Fußball-Ticker

1. FC Köln: Schmadtke fantasiert über Modeste-Rückkehr

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Schmadtke schließt Modeste-Rückkehr nicht aus

Manager Jörg Schmadtke schließt nicht aus, dass er Anthony Modeste noch einmal zum 1. FC Köln lotsen wird. "Warum nicht? Das Leben ist so vielfältig", sagte Schmadtke der "Rheinischen Post" (Freitagausgabe). Der französische Stürmer war im Sommer nach turbulentem Transfertheater nach China gewechselt. Zuletzt saß er beim Bundesligaspiel gegen Leipzig als Zuschauer in einer Loge des Kölner Stadions.

"Ihm und mir haben bestimmte Dinge nicht gefallen. Und trotzdem haben wir ihn eingeladen", sagte Schmadtke. Das Verhältnis zu Trainer Peter Stöger sieht Schmadtke als intakt. "Der Austausch ist wie immer. Ich kann die ganzen Gerüchte, die herumwabern nicht bestätigen", sagte der 53-Jährige.

Bürki hat wenig Verständnis für Kritik

Borussia Dortmunds Torwart Roman Bürki hat wenig Verständnis für Kritik an seinen Leistungen. "Es gibt immer Menschen, die versuchen, etwas Negatives zu finden, die versuchen, mich zu kritisieren", sagte der Schweizer Nationalspieler der Funke Mediengruppe. Es sei "das Los des Torhüters, in einer einzigen Sekunde zum Buhmann werden zu können - und damit komme ich klar".

Dem 26-Jährigen war vor allem nach dem 1:3 der Westfalen in der Champions League bei Tottenham Hotspur im September in London wegen zweier Gegentreffer kritisiert worden. "Jeden, der einen Torwart bewertet, ohne selbst je im Tor gestanden zu haben, kann ich ehrlich gesagt nicht richtig ernst nehmen", meinte er.

Er sei überzeugt, dass die Leute, die ihm wichtig sind, seine guten Leistungen als solche auch wahrnehmen. "Mit anderen Worten: hier beim BVB, beim Trainer, den Mitspielern, den Verantwortlichen, aber auch in meinem Umfeld, bei meiner Familie. Das ist mir wichtig, dass die die tiefgründige Sicht haben", sagte er.

Immer wieder wird spekuliert, der Club wolle einen neuen Torhüter verpflichten. So wurde zuletzt Kevin Trapp von Paris St. Germain genannt, auch Timo Horn vom 1. FC Köln war gehandelt worden.

Der Vertrag des Eidgenossen, der 2014 vom SC Freiburg zur Borussia gekommen war, läuft noch bis 2019. Er würde gern länger bleiben. "Ich kann mir nichts Besseres vorstellen, als hier zu spielen. Ich fühle mich sehr wohl in dieser Umgebung und ich glaube, dass es bald eine Entscheidung geben wird." Gespräche mit dem Verein liefen bereits.

Nagelsmann von Bayern-Gerüchten genervt

Julian Nagelsmann hat jeglichen Kontakt zum FC Bayern bestritten und das Vorgehen mancher Medien bei der Trainerdebatte in München kritisiert. "Es gibt und gab keine Anfragen und auch keinen Austausch und Kontakt von meiner Seite zu dem Club", sagte der Chefcoach von 1899 Hoffenheim zur Trainerdebatte beim deutschen Meister. Nagelsmann betonte bei der Pressekonferenz zum Bundesliga-Spiel der Kraichgauer gegen den FC Augsburg: "Ich konzentriere mich extrem auf den Erfolg dieser Mannschaft. In meinem Kopf spielt nichts anderes eine Rolle."

Nagelsmann war nach der Entlassung von Carlo Ancelotti beim FC Bayern als möglicher Nachfolger gehandelt worden und gilt nach wie vor als heißer Kandidat, wenn im Sommer Jupp Heynckes seine Mission beendet. Der 30-Jährige war während der Länderspielpause privat in München, mit seiner Lebensgefährtin und seinem knapp dreijährigen Sohn. "Ich kann ja schlecht zu meinen Schwiegereltern sagen, sie müssen umziehen", erklärte Nagelsmann.

