Fußball-Ticker

Was Franz Beckenbauer am Telefon Jürgen Klopp enthüllte

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Fix: Buffon wechselt zu PSG

Der Wechsel von Italiens Torwart-Ikone Gianluigi Buffon zum französischen Meister Paris St. Germain mit Trainer Thomas Tuchel ist perfekt. Der Weltmeister von 2006 erhielt bei PSG einen Vertrag über ein Jahr mit der Option auf eine weitere Saison. "Ich bin glücklich, zu Paris zu wechseln. Zum ersten Mal in meiner Karriere verlasse ich mein Heimatland, nur solch ein ambitioniertes Projekt hätte mich dazu bringen können", sagte Buffon.

Klopp hält an Karius fest

Jürgen Klopp hat Liverpools Torhüter Loris Karius wegen dessen Patzern im Finale der Champions League gegen Real Madrid (1:3) verteidigt. Dem Liverpooler Vereinssender LFCTV sagte Klopp, erst Franz Beckenbauer habe ihn durch einen Anruf auf die These von den Folgen einer Gehirnerschütterung bei Karius gebracht.

Vier Tage nach dem Endspiel habe Beckenbauer ihn angerufen und gesagt: "Ich komme gerade vom Arzt, dein Torhüter hatte eine Gehirnerschütterung." Sergio Ramos hatte Karius in Minute 49 mit dem Ellbogen am Kopf getroffen. Der Keeper war daraufhin zu Boden gegangen. Zwei Minuten später warf Karius den Ball, möglicherweise wegen der Sehstörung, direkt auf den Fuß von Real-Stürmer Karim Benzema - der so das 1:0 für Madrid erzielte. Erst nach Beckenbauers Hinweis sah sich Klopp die Szenen nochmal an und schickte Karius zum Arzt. "Fünf Tage nach dem Finale hatte er 26 von 30 Anzeichen für eine Gehirnerschütterung", sagte Klopp. Karius soll nun doch Stammtorhüter bleiben.

Hat Matthias Sammer getrickst?

Im Prozess gegen Matthias Sammer sollen im Herbst Zeugen aussagen. Beim Landgericht München I erging dazu ein Beweisbeschluss, wie eine Sprecherin mitteilte. Es geht um den Transfer von Felix Uduokhai im Sommer 2017 zum VfL Wolfsburg. Sammer, der ehemalige Sportvorstand des FC Bayern München, und ein Kläger konnten sich außergerichtlich nicht einigen. Es geht um einen Streitwert von 64.750 Euro.

Im November 2015 gründete der Kläger Alderim Ramaj mit Sammers Sohn Marvin eine GmbH zur Spielervermittlung. Ramaj verkaufte seinen Anteil später an Matthias Sammer. Kurz darauf wurde der Transfer von Uduokhai von 1860 München zum VfL Wolfsburg für eine kolportierte Ablösesumme von einer Million Euro bekannt. Dies sei ihm verschwiegen worden, um die Provision alleine zu bekommen, behauptete Ramaj und ficht daher den Abtretungsvertrag an. Sammer weist die Vorwürfe von sich.

Kevin Großkreutz und die letzte Chance

Für Weltmeister Kevin Großkreutz (29; früher Borussia Dortmund und VfB Stuttgart) ist der Wechsel zum drittklassigen KFC Uerdingen eine neue Chance – die letzte? "Ich freue mich jetzt auf meine neue Aufgabe und möchte mit dem Verein KFC Uerdingen erfolgreich sein", schrieb Großkreutz bei Instagram, "für meine Familie freut es mich besonders, dass sie wieder in der Heimat ist." Bei strömendem Regen kam er im Trainingslager im österreichischen Hopfgarten an. "Kevin hatte eine schwere Zeit, aber man muss es ganz realistisch sehen: Sonst hätten wir ihn auch nicht bekommen", sagte KFC-Trainer Stefan Krämer der "Westdeutschen Zeitung."

Favre muss bei Borussia Dortmund aussortieren

Lucien Favre hat am offiziellen ersten Arbeitstag für Borussia Dortmund die Erwartungen gedämpft. "Wenn der BVB kommt, kannst du nicht ablehnen. Das ist unmöglich", sagte der 60-Jährige. Favre war nach Aussage von Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bereits in der vergangenen Saison der "Wunschkandidat" auf den Trainerposten. Das Ziel ist die Champions League. Aber, so Favre: Bis die Mannschaft sein Spielsystem beherrsche, "werden wir Zeit brauchen".Von 30 Spielern sollen einige noch gehen.

Cristiano Ronaldo treibt Fiats Börsenkurs

Wechselt Cristiano Ronaldo (33; Real Madrid) tatsächlich zu Juventus Turin, wäre das eine Zeitenwende. Bei Juve soll sogar der Kolumbianer Juan Cuadrado bereit sein, sein Trikot bei Juve mit der Nummer 7 abzutreten.

Ex-Juve-Spieler Christian Vieri sagte, über die Serie A spreche man im Ausland wenig, „weil es nicht mehr wie früher die Superstars gibt. Ronaldo würde dies wiederbeleben.“ 100 Millionen Euro soll Juve bereit sein, als Ablöse zu zahlen. Juventus gehört zum großen Teil der Industriellenfamilie Agnelli, die auch Mehrheitseigentümer beim Autobauer Fiat ist. Die Aktien werden an der Börse gehandelt. Dort brachten alleine die Ronaldo-Gerüchte das Papier zu Höhenflügen.