Fußball-Ticker

Achtelfinalist Schalke verspielt Gruppensieg in Porto

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Tuchel bezwingt mit PSG Klopps FC Liverpool

Trainer Thomas Tuchel hat mit Paris Saint-Germain Kurs auf das Achtelfinale der Champions League genommen. Angeführt von Superstar Neymar setzte sich PSG im Topspiel der Fußball-Königsklasse am Mittwoch gegen den FC Liverpool von Coach Jürgen Klopp mit 2:1 (2:1) durch. Weil der SSC Neapel im zweiten Spiel der Gruppe C mit 3:1 (2:0) gegen Roter Stern Belgrad gewann, rutschte Liverpool mit sechs Punkten auf Platz drei ab und muss um den Einzug in die K.o.-Runde bangen. Neapel ist nun mit neun Punkten Tabellenführer vor Paris (8).

Achtelfinalist Schalke verspielt Gruppensieg in Porto

Fußball-Bundesligist Schalke 04 hat kurz nach dem Einzug ins Achtelfinale der Champions League beim FC Porto seine erste Niederlage in der Königsklasse hinnehmen müssen. Das Team von Trainer Domenico Tedesco unterlag dem portugiesischen Meister mit 1:3 (0:0) und verspielte damit schon die Chance auf den Gruppensieg. Torschützen für Spitzenreiter Porto waren Eder Militao (52.), Jesus Corona (55.) und Moussa Marega (90.+4). Nabil Bentaleb (89.) verkürzte per Handelfmeter. Schalke war dank Moskauer Schützenhilfe bereits vor dem Spiel in die K.o.-Runde eingezogen. Durch den 2:0 (1:0)-Sieg von Lokomotive Moskau gegen Galatasaray Istanbul in der zuvor ausgetragenen Partie der Gruppe D sind die Königsblauen nicht mehr vom zweiten Platz zu verdrängen.

Dortmund im Champions-League-Achtelfinale

Bundesliga-Tabellenführer Borussia Dortmund hat vorzeitig das Achtelfinale der Champions League erreicht. Mit dem 0:0 im Heimspiel gegen den FC Brügge folgte der BVB am Mittwoch dem FC Bayern und dem FC Schalke 04 als dritter deutscher Club vorzeitig in die K.o.-Phase der europäischen Fußball-Königsklasse. Doch die gute Ausgangsposition im Kampf um den Gruppensieg ist nach der unnötigen Punkteteilung dahin. Am 11. Dezember muss der BVB im letzten Gruppenspiel nicht nur in Monaco gewinnen, sondern benötigt auch noch Schützenhilfe von Brügge gegen Atletico Madrid.

Schalke vorzeitig im Achtelfinale

Dank Schützenhilfe aus Moskau hat Fußball-Vizemeister Schalke 04 vorzeitig das Achtelfinale in der Champions League erreicht. Der bereits ausgeschiedene russische Meister Lokomotive Moskau bezwang Galatasaray Istanbul mit 2:0 (1:0) und sicherte damit den Königsblauen schon vor deren Spiel beim FC Porto zumindest Platz zwei in der Gruppe D. Für die Schalker ist es der sechste Einzug in die K.o.-Runde der Königsklasse.

Grzegorz Krychowiak (43.) und Wladislaw Ignatjew (54.) erzielten die Tore für Lok Moskau. Ex-Weltmeister Benedikt Höwedes, langjähriger Schalker Kapitän, saß nur auf der Ersatzbank. Dagegen spielte der ehemalige Schalker Außenstürmer Jefferson Farfan. Der russische Meister verkürzte den Rückstand auf den Tabellendritten Istanbul auf drei Punkte und wahrte damit seine Chance auf den Einzug in die Europa League. Im letzten Spiel am 11. Dezember müssen Höwedes und Co. auf Schalke antreten.

