Fussball-Ticker

Sala: Trümmerteile des vermissten Flugzeugs gefunden

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Auch Liverpool patzt

Der FC Liverpool hat einen großen Schritt in Richtung Meisterschaft verpasst. Der von Jürgen Klopp trainierte Tabellenführer der englischen Premier League kam gegen Ex-Meister Leicester City an der Anfield Road nach Führung nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus.

Liverpool baute zwar seinen Vorsprung auf Verfolger Manchester City auf fünf Punkte aus, hätte nach Citys Patzer tags zuvor (1:2 gegen Newcastle) aber davonziehen können. Sadio Mane traf schon nach 121 Sekunden für den Königsklassen-Gegner von Bayern München (3.), ehe Harry Maguire (45.+2) für Leicester ausglich. Nach der Pause drückten die Reds auf den Siegtreffer, wurden aber nicht belohnt.

Juventus scheitert im Pokal

Juventus Turin ist überraschend im Pokal-Viertelfinale an Atalanta Bergamo gescheitert. Die in der Liga noch ungeschlagene "Alte Dame" verlor in der Lombardei 0:3 (0:2), damit platzte auch der Traum vom fünften Pokalsieg in Folge. Neben Bergamo zog am Mittwoch auch der AC Florenz durch ein furioses 7:1 (3:1) gegen AS Rom ins Halbfinale ein.

Rekordpokalsieger Turin (13 Titel) erlebte mit Weltmeister Sami Khedira, aber ohne Emre Can in der Startelf eine erste Halbzeit zum Vergessen: Timothy Castagne (37.), und Duvan Zapata (39.) trafen per Doppelschlag, zudem wurde Trainer Trainer Massimiliano Allegri nach einem Disput mit dem Schiedsrichter auf die Tribüne geschickt (41.). Nach der Pause macht erneut Zapata (85.) alles klar.

Barcelona im Pokal-Halbfinale

Der FC Barcelona ist nach einer Galavorstellung ins Halbfinale des heimischen Pokalwettbewerbs eingezogen. Das Team von Trainer Ernesto Valverde drehte gegen den Tabellenvierten FC Sevilla ein 0:2 aus dem Viertelfinal-Hinspiel und gewann im heimischen Camp Nou klar mit 6:1 (2:0).

Die Tore für die Katalanen, bei denen Marc Andre ter-Stegen und Kevin-Prince Boateng auf der Bank saßen, erzielten Philippe Coutinho (13./Elfmeter, 53.), Ivan Rakitic (31.), Sergi Roberto (54.), Luis Suarez (89.) und Superstar Lionel Messi (90.+2). Guilherme Arana (67.) hatte bei Sevilla noch einmal Hoffnungen geweckt. Sevillas Ever Banega vergab beim Stand von 1:0 für Barca in der 27. Minute einen Elfmeter.

Heidenheim und Kiel spielen 2:2

Der 1. FC Heidenheim und Holstein Kiel haben den Sprung nah an die Aufstiegsplätze der Zweiten Liga verpasst. Im ersten Pflichtspiel des Jahres trennten sich die beiden punktgleichen Tabellennachbarn leistungsgerecht 2:2 (2:1). In der spektakulären Anfangsphase brachte der zuletzt angeschlagene Jonas Meffert (4.) die Gäste vor 9000 Zuschauern per Kopf in Führung. Doch zwei Aussetzer der Kieler nutzten Robert Glatzel (7.) und Denis Thomalla (14.) schon kurz darauf zur Heidenheimer Führung. In der Schlussphase rettete den Kielern ein Eigentor von Verteidiger Timo Beermann (81.) noch einen Punkt.

Sala: Trümmerteile des vermissten Flugzeugs gefunden

Die Ermittler sind der Aufklärung im Fall des vermissten Fußballprofis Emiliano Sala einen entscheidenden Schritt näher gekommen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit sind erste Trümmerteile des verschollenen Flugzeugs gefunden worden. Nach Angaben der für Flugunfälle zuständigen britischen Behörde AAIB sei es "wahrscheinlich", dass zwei an der französischen Küste angespülte Sitzkissen zu dem mit Sala an Bord verschwundenen Privatjets gehörten.

