Fußball-Ticker

Blitztor und spektakuläres Spiel bei Paderborn gegen Kiel

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Boateng macht sich wegen Özils Rücktritt Vorwürfe

Jérôme Boateng hat erneut sein Bedauern über den Rücktritt von Mesut Özil aus der deutschen Nationalmannschaft zum Ausdruck gebracht und eigene Versäumnisse im Umgang mit seinem Freund bei der WM eingeräumt. "Nach dem Turnier erst wurde mir klar, dass wir im Team viel mehr für Mesut hätten tun und uns öffentlich für ihn starkmachen können", sagte Boateng in seinem neuen Lifestyle-Magazin "BOA".

"Es ist schade, dass es dazu nicht gekommen ist. Wir haben ja gesehen, wohin uns das geführt hat", ergänzte Boateng: "Nun ist ein Spieler mit Migrationshintergrund zurückgetreten, unsere Nummer 10. Die Mannschaft hat ein ganz anderes Image verpasst bekommen, obwohl wir jahrelang dafür gekämpft haben, mit dem Team nicht nur erfolgreich zu spielen, sondern auch ein modernes Bild von Deutschland auszustrahlen."

Im Nachhinein würde er sich wünschen, die DFB-Auswahl hätte den nach der Erdogan-Affäre kritisierten und teilweise rassistisch beleidigten Özil so unterstützt, wie es die Schweden mit Jimmy Durmaz taten, sagte Boateng. "Was die Schweden gemacht haben, war wirklich stark. Da hatte ich Gänsehaut. Das fanden auch viele andere bei uns im Team top", sagte er. Über eine vergleichbare Aktion sei bei der deutschen Mannschaft "gar nicht diskutiert" worden, ergänzte der 30-Jährige: "Leider. Und dann haben wir auch schon wieder gespielt. Es ging ums Weiterkommen, und weil es bei uns einfach überhaupt nicht lief, drehte sich alles nur noch darum, wie wir das nächste Spiel gewinnen."

Hannover 96 siegt im Derby gegen Wolfsburg

Erst der 19-jährige Linton Maina per Volleyschuss, dann der starke Ihlas Bebou vom Elfmeterpunkt: Hannover 96 hat einen wichtigen Derbysieg und das vorläufige Ende seiner sportlichen Krise gefeiert. Die beiden auffälligsten Spieler des Abends trafen zum 2:1-Erfolg des Tabellen-16. gegen den VfL Wolfsburg. Angesichts des schwachen Saisonstarts und der ständigen Querelen zwischen Clubchef Martin Kind und einer vereinsinternen Opposition war dies ein wichtiger Sieg für Hannover, um die Stimmung im Club vor der Länderspielpause wenigstens halbwegs zu beruhigen. Wolfsburg kam durch Wout Weghorst per Foulelfmeter nur noch zum Anschlusstreffer (82.).

Spektakuläres Spiel in Paderborn

Acht Tore, aber kein Gewinner: Der SC Paderborn und Holstein Kiel haben sich beim 4:4 eine spektakuläre Partie geliefert. Der Senegalese Babacar Gueye schoss ein Blitztor nach neun Sekunden, dabei hatten die Kieler sogar Anstoß. Die weiteren Treffer der Gastgeber erzielten Philipp Klement (9.) und Ben Zolinski (41.). Kingsley Schindler (6., 80./Handelfmeter), Janni Serra (71.) und Alexander Mühling (74.) waren für Kiel erfolgreich, ehe Zolinski mit seinem zweiten Treffer in der 90. Minute den Schlussakkord unter eine furiose Begegnung setzte.

Neue Aufgabe für Kulig

Die ehemalige Nationalspielerin Kim Kulig wird zum Jahreswechsel Nachwuchskoordinatorin beim Frauen-Bundesligisten 1. FFC Frankfurt. Die 28-Jährige wird als Trainerin zudem weiter die zweite Mannschaft betreuen, wie der Verein am Freitag mitteilte. Als Jugendkoordinatorin folgt Kulig auf Chris Heck, der sich künftig mehr auf seine eigene Trainerkarriere konzentrieren möchte.