Ingolstadt sucht Nouris Nachfolger

Zweitligaschlusslicht FC Ingolstadt will auf der Suche nach einem Nachfolger für den beurlaubten Trainer Alexander Nouri nicht überstürzt handeln. „Es sind viele Interessenten. Wir führen viele Gespräche und grenzen das Thema gerade ein“, sagte Geschäftsführer Harald Gärtner am Dienstag. 24 Stunden zuvor hatten sich die Schanzer nach gerade einmal 63 Tagen im Amt von Nouri getrennt. Erstmal wird U19-Coach Roberto Pätzold das Team betreuen. Am Dienstag leitete er auch gleich die erste Einheit. „Er wird solange der Trainer sein, bis wir der Meinung sind, dass wir den Mann gefunden haben, der uns aus dem Tabellenkeller führen kann“, sagte Gärtner über Pätzold. Nach Informationen des „Donaukurier“ gilt der frühere Schalker Coach Jens Keller als einer der Topkandidaten des FCI. Keller war auch schon im Gespräch als Nachfolger von Stefan Leitl. Nouri trat dann das Amt bei den Oberbayern an.

Robbie Keane hört auf

Irlands Idol Robbie Keane hängt die Fußballschuhe an den Nagel. Am Mittwoch verkündete der 38-Jährige, der 146 Länderspiele (68 Tore) für sein Heimatland bestritt, sein Karriereende. In der englischen Premier League schoss Keane in 349 Partien 126 Tore, davon 91 für Tottenham Hotspur.

Keane fungiert künftig als Assistent von Irlands neuem Teammanager Mick McCarthy. Er tritt damit in die Fußstapfen von Roy Keane, der zusammen mit dem bisherigen irischen Chefcoach Martin O'Neill gehen musste.

Gewalttätiger Rostock-Fan muss in Haft

Wegen Steinwürfen auf Polizisten muss ein 35 Jahre alter Hansa-Rostock-Fan vier Jahre und fünf Monate ins Gefängnis. Der Bundesgerichtshof (BGH) habe die Revision des Urteils des Rostocker Landgerichts vom Mai 2016 am Dienstag abgelehnt, teilte ein Sprecher des Rostocker Gerichts am Mittwoch mit. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Mann am Rande eines Heimspiels des FC Hansa gegen Dynamo Dresden im Herbst 2014 unter anderem mit einem 1,7 Kilogramm schweren Stein einen Polizisten an den Rippen verletzt hatte.

Der Seeoffizier habe aus "Hass auf die Polizei" gehandelt, hieß es in der Begründung des Urteils. Der Angeklagte hatte die Tat bestritten, sein Verteidiger deshalb einen Freispruch beantragt. Der verurteilte Mann befinde sich aktuell noch auf freiem Fuß, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Hannover droht Punktabzug

Im Streit um seine umstrittene Satzungsänderung soll Hannover 96 eine harte Strafe durch die Deutsche Fußball-Liga drohen. Das berichtet die Zeitschrift "Sport-Bild". Demnach sollen den Niedersachsen im Extremfall etliche Punkte abgezogen und die Lizenz für die kommende Saison verweigert werden, sollte 96-Präsident Martin Kind an den im September vorgenommenen Neuregelungen festhalten.

Diese schränken nach Auffassung von Kritikern die Rechte der Hannover 96 Management GmbH, die zu 100 Prozent dem eingetragenen Verein gehört, stark ein und sollen damit gegen die 50+1-Regel verstoßen. Laut Bericht ist auch die DFL der Ansicht, dass die Satzungsänderung in "mehreren Punkten glasklar gegen die 50+1-Regel verstößt". Diese besagt, dass der Stammverein bei ausgegliederten Profi-Abteilungen weiter die Mehrheit halten muss.

96 sieht sich dagegen weiter im Recht. "Die Änderung des Gesellschaftsvertrages bei der Hannover 96 KGaA ist begründet und orientiert sich am Regelwerk der Deutschen Fußball-Liga (DFL)", teilte der Club am Mittwoch mit. Man sei mit der DFL darüber im Austausch. "Weitergehende Entscheidungen erwarten wir nicht", hieß es in der nur sieben Zeilen umfassenden Mitteilung. Kind hatte einen möglichen Verlust der Lizenz bislang als "Witz" bezeichnet. Die DFL wollte sich auf dpa-Anfrage zu dem Bericht nicht äußern.

Laut "Sport-Bild" will die DFL mit der Verhängung der Strafen allerdings warten, bis das Ständige Schiedsgericht der Lizenzligen über die Beschwerde von Kind gegen seinen abgelehnten Antrag auf Übernahme der Mehrheit an Hannover 96 entschieden hat. Darüber soll noch in diesem Jahr verhandelt werden.