Deshalb wurde nun der Einsatz eines mit Sonargeräten ausgestatteten Spezialschiffs in Auftrag gegeben, das den Meeresboden nach dem Flugzeug absuchen soll. Nach Angaben der Behörde soll die Suche wegen der Wetter- und Meeresbedingungen am Ende des Wochenendes beginnen. Man habe dafür ein vorrangiges Suchgebiet von etwa vier nautischen Quadratmeilen identifiziert.

Kagawa nach Istanbul?

Der Wechsel des Dortmunder Mittelfeldspielers Shinji Kagawa zur AS Monaco hat sich offenbar zerschlagen. Das berichtet das Fachmagazin "Kicker". Demnach soll nun ein Wechsel zum türkischen Erstligisten Besiktas Istanbul im Gespräch sein.

Der ursprünglich bis 2020 vertraglich gebundene 29 Jahre alte Mittelfeldspieler spielte zuletzt unter Trainer Lucien Favre keine große Rolle mehr. Sollte ein Wechsel bis zum Transferschluss um 18.00 Uhr noch zustande kommen, wäre Kagawa nach Alexander Isak (Willem II) und Sebastian Rode (Frankfurt) der bereits dritte zuletzt nicht eingesetzte Spieler, der den Tabellenführer der Fußball-Bundesliga in dieser Transferperiode verlässt.

Kagawa war 2014 mit großen Erwartungen von Manchester United zum BVB zurückgekehrt. Doch anders als in seinen ersten Jahren beim Revierclub zwischen 2010 und 2012 erreichte er nur noch selten das Niveau eines Schlüsselspielers..

Werder-Verteidiger sagt Tschüs

Luca Caldirola verlässt Bremen und wechselt zum italienischen Zweitligisten Benevento Calcio. Werder meldete am Mittwochabend den Vollzug des Transfers, der sich schon seit einigen Tagen angedeutet hatte. Der 27 Jahre alte Innenverteidiger war bereits am Sonnabend zu Verhandlungen in seine Heimat gereist.

Ex-HSV-Profi Ilicevic wechselt nach Nürnberg

Bundesliga-Schlusslicht 1. FC Nürnberg hat kurz vor dem Ende der Transferperiode in Ivo Ilicevic einen neuen Offensivspieler verpflichtet. Wie die Franken am Mittwoch mitteilten, unterschrieb der mittlerweile 32-Jährige einen leistungsbezogenen Vertrag und soll dem Traditionsverein im Kampf gegen den Abstieg helfen. Ilicevic war zuletzt beim kasachischen Vizemeister Kairat Almaty aktiv. In der Bundesliga war der ehemalige kroatische Nationalspieler für den Hamburger SV, 1. FC Kaiserslautern und VfL Bochum aufgelaufen. Beim HSV trug er mit seinem Ausgleichstreffer im Relegations-Hinspiel gegen den KSC (1:1) im Jahr 2015 zum späteren Klassenverbleib bei.

In Nürnberg erhält Ilicevic nun die Rückennummer 16. "Ivo hat über 200 Spiele in der ersten und zweiten Bundesliga bestritten und in dieser Zeit auch viel Erfahrung im Abstiegskampf gesammelt. Wir sind deshalb der Überzeugung, dass er uns weiterhelfen und der Mannschaft zusätzliche Impulse geben kann“, sagte Nürnbergs Sportvorstand Andreas Bornemann. Der gebürtige Aschaffenburger Ilicevic meinte: „Für mich gilt es jetzt, meine neuen Kollegen so schnell wie möglich kennenzulernen und alles dafür zu tun, dass wir den Klassenerhalt schaffen.“

Darmstadt-Boss verteidigt Montag-Votum

Darmstadts Präsident Rüdiger Fritsch hat die Abschaffung der Montagsspiele verteidigt. "Die 18 Zweitligavereine haben sich mit klarer, deutlicher Mehrheit dafür ausgesprochen, auf die Montagsspiele zu verzichten. Wir dürfen das Thema nicht nur aus der Sicht der TV-Tauglichkeit und des optimalen Kommerzes sehen. Wenn wir den Fußball weiterhin als Volkssport haben wollen, dann gehört das Stadionevent dazu", sagte er auf dem Sportbusiness-Kongress SPOBIS am Mittwoch in Düsseldorf.