Er schilderte, wie er mit seinem Sohn auf einem Spielplatz war und von einem etwa Sechsjährigen gebeten wurde, mit ihm ein Foto zu machen. "Volksnah wie ich bin, habe ich das bejaht." Ein paar Stunden später habe er in den Sportnachrichten eines TV-Senders das Foto gesehen: "Der kleine Junge war abgeschnitten, nur noch ich. Wahrscheinlich haben der Papa oder die Mama das Bild verkauft."

Dass solche Fotos ins Fernsehen kommen, sei "mehr als traurig und etwas skurril", sagte Nagelsmann, aber auch "nicht total überraschend". Beim Familienausflug am Tag danach habe er dann in einem Märchenpark ein Foto mit einem Fan verweigert.

Zuschauerrekord in der Regionalliga

Beim Spiel des FC Augsburg II gegen den TSV 1860 München soll der Zuschauerrekord in der Regionalliga Bayern fallen. Wegen der vor allem von den Münchner "Löwen" ausgehenden Strahlkraft wurde das Spiel ins Bundesliga-Stadion verlegt, das bereits ausverkauft ist. Am Sonntag (15 Uhr) werden nach Angaben des Vereins mindestens 20.000 Zuschauer erwartet, darunter 7000 Fans aus München. Der aktuelle bayerische Rekord in der 4. Liga steht bei 15.224 Besuchern im Oktober 2015 beim Spiel Jahn Regensburg gegen den FC Bayern II.

PSG-Boss unter Bestechungsverdacht

Schatten über dem Fußball-Imperium von Paris Saint-Germain: Der millionenschwere Clubpräsident Nasser Al-Khelaifi ist womöglich in einen Korruptionsskandal der früheren Fifa-Spitze verwickelt. Die Schweizer Bundesanwaltschaft hat, wie am Donnerstag bekannt wurde, bereits im März ein Strafverfahren gegen den katarischen Geschäftsmann, den früheren Fifa-Generalsekretär Jerome Valcke und eine namentlich nicht genannte dritte Person eröffnet. Es geht um Bestechung in großem Stil.

Im Zentrum der Vorwürfe steht Valcke (57), bis zum Skandal im Fußball-Weltverband FIFA die rechte Hand des längst gesperrten Joseph Blatter. Der Franzose soll bei der Vergabe der Medienrechte für die kommenden vier Weltmeisterschaften die Hand aufgehalten, laut den Schweizer Ermittlern also "nicht gebührende Vorteile" angenommen haben. Von Al-Khelaifi für die Turniere 2026 und 2030 – der Paris-Boss ist Geschäftsführer des Medienkonzerns BeIn, einem der ganz großen Player im Fußballmarkt.

Valcke, gegen den bei der Bundesanwaltschaft wegen des Verdachts der "mehrfachen ungetreuen Geschäftsbesorgung" ein weiteres Verfahren läuft, wurde am Donnerstag von den Ermittlern als Beschuldigter vernommen – einen Tag, nachdem er vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS gegen seine im Sommer 2016 auf zehn Jahre reduzierte Sperre im Weltfußball gekämpft hatte.

Wenger zieht Özil-Verkauf in Betracht

Ein Abschied des Weltmeisters Mesut Özil vom FC Arsenal in der Winterpause ist für Teammanager Arsène Wenger kein Tabu mehr. "Das ist möglich. Wenn man in einer solchen Situation ist, muss man alle Lösungen in Betracht ziehen", sagte Wenger am Donnerstag.

Özil könnte die Gunners am Saisonende wie sein chilenischer Teamkollege Alexis Sánchez ablösefrei verlassen. Im Winter jedoch wäre Arsenal noch in der Position, durch einen Verkauf Geld zu verdienen. Der FC Arsenal befindet sich derzeit mit Özil und S´´anchez in Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung. Ergebnisse stehen jedoch noch aus.

Mesut Özil war 2013 für 50 Millionen Euro von Real Madrid zu den Londonern gewechselt, Sánchez kam eine Saison später vom FC Barcelona. Beide Spieler werden offenbar von mehreren europäischen Spitzenclubs umworben.

Mustafi fällt länger aus

Verzichten muss Wenger fürs Erste auf einen weiteren Weltmeister: Shkodran Mustafi wird dem FC Arsenal wegen einer Oberschenkelverletzung voraussichtlich vier bis sechs Wochen fehlen. "Ich glaube nicht, dass er vor der nächsten Länderspielpause zur Verfügung steht", sagte Wenger.

