Fussball-Ticker

Fall Lewandowski: Bayern spricht von Kampagne bei Sky

Robert Lewandowski (Bayern München): Ein Einzelgänger und einer, der divenhaft abwinkt und selbst wenig leistet? Das legte Didi Hamann bei Sky nahe.

Robert Lewandowski (Bayern München): Ein Einzelgänger und einer, der divenhaft abwinkt und selbst wenig leistet? Das legte Didi Hamann bei Sky nahe.

Foto: Picture Alliance/SvenSimoni

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FC Barcelona nur 0:0

Die spanische Meisterschaft wird wieder enger, Real Madrid holt auf: Denn der Tabellenführer FC Barcelona ist am Sonntagabend bei Athletic Bilbao nicht über ein 0:0 hinausgekommen. Die Mannschaft von Trainer Ernesto Valverde (55) hat nur noch sechs Punkte Vorsprung auf Real Madrid. Die Könglichen hatten zuvor das Stadtduell gegen Atletico mit 3:1 gewonnen.

Bayern München von Didi Hamann genervt

Der Streit um die Einstellung von Robert Lewandowski hat zu einer eklatanten Verbalauseinandersetzung zwischen dem FC Bayern München und dem TV-Experten Dietmar Hamann geführt, in die auch Lothar Matthäus verwickelt wurde, beide Ex-Bayernspieler. „Ich glaube nicht, dass Robert Lewandowski für Bayern München ein Problem ist, sondern Didi Hamann ist ein Problem für Sky“, sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic.

Hamann erwiderte: „Wenn man das auf seriöse und ernsthafte Weise diskutieren will, dann kann man das tun und sollte das auch machen. Wofür ich aber kein Verständnis habe, ist wenn es in den persönlichen Bereich geht - das habe ich nicht verstanden. Das ist etwas, wo ich die Professionalität und die Seriosität als FC Bayern wahren muss.“

Salihamidzic sprach von einer „Kampagne“. Sky-Mann Patrick Wasserziehr widersprach. Salihamidzic sagte, dass Lothar Matthäus als Sky-Experte Lewandowski „in größten Tönen“ gelobt habe. Matthäus habe „wirklich Ahnung vom Fußball“, so Salihamidzic.

Hamann hatte über Lewandowski gesagt: "Seine Theatralik, sein Abwinken, sein zum Teil lustloses Verhalten auf dem Platz. Ich glaube, es ist offensichtlich, dass er ein Einzelgänger ist."

Manchester City deklassiert Chelsea

Pep Guardiolas Manchester City ist vor dem Champions-League-Achtelfinale gegen Schalke 04 (20. Februar) in Topform. Das Team fegte den FC Chelsea mit 6:0 (4:0) vom Platz und verdrängte den FC Liverpool dank der besseren Tordifferenz wieder von der Spitze der Premier League. Allerdings hat Jürgen Klopps Mannschaft im Kampf um die englische Meisterschaft noch ein Spiel weniger bestritten als City. Schon nach 25 Minuten war die Partie gegen Chelsea entschieden.

Raheem Sterling brachte City nach drei Minuten in Führung, Sergio Agüero (13./19.) und Ilkay Gündogan (25.) bestraften die teils haarsträubenden Fehler der Gäste mit drei weiteren Treffern. Nach der Pause tat City noch mehr für sein Torekonto, das am Ende im Duell mit Liverpool noch entscheidend sein könnte. Der überragende Agüero (56./Foulelfmeter) und erneut Sterling (80.) stellten den Endstand her. Chelsea rutschte durch die Klatsche auf Rang sechs ab.

Khedira trifft für Juve

Juventus Turin liegt auch dank Sami Khedira und Emre Can weiter auf Titelkurs. Juve setzte sich am 23. Spieltages dank Treffern des Ex-Weltmeisters Khedira (23.) von Superstar Cristiano Ronaldo (70.) und des eingewechselten Can (86.) mit 3:0 bei US Sassuolo Calcio durch und führt die Serie A mit elf Punkten Vorsprung auf den SSC Neapel an. Der Tabellenzweite musste sich mit einem 0:0 beim AC Florenz begnügen. Trainer Luciano Spalletti hat beim Inter Mailand unterdessen zunächst einen Schritt aus der Schusslinie gemacht. Nach vier Pflichtspielen ohne Sieg gewann Inter 1:0 bei Parma Calcio und festigte Platz drei. "Die Krise ist zu Ende. Endlich zeigt sich Inter wieder in altem Glanz", schrieb die "Gazzetta dello Sport", während "Tuttosport" über das "Ende eines dreiwöchigen Albtraums" berichtete. Zuletzt war darüber spekuliert worden, dass Spalletti durch Ex-Chelsea-Coach Antonio Conte ersetzt werden könnte.

Werder Bremen völlig entfesselt

Werder Bremens Trainer Florian Kohfeldt freute sich über den höchsten Saisonsieg: Nach dem DFB-Pokalerfolg über Borussia Dortmund am Dienstag schlugen entfesselte Bremer den FC Augsburg mit 4:0 und greifen zum 120. Club-Geburtstag die internationalen Plätze an. "Es war ein würdiges Jubiläum", sagte Kevin Möhwald, der zum 4:0 traf. Den in der Rückrunde noch ungeschlagenen Hanseaten fehlen nur noch drei Punkte auf Rang fünf - und daran hat Milot Rashica einen großen Anteil. Der flinke Angreifer schnürte einen Doppelpack (5., 28.), vor allem sein Schlenzer zum 3:0 hatte Klasse. Auch Johannes Eggestein (27.) trug sich in die Torschützenliste ein. "In der ersten Halbzeit war fast jeder Schuss ein Treffer", sagte Maximilian Eggestein.