Die 18 Zweitligisten hatten sich im Dezember darauf verständigt, die bei Fans ungeliebten Montagsspiele ab der Saison 2021/22 durch eine Partie am Samstagabend ab 20.15 Uhr zu ersetzen. "Das Volk sieht den Fußball dahingehen, weil alles nur noch auf den letzten Euro ausgerichtet ist. Man muss das auch mit einem gesellschaftlichen Blick sehen. Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir die 2. Liga mit eigenem Bild auffrischen", sagte er weiter und brachte unter anderem "modifizierte Spielpläne, Play-offs und internationale Spiele" ins Gespräch.

Schalke zahlt neun Millionen für einen Rabbi

Die Hängepartie ist beendet, Schalke 04 hat kurz vor Ende der Wintertransferperiode doch noch seinen Wunschspieler Rabbi Matondo vom englischen Champion Manchester City verpflichtet. Der 18 Jahre alte Flügelflitzer, der dem Angriffsspiel der Königsblauen mehr Tempo verleihen soll, unterschrieb nach übereinstimmenden Medienberichten am Mittwoch einen Vertrag bis 2023. Die Ablösesumme soll neun Millionen Euro betragen, Manchester soll sich eine Rückkaufoption in Höhe von 50 Millionen Euro gesichert haben.

Bereits am frühen Nachmittag trainierte er erstmals auf Schalke. Matondo kommt mit der Empfehlung von Manchesters Meistertrainer Pep Guardiola, der den Youngster als "unglaublich schnellen Flügelspieler" und "großes Talent" lobte. Im klubinternen Wettrennen soll der Waliser sogar den Ex-Schalker Nationalspieler Leroy Sane hinter sich gelassen haben.

Allerdings fehlt dem 18-Jährigen noch die Erfahrung im Profibereich: Bei Guardiola rückte er zwar in den Kader für die Premier League, kam dort aber noch nicht zum Einsatz. Auf Schalke soll Matondo nicht nur ein Spieler mit Perspektive sein, sondern schon in der Rückrunde helfen. Denn die Offensive ist nach den Verletzungen von Breel Embolo, Guido Burgstaller und Steven Skrzybski stark ausgedünnt. In der walisischen Nationalmannschaft gab der in Liverpool geborene Matondo bereits im vergangenen November sein Debüt.

Neymar muss zehn Wochen pausieren

Neymar wird dem französischen Meister Paris St. Germain in den Achtelfinal-Duellen der Champions League mit dem englischen Rekordmeister Manchester United fehlen. Wie der Club am Mittwoch bekanntgab, muss der 26 Jahre alte Stürmer aufgrund einer Mittelfuß-Verletzung ungefähr zehn Wochen pausieren.

Somit würde Neymar dem Verein von Trainer Thomas Tuchel frühestens in einem möglichen Viertelfinale der Königsklasse wieder zur Verfügung stehen. Der teuerste Spieler der Welt wird sich allerdings keiner Operation unterziehen. Die Verletzung werde laut PSG konservativ behandelt.

"Paris Saint-Germain möchte seinem Spieler all seine Zuneigung, seine stärkste Unterstützung und seine größte Ermutigung zeigen, diese Verletzung zu überwinden, mit dem Mut und der Entschlossenheit, die er immer bewiesen hat", hieß es in der Mitteilung des Vereins.

Neymar musste am Mittwoch vergangener Woche während des Pokalspiels gegen Racing Straßburg (2:0) angeschlagen ausgewechselt werden. Danach wurde über einen erneuten Mittelfußbruch spekuliert. Diese Verletzung hatte Neymar bereits im Vorfeld der WM-Endrunde 2018 in Russland erlitten. Damals wurde der Angreifer operiert.

