Flugzeugabsturz

Nach Tod von Sala: Nantes und Cardiff streiten ums Geld

Trauernde haben Blumen vor dem Foto des bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen Emilio Sala abgelegt.

Trauernde haben Blumen vor dem Foto des bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen Emilio Sala abgelegt.

Foto: Stephane Mahe / REUTERS

Während die Fußballwelt trauert, könnte der Streit zweier Vereine vor den internationalen Sportgerichtshof und die Fifa kommen.

Nantes. Der französische Fußball-Erstligist FC Nantes, dessen Ex-Spieler Emilio Sala bei einem Flugzeugabsturz über dem Ärmelkanal ums Leben gekommen war, wird sein Heimspiel gegen Olympique Nimes am Sonntag (15.00 Uhr) statt in dem traditionellen Kanarien-Gelb in Schwarz austragen.

Außerdem werden alle Trikots mit der Nummer 9 und dem Namen Sala beflockt. Die letzten Tickets für das Spiel kosten pauschal nur neun Euro. Die Rückennummer des 28-jährigen Argentiniers wird nicht mehr vergeben werden.

Derweil streiten Nantes und Cardiff City, der neue Verein des Angreifers, um die Fälligkeit der vereinbarten Ablösesumme von 17 Millionen Euro. Cardiff will nicht zahlen, Nantes beharrt auf dem unterschriebenen Transfervertrag. Der Fall könnte vor den Weltverband FIFA, den Internationalen Sportgerichtshof CAS und staatliche Gerichte gehen.

Knapp 400.000 Euro sollen in Stiftung fließen

4831 Spender – darunter viele Profis - hatten 397.000 Euro gesammelt, um die eigentlich eingestellte Suche nach dem Flugzeug und den beiden Leichen fortzusetzen. Mit dem Rest des Geldes soll eine Stiftung gegründet werden, die Opfer von Flugzeugunglücken unterstützt.

Das Flugzeug mit Sala und dem britischen Piloten war am 21. Januar auf dem Flug von Nantes nach Cardiff rund 20 Kilometer nördlich der Kanalinsel Guernsey vom Radar verschwunden. Sala hatte kurz zuvor in einer Sprachnachricht noch seine Angst vor einer Katastrophe geäußert.