Beckenbauer will im Streit Hoeneß/Breitner schlichten

Franz Beckenbauer hofft im heftigen Streit zwischen Uli Hoeneß und Paul Breitner auf eine Versöhnung der beiden Kontrahenten. "Ich wünsche mir, dass sich die beiden wieder zusammenraufen. Das sollte doch möglich sein zwischen zwei erwachsenen Menschen", sagte der Ehrenpräsident von Bayern München der "Bild"-Zeitung. Der "Kaiser" würde sich sogar als Schlichter zur Verfügung stellen: "Wenn ich dazu beitragen kann, bin ich natürlich dazu bereit."

Das Verhältnis der einst dicken Kumpels Hoeneß und Breitner ist schwer belastet. Nachdem Breitner zuletzt heftige Kritik am Bayern-Präsidenten und an Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nach deren umstrittener Pressekonferenz geübt hatte, reagierte der Club mit der Verbannung des früheren Spielführers aus dem VIP-Bereich.

Man habe "gemeinsam entschieden, dass er im Ehrengastbereich der Allianz Arena nicht mehr willkommen ist", sagte Finanzvorstand Jan-Christian Dreesen bei "Spiegel online". Die "mehr als geringschätzigen Äußerungen über den FC Bayern und dessen handelnde Personen" in der BR-Sendung "Blickpunkt Sport" seien der Grund gewesen.

Breitner konterte in "Bild": Er habe ohnehin damit gerechnet, "und ich möchte den einen oder anderen im Moment sowieso nicht sehen". Er habe nun auch beschlossen, "meine zwei Ehrenkarten, die ich als Ehrenspielführer auf Lebenszeit besitze, zu Händen von Herrn Dreesen zurückzuschicken. Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, dass ich Freikarten will".

Breitner und Hoeneß hatten jahrelang bei den Bayern große Erfolge gefeiert und waren mit der Nationalmannschaft 1972 Europa- und 1974 Weltmeister geworden. Breitner war zuletzt als Berater, Chefscout und Markenbotschafter beim deutschen Rekordmeister tätig. Im März 2017 hatte er aber hingeworfen. Schon zu diesem Zeitpunkt galt das Verhältnis zu Hoeneß als belastet.

Lemke kritisiert "den alten Hoeneß"

Werder Bremens langjähriger Bundesliga-Manager Willi Lemke (72) hat Bayern Münchens Präsidenten Uli Hoeneß für dessen jüngste Auftritte in der Öffentlichkeit kritisiert. Vor allem die viel diskutierte Pressekonferenz der Bayern-Bosse im Oktober stieß Lemke auf. "Das war leider wieder der alte Uli Hoeneß, und nicht mehr der Uli Hoeneß, mit dem ich Brüderschaft getrunken habe, nachdem er aus dem Gefängnis gekommen war", sagte Lemke in einem Interview der "Sport-Bild".

Die legendäre Bayern-PK der Bosse in voller Länge

Nach jahrelangem Clinch hatten sich die langjährigen Bundesliga-Granden angenähert. Lemke hatte Hoeneß zuletzt als "sehr vernünftigen, sozial eingestellten, gut diskutierenden Menschen" erlebt. Hoeneß, war unter anderem Gast bei Lemkes 70. Geburtstag.

Die Pressekonferenz der Münchner empfand Lemke nun jedoch als "skurril. Ich war erschrocken. Ich denke, sie lagen mit der Art und Weise voll daneben und würden es heute nicht mehr machen", sagte Lemke zur Generalabrechnung der Bayern-Bosse mit den Medien: "Sie haben sich unmöglich gegenüber den Medien verhalten."

Diese sollten sich untereinander abstimmen und den Branchenprimus einmal einen Monat lang ignorieren, sagte Lemke: "Da würden die Verantwortlichen vor Wut an die Decke gehen." Der frühere Werder-Boss hat eine einfache Erklärung für das zuletzt dünnhäutige Auftreten der Bayern-Chefs: "Sie kennen es nicht, im Misserfolg zu leben."

Hannover läuft mit Anti-Mobbing-Trikot auf

Hannover 96 tritt zum Bundesligaduell gegen Hertha BSC am Sonnabend (15.30 Uhr/Sky) mit einem Sondertrikot gegen Mobbing an. "Stoppt Mobbing" wird anstelle des Geldgebers (Heinz von Heiden) auf der Brust der 96-Spieler stehen. "Das ist ein gesellschaftliches Thema, das in die Öffentlichkeit gehört", sagte Manager Horst Heldt: "Ich freue mich, dass unser Hauptsponsor das unterstützt."