KFC Uerdingen schmeißt auch zwei Profis raus

Drittligist KFC Uerdingen hat zwei Tage nach der Trennung von Trainer Stefan Krämer auch die Spieler Christopher Schorch und Tanju Öztürk freigestellt. Das teilte der Aufsteiger am Mittwoch mit.

Als Begründung gab der ambitionierte Club, derzeit auf Tabellenplatz vier, disziplinarische Gründe an. Zu Hintergründen und näheren Umständen werde der Club derzeit aber keine weitere Stellungnahme abgeben.

Nach dem Aus für Krämer halten sich indes weiter Gerüchte um eine Verpflichtung von Stefan Effenberg. Der Ex-Nationalspieler war bei Uerdingens Niederlage am Wochenende gegen Würzburg (0:3) im Stadion an der Seite des mächtigen russischen KFC-Investors Michail Ponomarew gesichtet worden.

BVB beobachtet Social-Media-Aktionen der Profis

Borussia Dortmund achtet genau auf die Aktivitäten seiner Profis in den sozialen Medien. „Wir beobachten die Kanäle, um die Entwicklung der Persönlichkeit des Spielers zu beurteilen und Dinge frühzeitig zu verhindern. Wichtig ist, dass die Marke des Spielers nicht größer wird als der Verein“, sagte Sebastian Kehl, der Leiter der Lizenzspielerabteilung des BVB, am Mittwoch beim Branchenkongress SpoBis in Düsseldorf. „Man muss klar machen: Wer bezahlt den Spieler? Und was ist wichtig?“

Zu Spekulationen über einen Weggang von U19-Kapitän Tobias Raschl (18) von den Westfalen zum FC Bayern oder zu Bayer Leverkusen sagte Kehl: „Wir werden mit dem Jungen darüber reden. Er wird genau überlegen, wohin er geht. Es wäre schön, mal wieder einen Spieler aus den eigenen Reihen in die Profimannschaft zu bringen.“

In der neuen Konstellation der Führungsspitze sieht Kehl einen Grund für den derzeitigen Erfolg des BVB. „Es ist gelungen, unterschiedliche Generationen zusammenzubekommen“, sagte der frühere Nationalspieler (38), der mit Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (59) und Sportdirektor Michael Zorc (56) ein Führungsteam bildet. „Neuer Input von außen, ein anderer Typ, eine andere Art von Mitarbeiterführung - das funktioniert im Moment sehr gut.“

Kehl betrachtet sich selbst noch als Lernenden: „Sich eine Grundlage zu erarbeiten, ist jetzt das Thema. Ich bin erst ein halbes Jahr in der Funktion, das ist spannend.“ Er sieht sich bei seiner Arbeit dicht an den Profis und an Trainer Lucien Favre als „Förderer und Forderer der Spieler“ sowie als Bindeglied in die Geschäftsführung.

Villareal holt Trainer zurück – nach 50 Tagen

Verrücktes Trainer-Karrusell im spanischen Fußball: Nur 50 Tage nach seiner Entlassung ist Javi Calleja vom abstiegsgefährdeten Erstligisten FC Villarreal zum allgemeinen Erstaunen wieder als Coach verpflichtet worden. Der Tabellenvorletzte hatte sich wenige Stunden zuvor von Trainer Luis García Plaza getrennt. "Unser Fußball wird immer irrer, aber so etwas haben wir noch nie gesehen", sagte ein Kommentator im spanischen Fernsehen.

Clubpräsident und -Besitzer Fernando Roig teilte die Maßnahme am Dienstagabend mit und räumte dabei ein: "Ich weiß, dass diese Entscheidung eigenartig erscheint. Aber Roig macht das Gegenteil von dem, was die anderen machen." Er übernehme die Verantwortung.