Kulig wurde 2009 Europameisterin mit dem DFB-Team, musste ihre aktive Karriere später mit schweren Knieproblemen aber bereits 2015 im Alter von 25 Jahren beenden.

Hoeneß will gegen "Spiegel" vorgehen

Münchens Präsident Uli Hoeneß will rechtlich gegen Veröffentlichungen des Magazins "Der Spiegel" über den FC Bayern vorgehen. Im Interview der "Sächsischen Zeitung" sagte der 66-Jährige auf eine entsprechende Frage: "Ja, sicher!" Das Nachrichtenmagazin hatte in der vergangenen Woche über neue Pläne für eine europäische Superliga berichtet, in denen auch der FC Bayern eine Rolle spielt.

"Wir stehen zu unserer Geschichte", teilte "Der Spiegel" am Freitag mit. Vonseiten des FC Bayern sei noch kein Schriftstück zu der Angelegenheit eingegangen.

Hoeneß sagte: "Das war der Wahnsinn. Der 'Spiegel' macht mit einer Geschichte unter der Schlagzeile 'Der Verrat' auf, die überhaupt nicht stimmt." Der Bayern-Präsident bekräftigte, dass es keinen Plan gegeben habe, aus der Bundesliga auszutreten und an einer Super League teilzunehmen. "Es wurde vor zwei, drei Jahren innerhalb der internationalen Gremien mal darüber diskutiert und auch bei uns im Aufsichtsrat. Dort wurde es einstimmig abgelehnt, damit war die Sache vom Tisch." Hoeneß schließt aus, dass der FC Bayern in den nächsten Jahren Mitglied einer Super League wird: "Da gibt es einen klaren Beschluss, und da wird auch nicht dran gerüttelt."

Eine Beraterfirma soll Real Madrid im Oktober Pläne für die Einführung einer Superliga als Konkurrenz zur Champions League vorgelegt haben, hatte der "Spiegel" am Freitag vergangener Woche berichtet. Demnach sei vorgesehen, dass 16 Topclubs, darunter der FC Bayern München, im Laufe dieses Monats eine bindende Absichtserklärung unterzeichnen. Zudem soll der Club 2016 die Möglichkeiten eines Bundesliga-Ausstiegs rechtlich geprüft haben.

Hrubesch: Keine Wehmut zum Abschied

Der scheidende Frauen-Bundestrainer Horst Hrubesch wünscht sich für den Länderspiel-Doppelpack gegen Italien am Sonnabend (16 Uhr/ARD) und drei Tage darauf gegen Spanien zwei Siege als Abschiedsgeschenk. "Wehmut gibt es nicht, sondern ein klares Ziel: Wir wollen auch zum Ende des Jahres gute Leistungen zeigen und das Jahr erfolgreich abschließen", sagte der Kultcoach vor seinen finalen Partien in Osnabrück und Erfurt.

Anschließend übergibt der 67-Jährige sein Amt an Martina Voss-Tecklenburg und geht zum 31. Dezember offiziell in den Ruhestand. Seine "Mädels" sieht er mit Blick auf die WM in Frankreich (7. Juni bis 7. Juli 2010) auf gutem Wege: "Jede Spielerin versucht, sich konstant zu verbessern, um bei der WM um den Titel zu spielen."

Hrubesch hatte die Olympiasiegerinnen als Allzweckwaffe des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im März nach der Entlassung von Steffi Jones übernommen. Seinen Startrekord von sechs Siegen in sechs Spielen kann der Europameister von 1980 nun noch ausbauen.