Coman und Thiago melden sich zurück

Bayern Münchens Trainer Niko Kovac kann wohl schon am Sonnabend (15.30 Uhr/Sky) im Bundesliga-Auswärtsspiel bei Werder Bremen wieder auf die länger verletzten Thiago und Kingsley Coman zurückgreifen. Beide absolvierten am Mittwoch das komplette Training mit den Reservisten.

Coman hatte zum Bundesligastart am 24. August gegen Hoffenheim einen Syndesmoseriss erlitten. Thiago verletzte sich am 30. Oktober im DFB-Pokal-Spiel beim SV Rödinghausen (Außenbandriss im Sprunggelenk).

Damit lichtet sich so langsam das Münchner Lazarett. Auch Mats Hummels, der am Dienstag beim 5:1 in der Champions League gegen Benfica Lissabon wegen eines Magen-Darm-Infekts gefehlt hatte, dürfte in Bremen wieder zur Verfügung stehen. Der Einsatz von Serge Gnabry (Adduktorenprobleme) ist offen. Lediglich James und Corentin Tolisso fallen noch länger aus.

Champions League: Bayern machen kräftig Kasse

Der FC Bayern München hat mit dem vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale der Champions League seine Prämieneinnahmen im laufenden Wettbewerb auf 36,45 Millionen Euro erhöht. Nach einer erneuten Steigerung der Ausschüttungen an die 32 Teilnehmer durch die Europäische Fußball-Union (Uefa) wird die Achtelfinal-Teilnahme in dieser Saison mit 9,5 Millionen Euro honoriert. Zudem zahlt die Uefa für jeden Sieg in der Gruppenphase 2,7 Millionen Euro. Das 5:1 gegen Benfica Lissabon war für die Münchner damit 12,2 Millionen Euro wert.

Allein als Startgeld erhält jeder Verein seit dieser Saison 15,25 Millionen Euro. Zu den Prämien kommen noch Millionen-Zahlungen aus dem sogenannten Marktpool. In der vergangenen Saison erhielten die Bayern als Halbfinalist aus dem Uefa-Topf etwas mehr als 70 Millionen Euro. Diesen Betrag könnte der deutsche Rekordmeister in dieser Saison deutlich übertreffen. Mehr als 100 Millionen Euro sind drin.

Amiri zurück im Training

U-21-Europameister Nadiem Amiri ist nach über dreimonatiger Verletzungspause wieder ins Mannschaftstraining der TSG 1899 Hoffenheim zurückgekehrt. Der offensive Mittelfeldspieler nahm am Mittwoch an der nichtöffentlichen Übungseinheit teil, wie der Bundesligist via Twitter mitteilte.

Amiri war im August wegen eines Ermüdungsbruchs am linken Mittelfuß operiert worden und kam in dieser Saison noch nicht zum Einsatz. Neben Benjamin Hübner, Dennis Geiger und Lukas Rupp zählte der 22-Jährige zu den Dauerverletzten bei den Kraichgauern.

Verletzter Ginter postet Veilchen-Foto

Nationalspieler Matthias Ginter blickt drei Tage nach seinem fürchterlichen Zusammenprall auf dem Platz schon wieder optimistisch in die Zukunft. Der 24-Jahre alte Profi von Borussia Mönchengladbach postete am Mittwoch bei Instagram ein Bild aus dem Krankenhaus, auf dem er die Daumen in die Höhe hält und die Mundwinkel zu einem leichten Lächeln nach oben gezogen hat.

Die Folgen seines Zusammenpralls im Spiel gegen Hannover 96 mit Noah Joel Sarenren Bazee sind zudem deutlich zu sehen. Das linke Auge des Weltmeisters von 2014 ist völlig geschwollen und schwarz. "Ja, ich weiß, es sieht alles noch etwas schief aus, und das Lachen klappt auch noch nicht richtig, aber ansonsten geht’s mir gut", schrieb Ginter. Der Abwehrspieler hatte sich beim 4:1 der Borussia gegen die Niedersachsen eine Fraktur der Augenhöhle und des Kiefers zugezogen und musste am Dienstag in der Gladbacher Maria-Hilf-Klinik operiert werden.