Die Sportzeitung „AS“ erinnerte am Mittwoch daran, dass es im spanischen Fußball vor rund 25 Jahren einen ähnlichen Fall gab. Der Niederländer Guus Hiddink wurde damals vom FC Valencia im November 1993 des Amtes enthoben und vier Monate später für die letzten zehn Liga-Spiele wieder verpflichtet. Boss des FC Valencia war damals Paco Roig – ein Bruder des heutigen Villarreal-Chefs.

Der 40 Jahre alte Calleja hatte mit Villarreal in der vorigen Saison den fünften Platz der Primera Division erreicht. In der aktuellen Spielzeit war er nach 15 Runden vor die Tür gesetzt worden. Seine Bilanz bis dahin: Drei Siege, fünf Unentschieden und sieben Niederlagen.

Unter der Ägide von García Plaza schaffte das „Gelbe U-Boot“, wie der Club genannt wird, anschließend in sechs Liga-Spielen nur vier Remis. Nach 21 Spieltagen belegt Villarreal mit nur 18 Punkten Platz 19. Der Abstand zum rettenden 17. Platz beträgt bereits fünf Punkte. Roig versprach, dass Calleja bis zum Saisonende im Amt bleibe.

Schalke gibt Baba ab, di Santo soll folgen

Schalke 04 und Abdul Rahman Baba gehen getrennte Wege. Der vom Revierclub bereits zweimal ausgeliehene Linksverteidiger vom FC Chelsea wird künftig für Stade Reims spielen. Das teilte der französische Erstligist am Mittwoch mit.

Der 24 Jahre alte Profi aus Ghana galt bei Schalke zuletzt hinter Bastian Oczipka und Hamza Mendyl nur als dritte Wahl und kam in der bisherigen Liga-Saison nur auf zwei Einsätze. Das veranlasste beide Seiten dazu, die Zusammenarbeit bereits ein halbes Jahr früher als geplant zu beenden.

Darüber hinaus steht auch Franco di Santo (29) vor dem Absprung. Der zuletzt von Trainer Domenico Tedesco nicht mehr berücksichtigte Angreifer aus Argentinien steht laut Medienberichten vor einem Wechsel zum türkischen Spitzenclub Galatasaray Istanbul.

Watzke verbot Weigl Wechsel zu Tuchel

Mittelfeldspieler Julian Weigl erhielt von Borussia Dortmund keine Freigabe für einen Wechsel zu Paris St. Germain. "Dass die Verantwortlichen mich nicht abgeben wollen, musste ich akzeptieren", sagte der 23-Jährige in der Sport Bild: "Jetzt liegt meine volle Konzentration darauf, mit dem BVB erfolgreich zu sein. Aktuell fühle ich mich deutlich wohler als in der Hinrunde."

Wenn es nach Weigl gegangen wäre, würde er jetzt aber im PSG-Trikot auflaufen. "Als Paris vor Beginn der Rückrunde Interesse an mir gezeigt hat, habe ich mir natürlich Gedanken um meine Zukunft gemacht", verriet Weigl, der in Dortmund seinen Stammplatz im zentralen Mittelfeld verloren hat: "Ich wollte meine sportliche Situation verbessern. Und dass ich unter Thomas Tuchel gut funktionieren kann, ist kein Geheimnis. Ich habe den BVB-Verantwortlichen meine Gedanken mitgeteilt."

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc schoben einem Wechsel im Winter jedoch den Riegel vor. PSG verpflichtete stattdessen Leandro Paredes (24) von Zenit St. Petersburg für rund 47 Millionen Euro.

Perverse Transfers? Berater widerspricht Eberl

Spielerberater Thomas Kroth hält die Entwicklung auf dem Transfermarkt im Gegensatz zu Borussia Mönchengladbachs Manager Max Eberl nicht für pervers. "Es ist einfach so, dass immer mehr Geld im Markt ist. Die Preise sind in den letzten Jahren immer weiter gestiegen“, sagte Kroth der Deutschen Presse-Agentur. Eberl hatte sich zu Wochenbeginn bei RTL Nitro sehr kritisch über den Transfermarkt geäußert. Er sei Sportdirektor und "auf den sportlichen Erfolg mehr erpicht als auf die Millionen, die es gäbe. Aber das zeigt, wie kurios dieser Transfermarkt ist. An Perversität nicht zu überbieten.“

Die aktuelle Winter-Transferperiode hält Kroth für bislang unauffällig. "Der Transfermarkt war aus meiner Sicht relativ ruhig und entspannt bislang“, sagte er. "Alle warten jetzt, ob die englischen Clubs auf der Ziellinie nochmal größer aktiv werden.“ Die derzeitige Transferphase endet in der Bundesliga am 31. Januar um 18 Uhr.