Gegen die WM-Teilnehmer aus Südeuropa noch nicht zum Einsatz kommen wird Kapitänin Dzsenifer Marozsan nach überstandener Lungenembolie. Außerdem fehlen zahlreiche kranke oder verletzte Spielerinnen, unter anderem Nationaltorhüterin Almuth Schult und Innenverteidigerin Kristin Demann. Dafür stehen fünf Spielerinnen vor dem Debüt in der A-Nationalmannschaft.

Hammerlos für Wolfsburgs Frauen

Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg haben für das Champions-League-Viertelfinale ein Hammerlos erwischt. Der deutsche Double-Gewinner trifft in der Runde der letzten acht auf Titelverteidiger Olympique Lyon. Als Losfee bescherte Nadine Keßler, Uefa-Abteilungsleiterin Frauenfußball, ihrem Ex-Club die Neuauflage der Endspiele von 2013 und 2018, die am 20./21. März und 27./28. März 2019 ausgespielt wird.

Bayern München hat mit dem tschechischen Vizemeister Slavia Prag die deutlich einfachere Aufgabe zu bewältigen. Beide Bundesligisten genießen jeweils im Rückspiel Heimrecht. Im Halbfinale (20./21. April und 27./28. April) träfe Wolfsburg auf den Sieger des Duells zwischen dem FC Chelsea und Paris Saint-Germain, der Vizemeister FC Bayern bekäme es mit dem FC Barcelona oder Lillestrøm SK aus Norwegen zu tun.

"Das ist das absolute Topspiel in Europa – mehr geht nicht. Beide Vereine haben die jüngere Geschichte der Champions League maßgeblich mitgeschrieben", sagte Ralf Kellermann, sportlicher Leiter des zweimaligen Champions-League-Siegers aus Wolfsburg, zum Duell mit dem Rekordsieger (fünf Titel), bei dem die beiden Nationalspielerinnen Dzsenifer Marozsan und Carolin Simon aktiv sind.

Das Finale wird am 18. Mai 2019 im Ferencvaros-Stadion in Budapest ausgetragen, also erstmals in einer anderen Stadt als das Endspiel der Männer (1. Juni in Madrid).

Matthäus rechnet mit dem FC Bayern ab

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus führt die aktuellen Probleme beim FC Bayern München auf Fehler der Bosse zurück und vermisst eine klare Handschrift von Trainer Niko Kovac. Der deutsche Rekordmeister habe sowohl in der Mannschaft als auch in der Führungsriege einen Umbruch versäumt, sagte der Sky-Experte im SID-Interview.

Die Münchner hätten "in der Chefetage einen Jüngeren einbauen sollen mit größerer Verantwortung, als sie Hasan Salihamidzic hat", sagte Matthäus (57). Borussia Dortmund, am Sonnabend (18.30 Uhr/Sky) im Bundesliga-Topspiel Gegner der Bayern, biete in vielerlei Hinsicht das Gegenbild zu seinem früheren Verein. "Dortmund hat im Sommer die richtigen Veränderungen vorgenommen, auf dem Platz und außerhalb", sagte Matthäus: "Viele haben ja gelacht oder zumindest geschmunzelt über die Verpflichtung von Matthias Sammer oder Sebastian Kehl, aber da ist hoher Sachverstand dazugekommen." Beide seien "Glücksgriffe".

In München hätten Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Präsident Uli Hoeneß längst mehr Verantwortung abgeben müssen, meinte Matthäus: "Sie hätten sich ja keinen Zacken aus der Krone gebrochen, wenn sie einen Mann wie Philipp Lahm oder Oliver Kahn dazugeholt hätten. Sie haben das Unternehmen FC Bayern 30 Jahre und mehr auf höchstem Niveau geführt, sportlich wie wirtschaftlich, und haben weiter großen Einfluss. Aber sie sollten ein bisschen mehr auf den Nachwuchs hören."

