschlagene Marcus Berg - mit dem hoteleigenen Kraftraum begnügen, wo er unter Anleitung Günthers die Tauglichkeit des Fahrradergometers nachhaltig überprüft. Ein schwacher Trost: Teamgefährte Marcus Berg leistet ihm im Fitnessraum Gesellschaft. Bei ihm waren erneut Knieprobleme aufgetreten. Trainer Bruno Labbadia: "Das ist sehr bedauerlich. Marcus hatte ja schon die Vorbereitung im Sommer weitgehend versäumt."

Mit dem gestern Abend eingetroffenen Trio Alex Silva, Collin Benjamin und Tomas Rincon wird das Team im Fitnessraum noch verstärkt. Denn obwohl Rincon - anders als Silva und Benjamin - keine Langzeitverletzung auskurieren muss, dürfte der Venezolaner nach seiner Anreiseodyssee heute zunächst etwas kürzertreten. Der Südamerikaner kam erst kurz vor Mitternacht im Kempinski-Hotel an, nachdem er wegen starken Schneetreibens unplanmäßig in Düsseldorf zwischenlanden musste. Anders als Elia darf Rincon aber wohl schon morgen wieder auf den Platz.