Mustafi hatte sich am Sonntag in Kaiserslautern beim WM-Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschan ohne fremde Einwirkung verletzt und musste daraufhin schon nach rund 30 Minuten ausgewechselt werden. Bundestrainer Joachim Löw hatte nach dem Spiel von einem möglichen Muskelbündel- oder Muskelfaserriss gesprochen.

Arsenal spielt in der Premier League am Sonnabend auswärts beim FC Watford. Die deutsche Nationalelf bestreitet am 11. November ihr nächstes Länderspiel. Im Londoner Wembley-Stadion tritt sie gegen England an.

Doppelte Strafe für Prügel-Präsident

Der prügelnde Schweizer Clubpräsident Christian Constantin ist von der Disziplinarkommission der Schweizer Fußball-Liga SFL doppelt bestraft worden. Der Chef des FC Sion wurde nach seiner Attacke auf den TV-Experten Rolf Fringer nach dem Ligaspiel am 21. September beim FC Lugano mit einer sofort wirkenden Stadionsperre von 14 Monaten sowie einer Geldstrafe von 100.000 Schweizer Franken (rund 86.700 Euro) belegt.

In der Urteilsbegründung hob die Kommission hervor, dass ein Clubpräsident in erhöhtem Maße verpflichtet sei, sich vorbildlich für Fair Play und Respekt einzusetzen. Constantin habe in diesem Fall diese Pflicht grob verletzt und damit die Werte des Fußballs diskreditiert.

Auslöser für den Ausraster des 60-Jährigen war Fringers Kritik im Sender Teleclub in den vorangegangenen Wochen, die Constantin nicht auf sich sitzen lassen wollte. Fringer, ehemaliger Trainer des VfB Stuttgart, hatte von Constantin am Spielfeldrand mehrere Schläge kassiert. Als er flüchten wollte, stolperte er über eine Kamera und ging zu Boden.

Schottland entlässt Trainer Strachan

Nationaltrainer Gordan Strachan und der schottische Verband gehen nach dem Scheitern in der WM-Qualifikation getrennter Wege. Der 60-Jährige, selbst einer der besten Spieler der schottischen Fußball-Geschichte, hatte das Amt im Januar 2013 übernommen. Am Sonntag verspielten die Schotten mit einem 2:2 in Slowenien ihre letzten Chance auf die Play-offs zur WM 2018 in Russland.

"An meinem ersten Tag als Nationaltrainer, der einer der stolzesten meines Lebens war, habe ich gesagt, ich wolle den Fans das Lächeln zurückgeben", sagte Strachan zum Abschied. Auch für ihn sei das Aus in der WM-Qualifikation "eine tiefe Enttäuschung" gewesen, aber: "Wir haben magische Momente erlebt."

Die Vorbereitung auf die erstmals gespielte Nations League der Europäischen Fußball-Union Uefa und die Ausscheidung für die EM 2020 soll ein anderer Trainer übernehmen. Auch Strachans Assistent, der frühere HSV-Profi Mark McGhee, muss gehen.

Khedira kehrt zurück

Weltmeister Sami Khedira steht beim italienischen Serienmeister Juventus Turin vor dem Comeback. Der Mittelfeldspieler, der wegen einer Entzündung im Knie knapp sieben Wochen ausgefallen war, befindet sich wieder im Mannschaftstraining und traf am Mittwochabend in einem Testspiel doppelt. Laut "Gazzetta dello Sport" plant Trainer Massimiliano Allegri mit einem Startelfeinsatz Khediras am Sonnabend gegen Lazio Rom.

Benedikt Höwedes, der nach seinem Wechsel von Schalke 04 nach Turin noch gar nicht zum Einsatz kam, könnte nach Allegris Planung am 28. Oktober im Spiel gegen den AC Mailand sein Debüt geben. Der Abwehrspieler, der zunächst für ein Jahr ausgeliehen ist, laboriert an einer Oberschenkelverletzung.

Höwedes ist zunächst nur für ein Jahr nach Turin ausgeliehen. Sollte er in dieser Saison nicht in 25 Spielen für Juve zum Einsatz kommen, könnte sein Wechsel zur "Alten Dame" am Ende der Saison auf der Kippe stehen.

Mbappé stand vor Wechsel nach Leipzig

Supertalent Kylian Mbappé stand vor rund zwei Jahren wohl kurz vor einem Wechsel zum heutigen Bundesligisten RB Leipzig. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, habe sich der damals 16-jährige Franzose seinerzeit bereits für die Sachsen entschieden, gescheitert sei der Transfer vom AS Monaco zum damaligen Zweitligisten nur an der Personalie Ralf Rangnick.