Sportdirektor Salihamidzic sei von den Bossen dagegen zuletzt auf der legendären Pressekonferenz unnötig geschwächt worden. "So etwas darf nicht passieren", betonte Matthäus: "Auch die Spieler bekommen mit: Hasan hat da oben nicht so viel zu sagen, wie man es eigentlich von einem Sportdirektor erwartet." Auch bei Trainer Kovac sieht Matthäus Fehler. "Wenn das Spiel des FC Bayern der Spiegel der Trainingseinheiten ist, dann ist da ganz sicher einiges versäumt worden", sagte er. In Kovacs Mannschaft sei keine Hierarchie erkennbar, Dortmund dagegen "hat die ganz klar".

Welbeck verletzt sich schwer am Sprungelenk

Der FC Arsenal muss vermutlich längere Zeit auf seinen Angreifer Danny Welbeck verzichten. Der 27-Jährige zog sich in der Europa-League-Partie gegen Sporting Lissabon (0:0) eine schwere Knöchelverletzung zu. Nach Angaben von Trainer Unai Emery besteht der Verdacht auf einen Knöchelbruch.

"Wir glauben, dass es eine schwere Verletzung ist", sagte Emery am Donnerstagabend. "Unsere Gedanken sind bei ihm." Der englische Nationalstürmer war in der 25. Minute nach einem Kopfball bei der Landung auf dem Rasen unglücklich umgeknickt und verdrehte sich dabei den rechten Knöchel. Nach einer langen Behandlungspause musste er ins Krankenhaus gebracht werden. Eine genaue Diagnose stand am Freitagmorgen zunächst noch aus. Für Welbeck wurde der ehemalige Dortmunder Pierre-Emerick Aubameyang eingewechselt.

"O nein … werde schnell wieder gesund!", twitterte Welbecks Teamkollege Mesut Özil. Der Kapitän wurde in Lissabon ebenso geschont wie Abwehrspieler Shkodran Mustafi. Arsenal erreichte durch das 0:0 neben den Bundesligisten Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen sowie Lazio Rom, dem FC Chelsea, dem FC Zürich und Dynamo Zagreb die K.-o.-Runde der Europa League.

Uefa-Ranking: Bundesliga macht Boden auf Serie A gut

Die Bundesliga hat in der Fünfjahreswertung der europäischen Vereinswettbewerbe nach vier Siegen in dieser Woche den Rückstand auf die drittplatzierten Italiener leicht verkürzt. Mit insgesamt 65,355 Punkten liegt Deutschland nach wie vor auf Rang vier, die Serie-A-Teams haben 69,725 Zähler. Damit beträgt der Rückstand der deutschen Teams noch 4,37 Punkte, nach dem dritten Spieltag waren es 4,655.

In der Champions League siegte der FC Bayern 2:0 gegen AEK Athen, der FC Schalke 04 setzte sich gegen Galatasaray Istanbul mit dem gleichen Ergebnis durch. In der Europa League gewannen Bayer Leverkusen (1:0 gegen den FC Zürich) und Eintracht Frankfurt (3:2 gegen Apollon Limassol). Bei den Italienern verlor Juventus Turin durch zwei späte Gegentore 1:2 gegen Manchester United.

Spitzenreiter der Fünfjahreswertung ist nach wie vor Spanien mit 92,855 Punkten vor England (70,320). Deutschlands Vorsprung auf die fünftplatzierten Franzosen beträgt 12,19 Zähler. In den Nationen auf den Plätzen eins bis vier qualifizieren sich vier Vereine direkt für die Champions League, die fünft- und sechstplatzierten Länder stellen nur noch zwei Teilnehmer direkt.

Fifa-Chefermittler suspendiert

In der Schweiz ist ein zweiter Staatsanwalt nach Vorwürfen im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen den Weltverband Fifa suspendiert worden. Der Chefermittler für Wirtschaftsdelikte, Olivier Thormann, sei von Bundesanwalt Michael Lauber freigestellt worden, bestätigte die Bundesanwaltschaft einen Bericht des Schweizer "Tagesanzeigers". Es blieb unklar, was dem Fifa-Chefermittler genau vorgeworfen wird. Ein außerordentlicher Staatsanwalt sei zur Klärung des Falls eingesetzt worden, so die Behörde.