"Mit dem Kopf/Gehirn ist alles in Ordnung, und das Auge hat glücklicherweise auch nichts abbekommen, also noch mal Glück im Unglück gehabt. Die OP ist nach Plan gelaufen, und jetzt beginnt der Heilungsprozess", schrieb Ginter und fügte an: "Ich werde so schnell wie möglich zurück sein."

Clubs lehnen Aufspaltung der 3. Liga ab

Im Dauerstreit um die Regionalliga-Reform und die Aufstiegsregelung in die 3. Liga haben die Drittligisten den Aufteilungsvorschlag des zuständigen DFB-Vizepräsidenten Rainer Koch zurückgewiesen. "Die Drittligisten verlangen, die inzwischen stärkste 3. Liga aller Zeiten in ihrer über zehn Jahren bewährten eingleisigen Form zu erhalten und konsequent weiter zu professionalisieren. Das ist aus Sicht der Vereine der 3. Liga alternativlos", ließen die Clubs nach einem Treffen in Wiesbaden verlauten.

Koch hatte zuvor die Einführung von zwei 3. Ligen vorgeschlagen. "Wäre die 3. Liga zweigleisig, hätten wir eine echte pyramidale Ligenstruktur und mit der Bildung der dann fünf oder sogar sechs Regionalligen überhaupt keine Probleme", sagte Koch der "Sport-Bild".

Laut den Drittligisten ist damit "die Glaubwürdigkeit des DFB in Bezug auf die Neuregelung des Aufstiegs in die 3. Liga endgültig verlorengegangen". Eine mehrheitsfähige Lösung könne nur beinhalten, "dass die Meister aus vier Regionalligen direkt in die 3. Liga aufsteigen. Deren Vereine waren mit dem Kompromiss eines vierten Absteigers in Vorleistung getreten, um den Prozess im Sinne der sportlichen Leistung und der Fußballfans aktiv voranzutreiben".

La Liga klagt gegen spanischen Verband

Der Streit zwischen dem spanischen Fußballverband RFEF und dem Ligaverband LFP hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. Der Ligaverband hat im Streit um die Verlegung einer Erstligabegegnung in die USA den Dachverband verklagt und will so die Durchführung des Meisterschaftsspiels zwischen dem FC Girona und Meister FC Barcelona am 26. Januar 2019 in Miami durchsetzen. Die RFEF hatte den entsprechenden Antrag beider Vereine und des Ligaverbandes abgelehnt.

Ligapräsident Javier Tebbas argumentiert in einem 18-seitigen Schreiben unter anderem damit, dass die RFEF in diesem Jahr den spanischen Supercup im August zwischen Meister FC Barcelona und Pokalfinalist FC Sevilla (2:1) in Tanger (Marokko) ausgetragen hat. Das Supercupfinale hatte erstmals außerhalb Spaniens stattgefunden.

Ermittlungen gegen Sampdoria-Präsident

Gegen den Präsidenten des italienischen Erstligisten Sampdoria Calcio, Massimo Ferrero, laufen Ermittlungen der Steuerfahndung. Dem römischen Filmproduzenten werden mit weiteren sechs Verdächtigten Betrug, falsche Rechnungsstellung und Geldwäsche zur Last gelegt.

Ins Visier der Ermittler ist unter anderem der Verkauf des Spielers Pedro Obiang an den englischen Erstligisten West Ham United geraten. Dabei soll es zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein.

Ferrero ist seit 2014 Besitzer von Sampdoria, Europapokals-Sieger der Pokalsieger 1990 und Italiens Meister 1991.

Kevin Boateng fällt lange aus

Das Jahr 2018 ist für den ehemaligen Bundesligaprofi Kevin-Prince Boateng von Italiens Erstligist Sassuolo Calcio frühzeitig zu Ende gegangen. Der 31-Jährige erlitt im Serie-A-Spiel beim FC Parma eine Schambeinverletzung und muss länger pausieren.

Laut "Gazzetta dello Sport" wird der Mittelfeldspieler voraussichtlich erst nach der Winterpause im Januar wieder aufs Spielfeld zurückkehren. Boateng, der im Juli von Eintracht Frankfurt in die Serie A gewechselt war, hat seit Anfang dieser Meisterschaft vier Tore für Sassuolo geschossen. Der norditalienische Club belegt nach 13 Spieltagen mit 19 Punkten Platz neun in der Tabelle.