"Der Vater von Kilian hat damals zu mir gesagt, wenn ich sicher sagen könnte, dass ich Trainer werde, dann würde er mir den Jungen sofort anvertrauen", sagte der heutige RB-Sportdirektor. 2015 hatte sich der Verein von Trainer Alexander Zorniger getrennt. Dass Rangnick im Anschluss tatsächlich das Traineramt übergangsweise übernehmen würde, stand zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest.

Mbappé blieb derweil in Monaco und wechselte erst im vergangenen Sommer auf Leihbasis zum Edelclub Paris Saint-Germain, der den 18-Jährigen im kommenden Jahr für 180 Millionen Euro fest verpflichten wird.

Heynemann gegen Videobeweis

Der frühere Bundesliga-Schiedsrichter Bernd Heynemann hat den Videobeweis scharf kritisiert. "Er ist in seiner aktuellen Darreichungsform ungenießbar. Wir brauchen kein Big Brother. Manchmal habe ich den Eindruck, dass das Ganze eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Ex-Schiris ist", sagte der 63-Jährige der "Leipziger Volkszeitung". Heynemann leitete in seiner Karriere 151 Partien in der Bundesliga, 14 Länderspiele und 42 Europapokalspiele sowie 98 DDR-Oberliga-Spiele.

Für den Magdeburger müsse die Hoheit der Entscheidungsgewalt beim Schiedsrichter bleiben, sonst könnten die Assistenten im Kölner Videostudio gleich die Gesamtleitung des Spiels übernehmen. "Es soll nur bei glasklaren Fehlentscheidungen eingegriffen werden, jetzt meldet sich bei Foul XY ein Mann im Ohr und sagt: Wir sehen das etwas anders als du. Der Ermessensspielraum des Schiedsrichters wird beschnitten", monierte Heynemann.

Bayern-Frauen wittern Betrug

Bayern Münchens Trainer Thomas Wörle hat nach dem frühen Champions-League-Aus seiner Fußballerinnen schwere Vorwürfe gegen Schiedsrichterin Katalin Kulcsar aus Ungarn erhoben. "Wir sind betrogen worden. Uns wurde ein ganz klarer Handelfmeter verwehrt und ein reguläres Tor aberkannt. Wir sind alle todtraurig, denn wir waren in beiden Spielen die bessere Mannschaft", sagte Wörle nach dem 2:1 (0:0) gegen den FC Chelsea.

Für die Bayern-Frauen war dies nach dem 0:1 im Erstrunden-Hinspiel in London zu wenig. "Wenn man beide Spiele zusammen nimmt, dann hatten wir drei klare Fehlentscheidungen gegen uns. Das soll keine Ausrede sein. Aber das ist auf so einem hohen Niveau gegen einen starken Gegner einfach zu viel", sagte Wörle.

Vor den Augen von Präsident Uli Hoeneß und Sportdirektor Hasan Salihamidzic waren die Bayern durch Fran Kirby (60.) in Rückstand geraten. Fridolina Rolfö (76.) und Lucie Vonkova (83.) drehten die Partie, doch zum Weiterkommen reichte es nicht mehr, weil Kulscar in der Nachspielzeit das vermeintliche 3:1 zurückpfiff. "Da hatte sie ihre Meinung exklusiv im ganzen Stadion", schimpfte Wörle.

Basler wird Trainer bei Fünftligist

Der ehemalige Nationalspieler Mario Basler (48) übernimmt das Traineramt beim hessischen Oberligisten Rot-Weiss Frankfurt bis zum Jahreswechsel. "Es geht darum, bis zur Winterpause so viele Punkte wie möglich zu holen, damit der neue Trainer eine realistische Chance hat, die Klasse zu halten", sagte Basler der "Bild"-Zeitung. Der Europameister von 1996 soll am Donnerstag um 17 Uhr beim Fünftligisten vorgestellt werden.

Rot-Weiss Frankfurt steht derzeit auf dem vorletzten Tabellenplatz und hat nach zwölf Spieltagen bereits neun Punkte Rückstand zum rettenden Ufer. Bis zur Winterpause stehen noch acht Partien an. Sein Debüt auf der Bank der Frankfurter feiert Basler, der mit Aufsichtsratsmitglied Johny Baez befreundet ist, am Sonnabend im Auswärtsspiel beim Mitkonkurrenten FC Ederbergland.