Ex-HSVer Son trifft für Dortmunds Gegner Tottenham

Kurioser Sieg für die Tottenham Hotspurs, Gegner von Borussia Dortmund am Mittwoch in der Champions League (21 Uhr, DAZN und Liveticker bei abendblatt.de): Mit dem 3:1 gegen Leicester City gelang den Londonern der vierte Sieg in der Premier League in Serie. Der Tabellendritte hat trotz Sorgen um den verletzten Superstar Harry Kane weiter Anschluss an die Spitze. Davinson Sanchez brachte die Spurs per Kopfball in der 33. Minute in Führung. Nach der Pause wurde Leicester immer stärker, Spurs-Torwart Hugo Lloris parierte nach einer Stunde einen Foulelfmeter des extra dafür eingewechselten Jamie Vardy. Kurz darauf erhöhte Christian Eriksen auf 2:0 (63.), ehe Vardy das Anschlusstor (76.) erzielte. Für die Entscheidung sorgte der frühere HSV-Profi Heung-Min Son (90.+1).

Son trifft in Abwesenheit von Kane sehr zuverlässig. Die Abgezocktheit von Tottenham sowie das gute Stellungsspiel werden die Borussia vor schwere Aufgaben stellen. Borussia Dortmund muss im Achtelfinal-Hinspiel auf Marco Reus verzichten. Das berichtete der "Kicker". Reus hatte beim Pokal-Aus gegen Werder Bremen eine Muskelverletzung im Oberschenkel erlitten. Bei Tottenham werden WM-Torschützenkönig Harry Kane und Dele Alli fehlen.

PSG: Tuchel muss auch Cavani ersetzen

Paris St. Germain muss im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League neben Superstar Neymar auch auf Edinson Cavani (31) und Thomas Meunier (27) verzichten. Cavani zog sich beim 1:0 gegen Girondins Bordeaux eine Sehnenverletzung in der rechten Hüfte zu, Meunier verpasst das Spiel bei Manchester United am Dienstag (21 Uhr/DAZN) wegen einer Gehirnerschütterung.

Antonio Rüdiger: "Ich will mehr!"

Antonio Rüdiger (FC Chelsea) möchte beim Umbruch in der deutschen Nationalmannschaft eine tragende Rolle übernehmen. „Ich bin bereit für mehr. Ich will mehr“, sagte der Abwehrspieler der „Welt am Sonntag“.

Bisher hat Defensiv-Spezialist Rüdiger seit seinem DFB-Debüt 2014 29 Länderspiele bestritten. „Ich kann mich ganz gut einschätzen. Ich bin zu einem Zeitpunkt in die Nationalelf gestoßen, als alles lief“, sagte Rüdiger. „Ich wusste immer, dass ich vielleicht spiele, aber vielleicht auch nicht. Das war kein Problem. Denn die Jungs, die gesetzt waren, haben es gut gemacht. Sie waren auf dem Höhepunkt ihrer Karriere“, so der 25-Jährige. "Doch nun ist ein Prozess im Gang. Es verändert sich was.“ Rüdiger sagte, er wolle vom Bundestrainer nichts geschenkt.

Kieler HSV-Bezwinger fallen zurück

Der Ausflug nach Magdeburg bekam der ambitionierten Mannschaft von Holstein Kiel nicht gut. Der zweimalige HSV-Bezwinger in der Zweiten Liga musste sich mit einem 1:1 begnügen. Janni Serra mit seinem neunten Saisontor hatte die Norddeutschen mit einem perfekten Konter in der 6. Minute in Führung gebracht. Philip Türpitz (42.) glich kurz vor der Halbzeit mit einem abgefälschten Schuss aus. Die Kieler fielen vom fünften auf den sechsten Tabellenrang zurück. Sie haben nunmehr 35 Punkte auf dem Konto und damit vier Zähler Rückstand auf den zweiten Tabellenplatz, der zum direkten Aufstieg berechtigt. "Wir sind trotz des frühen Tores schlecht in die Partie gekommen. Die aktive Weise, wie Magdeburg uns unter Druck gesetzt hat, war für uns nicht förderlich“, sagte Trainer Tim Walter.

Was wird aus Thorgan Hazard?

Thorgan Hazard wird seinen Vertrag bei Borussia Mönchengladbach verlängern oder den Bundesligisten im Sommer verlassen. "Ich kann auf dieses Geld nicht verzichten", sagte Sportdirektor Max Eberl im Fußball-Talk "Wontorra" bei Sky Sport News HD. Der Vertrag des belgischen Nationalspielers endet im Juni 2020. Eberl hofft auf eine vorzeitige Verlängerung. "Ja, er ist interessant für andere Vereine. Trotzdem haben wir eine Chance, mit ihm zu verlängern, wenn wir sportlich erfolgreich sind", sagte Eberl. Der 25-jährige Hazard hat in dieser Saison neun Tore erzielt und acht Treffer vorbereitet. Hazard wurde zuletzt mit Borussia Dortmund und Clubs in England in Verbindung gebracht.