Fürth verlängert mit Trainer Buric

Zweitligist SpVgg Greuther Fürth hat den Vertrag mit Trainer Damir Buric um ein Jahr verlängert. Der 54-Jährige soll bis zum 30. Juni 2020 bei den Franken bleiben. Buric hatte das Team mit nur einem Punkt auf dem Konto im September 2017 übernommen und es zum Klassenverbleib geführt.

"Ich habe die Spielvereinigung direkt ins Herz geschlossen, habe mich vom ersten Tag an wohlgefühlt. Was wir letztes Jahr durchleben mussten, hat uns alle zusammengeschweißt, und daran konnte jeder Einzelne wachsen. Jetzt sind wir schon ein paar Schritte weiter, haben aber immer noch einiges zu tun", sagte Buric laut Mitteilung vom Mittwoch.

"Damir ist ein hervorragender Trainer, der unsere Werte und Vorstellungen menschlich wie inhaltlich verkörpert. Mit Demut, intensiver Arbeit und dem absoluten Willen zur permanenten Weiterentwicklung lebt er all das vor, was wir von unserer Mannschaft erwarten", erklärte Geschäftsführer Rachid Azzouzi.

Eberl unterzieht sich Darm-OP

Sportdirektor Max Eberl (45) vom Bundesligisten Borussia Mönchengladbach hat sich einer Darmoperation unterzogen. "Es ist nichts Dramatisches, aber es muss gemacht werden – leider eine Art Familienkrankheit bei uns", sagte der ehemalige Bundesliga-Profi der "Bild", "ich muss neun bis zehn Tage im Krankenhaus bleiben und darf wohl bis Weihnachten nicht mehr ins Stadion."

Der fünfmalige deutsche Meister ist in dieser Saison erster Verfolger von Tabellenführer Borussia Dortmund. Eberls Aufgaben soll bis auf Weiteres Scouting-Chef und Eberl-Assistent Steffen Korell (47) übernehmen.

Nagelsmann redet sich in Rage

Der Frust über die späte Niederlage und das Ende der Achtelfinalträume in der Champions League brach bei Julian Nagelsmann während der Pressekonferenz richtig raus. In der Nachspielzeit hatte die wild stürmende TSG 1899 Hoffenheim noch das 2:3 (2:2) gegen Schachtjor Donezk gefangen und damit auch die Chancen auf die Europa-League-Teilnahme minimiert. Auf die Fragen, warum sein Team am Schluss nicht wenigstens mit aller Macht den einen Punkt gesichert habe, redete sich der Chefcoach in Rage.

"Diese Unentschieden – das geht mir voll auf den Sack", erklärte der 31-Jährige. "Ich will halt gewinnen, ich will immer gewinnen, immer. Jedes Scheißspiel will ich gewinnen. Ich will alles gewinnen, auch heute wollte ich gewinnen. Ich will auch gegen Manchester City gewinnen, das verspreche ich."

Die Kraichgauer hatten am Dienstagabend im vorletzten Gruppenspiel erneut den ersten Sieg in der Königsklasse verpasst. Damit geht es für sie am 12. Dezember bei Manchester City nur noch ums Weiterspielen in der Zwischenrunde der Europa League. Dafür muss Hoffenheim beim bereits für das Achtelfinale qualifizierten englischen Meister gewinnen und Donezk gegen Olympique Lyon verlieren.

Uefa erwägt Verlegung von Donezk-Spiel

Die Europäische Fußball-Union (Uefa) zieht eine örtliche Verlegung des Champions-League-Gruppenspiels zwischen Schachtjor Donezk und Olympique Lyon am 12. Dezember in Erwägung. Die Partie soll eigentlich in Charkow stattfinden. Aufgrund der drohenden Auseinandersetzungen zwischen Russland und der Ukraine diskutiert die Uefa zurzeit über mögliche Maßnahmen.

Das Europa-League-Duell zwischen dem ukrainischen Vertreter Worskla Poltawa und dem englischen Spitzenclub FC Arsenal am Donnerstag findet im Olympiastadion von Kiew statt. Die Uefa begründete die Verlegung der Partie mit Sicherheitsbedenken aufgrund der Verhängung des Kriegsrechts in einigen Regionen der Ukraine.