Jüngst hatte die Staatsanwaltschaft im Kanton Wallis eine interne Untersuchung gegen den Walliser Oberstaatsanwalt Rinaldo Arnold eingeleitet. Arnold soll von Fifa-Boss Gianni Infantino exklusive Einladungen angenommen haben, unter anderem zur WM 2018 in Russland und zum Fifa-Kongress 2016 in Mexiko. Im Gegenzug soll Arnold für den Fifa-Chef ein Treffen mit dem Schweizer Bundesanwalt Lauber eingefädelt haben. Dabei soll es um laufende Ermittlungen im Fifa-Korruptionsskandal gegangen sein.

Infantino hat jüngste Kungelei-Vorwürfe vehement bestritten. Die Bundesanwaltschaft betonte, dass es sich bei der Freistellung Thormanns um eine vorsorgliche Maßnahme ohne präjudizielle Wirkung handle. Es bestünde kein Zusammenhang mit den Football-Leaks-Enthüllungen von vergangener Woche über Treffen zwischen Bundesanwalt Lauber und Infantino. "Entsprechende Fragen im Zusammenhang mit diesen bilateralen Gesprächen wird die Bundesanwaltschaft in den zuständigen Gremien beantworten, sofern diese dazu einen Anlass sehen", so die Behörde.

Diskriminierende Formulare: Ministerin macht Druck auf PSG

Nach dem Eingeständnis des Meisters Paris Saint-Germain, diskriminierende Formulare bei der möglichen Verpflichtung neuer Spieler genutzt zu haben, hat die französische Sportministerin das Vorgehen scharf verurteilt. Sollte sich die Diskriminierung als zutreffend erweisen, könne das strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, sagte Roxana Maracineanu in einer Mitteilung. Es sei nicht tolerierbar, wenn Spieler aufgrund ihrer Hautfarbe oder ihrer Herkunft rekrutiert würden.

Nach Recherchen der investigativen Internetzeitung "Mediapart" im Rahmen der sogenannten Football Leaks hatte PSG am Donnerstag bestätigt, dass zwischen 2013 und 2018 Formulare mit illegalem Inhalt von der Rekrutierungsabteilung des Vereins verwendet wurden. Auf den Formularen waren Optionen wie "Französisch", "Maghrebinisch", "Westindisch" oder "Schwarz-Afrikanisch" vorgegeben. Die Erhebung ethnischer Daten von Personen ist in Frankreich verboten. Der Club betonte, dass die Formulare allein auf die persönliche Initiative eines Abteilungsleiters erstellt und angewendet worden seien.

Maracineanu hat nach eigenen Angaben die Präsidenten des französischen Fußballverbands FFF und der französischen Profiliga (LFP) aufgerufen, den Fall zu prüfen und Empfehlungen zu unterbreiten, wie solche Diskriminierungen zukünftig verhindert werden können. Die Gleichstellungs-Staatssekretärin Marlène Schiappa forderte ebenfalls Aufklärung.

Mbappé: Messi und Ronaldo in eigener Liga

Frankreichs Jungstar Kylian Mbappé (19) hält Lionel Messi und Cristiano Ronaldo noch immer für die besten Fußballer des Planeten, sieht bei der Wahl zum Ballon d'Or aber andere Namen in der Favoritenrolle. "Ich glaube nicht, dass einer von beiden in diesem Jahr gewinnen wird, denn es war ein WM-Jahr - und die WM steht im Vordergrund", sagte der Weltmeister der Nachrichtenagentur AFP.

Als Favorit gilt der kroatische Weltfußballer Luka Modric, doch Mbappé rechnet auch sich selbst Chancen aus. "Natürlich hoffe ich, den Ballon d'Or zu gewinnen. Wir haben etwas Großes erreicht. Es wäre schon schade, wenn kein Franzose gewinnen würden. Wir haben Geschichte geschrieben und es wäre schön, dafür belohnt zu werden", sagte der Torjäger von Paris Saint-Germain.