Kroth erwartete bis dann noch den einen oder anderen Spielerwechsel. "Kurz vor Ende der Transferperiode kann immer noch etwas Überraschendes passieren. Es gibt zudem noch einige Bundesliga-Vereine, die wegen Verletzungsproblemen noch etwas machen wollen“, sagte er.

Laut Kroth, dessen Unternehmen unter anderem Nationaltorwart Manuel Neuer und Stürmer Kevin Volland berät, bleibt abzuwarten, wie sich der mögliche Brexit auswirken werde. „Die Bundesliga wird dadurch im Vergleich zur Premier League gestärkt werden. Ob sie aber die englischen Clubs überholen kann, ist noch unklar“, sagte der ehemalige Profi. In den vergangenen Jahren hatten unter anderem zahlreiche englische Clubs sehr hohe Summen für Transfers ausgegeben.

Wagner-Wechsel nach China perfekt

Der Wechsel von Sandro Wagner vom FC Bayern München nach China ist perfekt. Wie der Rekordmeister mitteilte, verpflichtet Erstligist Tianjin Teda den achtmaligen Nationalspieler. Der 31-Jährige erhält bei der Mannschaft von Trainer Uli Stielike einen angeblich hoch dotierten Vertrag.

„Er hat ein sehr attraktives Angebot aus China vorliegen und wir haben daher seinem Wunsch entsprochen“, wurde Sportdirektor Hasan Salihamidzic in der Mitteilung zitiert. Wagner war vor einem Jahr aus Hoffenheim in seine Geburtsstadt München zurückgekehrt. Bei Trainer Niko Kovac spielte der Angreifer zuletzt keine Rolle mehr.

Nachholspiele in Dritter Liga terminiert

Das abgesagte Auswärtsspiel des Drittligisten Karlsruher SC beim FSV Zwickau wird am 12. Februar nachgeholt. Dies teilte der Deutsche Fußball-Bund am Mittwoch mit. Der Start in die zweite Saisonhälfte der Badener, der ursprünglich für den vergangenen Sonntag angesetzt war, war wegen starker Schneefälle abgesagt worden. Aus dem gleichen Grund war auch die Drittliga-Partie zwischen dem VfR Aalen und der SpVgg Unterhaching ausgefallen. Das Duell wird nun am 27. Februar (19.00 Uhr) ausgetragen.

Hasenhüttl kämpft mit der englischen Sprache

Als Coach des englischen Erstligisten FC Southampton hat Ralph Hasenhüttl noch immer mit der Sprachbarriere zu kämpfen. Die Ansprachen an seine Spieler stellten „aufgrund des begrenzten Englischwortschatzes aktuell noch eine große Herausforderung dar“, sagte der ehemalige Leipzig-Trainer der „Welt“.

Allerdings hätten sich seine Sprachkenntnisse in den vergangenen Wochen bereits verbessert. „Mittlerweile funktionieren aber auch die Pressekonferenzen ganz gut, weil ich jetzt fast alles verstehe“, sagte der Österreicher amüsiert. Der 51-Jährige ist seit Dezember Trainer des Premier-League-Clubs FC Southampton.

Während er selbst versucht, sein Team aus dem Tabellenkeller zu führen, traut er seinem Trainerkollegen Jürgen Klopp in diesem Jahr den Titel zu. „Ich halte es für möglich, dass Jürgen das gelingt“, sagte er über die Chancen des FC Liverpool, der die Premier League aktuell anführt.