Als Coach hatte Basler zuletzt bei Rot-Weiß Oberhausen gearbeitet, doch der Bundesliga-Torschützenkönig von 1995 hatte den damaligen Viertligisten im September 2012 vorzeitig verlassen. Weitere Trainerstationen des 30-maligen Nationalspielers, der unter anderem für Bayern München, Werder Bremen und den 1. FC Kaiserslautern spielte, waren Jahn Regenburg, Eintracht Trier und Wacker Burghausen.

Werner-Einsatz bleibt ungewiss

Ein Einsatz des deutschen Nationalstürmers Timo Werner im Bundesliga-Spitzenspiel zwischen Borussia Dortmund und RB Leipzig steht weiter auf der Kippe. "Ich gehe davon aus, dass wir erst am Freitag sehen werden, ob es Sinn macht, ihn tatsächlich schon wieder zu berücksichtigen", sagte RB-Sportdirektor Ralf Rangnick dem Fachmagazin "Kicker" vor dem Auswärtsspiel am Sonnabend (18.30 Uhr/Sky).

"Das Ganze muss so sein, dass er uns auch tatsächlich helfen kann. Und das kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand seriös abschätzen", ergänzte Rangnick. Wegen einer Blockade der Halswirbelsäulen-Muskulatur hatte Werner in den vergangenen Wochen gefehlt und auch die Länderspiele in der WM-Qualifikationsspiele in Nordirland (3:1) und gegen Aserbaidschan (5:1) verpasst.

Am Dienstag hatte er erstmals wieder eine individuelle Trainingsarbeit absolviert. "Wir werden die Belastung zu Beginn der Woche langsam steigern und schauen, wie er das verkraftet. Ich hoffe, dass er gegen Dortmund wieder einsatzbereit ist", sagte Trainer Ralph Hasenhüttl.

USA-Aus trifft TV-Konzern hart

Das überraschende Aus des US-Teams bei der WM-Qualifikation ist auch für den Unterhaltungsriesen 21st Century Fox eine Hiobsbotschaft. Der Konzern von Medienmogul Rupert Murdoch hatte tief in die Tasche gegriffen, um sich die US-Übertragungsrechte für das Turnier zu sichern, doch ohne US-Beteiligung droht die Ausgabenoffensive zum Flop zu werden.

Anleger reagierten am Mittwoch verstimmt. Fox-Aktien gerieten zeitweise erheblich unter Druck und verloren fast drei Prozent.

"Hardcore-Fußballfans" in den USA würden zwar trotzdem einschalten, aber ohne das eigene Team sei mit deutlich geringeren Einschaltquoten zu rechnen, sagte Experte Kevin Adler von der Sportmarketing-Firma Engage dem "Wall Street Journal". Fox Sports hatte mit 200 Millionen Dollar (169 Mio Euro) einen stolzen Preis gezahlt, um die WM auf Englisch in den USA auszustrahlen. Dass die US-Mannschaft als Zugpferd wegfällt, dürfte jedoch auch Werbekunden abschrecken und damit die wichtigste Einnahmequelle treffen.

Dopingfall in Italiens Serie A

Der Teamarzt des italienischen Erstligisten Benevento Calcio, Walter Giorgione, hat die Schuld für den positiven Dopingtest von Kapitän Fabio Lucioni auf sich genommen. Giorgione sagte bei einer Anhörung vor der italienischen Anti-Doping-Agentur in Rom, dass er dem Abwehrspieler ein Spray zur schnelleren Heilung einer Schnittwunde verabreicht habe, das das verbotene anabole Steroid Clostebol enthielt.

Eine Urinprobe Lucionis nach dem Punktspiel am 10. September gegen den FC Turin (0:1) hatte Spuren von Clostebol aufgewiesen. Teamarzt Giorgione betonte in der Anhörung, dass das Spray ihm persönlich gehörte und Spielern sowie Betreuern Beneventos nicht zugänglich gewesen sei.

Lucioni muss dem italienischen Anti-Doping-Reglement zufolge eine Sperre von bis zu vier Jahren fürchten. Bis zur noch nicht terminierten Verkündung des Strafmaßes ist der 30-Jährige suspendiert.

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