Der Ballon d'Or wird Anfang Dezember durch die französische Fachzeitschrift "France Football" vergeben. Zwischen 2010 und 2015 hatte der Weltverband Fifa aufgrund eines Deals mit "France Football" die Auszeichnung verliehen. In diesem Zeitraum ersetzte die Auszeichnung die Wahl zum Weltfußballer des Jahres. Seit 2016 wird der Preis wieder in Eigenregie von France Football vergeben. Die Fifa richtet mit "The Best" eine eigene Wahl aus.

Mbappe sieht Messi und Ronaldo weiter in einer eigenen Liga. "Keiner ist derzeit besser, und niemand kann sagen, dass ihre Ära zu Ende geht. Sie wird erst enden, wenn jemand anderes besser ist", sagte er bei einer Veranstaltung der Uhrenfirma Hublot, einem seiner wichtigsten Sponsoren: "Wenn man nur die Spieler betrachtet, gibt es keinen besseren. Auch in diesem Jahr waren sie die zwei besten Spieler. Messi war der beste Torjäger in Europa, Ronaldo der beste in der Champions League."

Cathy Hummels kritisiert Lisa Müller

Die Ehefrau von Mats Hummels hat die Ehefrau von Thomas Müller wegen deren Instagram-Posts gegen Bayern-Trainer Niko Kovac kritisiert. "Ich finde, es steht mir nicht zu, mich in das Business meines Mannes einzumischen. Er mischt sich bei mir auch nicht ein", sagte Cathy Hummels am Freitag dem Nachrichtenportal t-online.de. Sie habe mit ihrem Mann zwar keine klare Abmachung getroffen, sagte aber: "Man kann sich gerne beratschlagen, aber das machen wir im Privaten, hinter verschlossener Tür."

Lisa Müller hatte beim 1:1 der Münchner gegen Freiburg am Sonnabend bei Instagram ein Foto gepostet, das Kovac am Spielfeldrand mit ihrem Mann zeigte, bevor dieser in der 71. Spielminute spät eingewechselt wurde. Dazu schrieb sie: "Mehr als 70 Min bis der mal nen Geistesblitz hat." Tags darauf teilte der deutsche Meister mit, dass sich Lisa Müller bei Kovac entschuldigt habe.

Rechtsextreme Fans: Limassol droht Nachspiel

Wegen faschistischer und rassistischer Ausfälle beim Europa-League-Gruppenspiel gegen Eintracht Frankfurt droht Apollon Limassol ein Nachspiel. Anhänger des zyprischen Vizemeisters hatten während der Partie am Donnerstagabend (2:3) den Hitler-Gruß gezeigt sowie die dunkelhäutigen Profis des DFB-Pokal-Siegers mit Affenlauten beleidigt.

"Ich war über die faschistischen Zeichen und Bekundungen irritiert", sagte Eintracht-Vorstand Axel Hellmann. Die Uefa-Delegierten hätten die Vorfälle dokumentiert.

Drogba beendet Karriere mit Finalniederlage

Didier Drogba, der frühere Stürmerstar des englischen Premier-League-Clubs FC Chelsea, hat im vermeintlich letzten Spiel seiner aktiven Fußballer-Karriere eine Niederlage kassiert. Der 40-Jährige verlor am Donnerstag mit Phoenix Rising das Finale der zweitklassigen United Soccer League in den USA gegen Louisville City 0:1 (0:0).

Den Siegtreffer im Spiel erzielte Louisvilles Luke Spencer in der 62. Spielminute. Der Stürmerstar von der Elfenbeinküste hatte im März verkündet, dass er nach dieser Saison seine Karriere beenden würde. Den größten Erfolg seiner Karriere feierte er 2012, als er mit Chelsea den Champions-League-Titel gewann.

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