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Eurosport verspricht: Fehler ist identifiziert und behoben

Lesedauer: 10 Minuten

HSV-Spiel in Hannover soll störungsfrei laufen. Auch Wood fällt wohl aus. 96 will es machen wie 69. Adlers Frau ist flexibel.

Adlers Ehefrau vermisst Hamburg

Für Schauspielerin Lilli Hollunder war ihr Umzug von Hamburg nach Mainz mit ihrem Mann, Mainz-05-Torhüter René Adler, ein kleiner Schock. „Ich bin eine Großstadtpflanze“, sagte die 31-Jährige in einem Interview der VRM-Mediengruppe. „Für mich ist es schon schwer, wieder in einer kleineren Stadt zu wohnen“, erzählte die gebürtige Leverkusenerin („Anna und die Liebe“). Der frühere Nationaltorwart Adler war im Sommer vom HSV nach Mainz gewechselt.

Hollunder sagte, sie wolle Mainz dennoch eine Chance geben, erst mal müssten sie richtig ankommen. Fest verwurzelt sei in ihr aber die Liebe zum 1. FC Köln. Ihr Herz schlage allerdings in erster Linie für ihren Mann: „Und wenn der in Buxtehude im Tor steht, dann bin ich für Buxtehude.“

Sky startet Pilotprojekt für Blinde

Der Pay-TV-Sender Sky bietet beim Heimspiel des HSV am kommenden Mittwoch (20.30 Uhr) gegen Dortmund eine Liveberichterstattung für blinde Menschen an. Sie soll den Zuschauern und Zuhörern eine noch intensivere Verfolgung der Partie ermöglichen. Die Begegnung wird von zwei Reportern im Wechsel kommentiert. "Die Beschreibung verfolgt den Anspruch, das Geschehen detailreich, auf Ballhöhe und in maximal möglicher Übereinstimmung zu dem gezeigten Fernsehbild und den speziellen Einstellungen wie Slowmotion und Großaufnahmen wiederzugeben", heißt es in einer Mitteilung.

Kunden können die sogenannte Audiodeskription über die Info-Taste unter der Rubrik "Tonauswahl" aktivieren. "Durch die detailreiche Spielberichterstattung bieten wir Menschen mit Sehbehinderung eine neue Qualität der Fußball-Liveberichterstattung", sagte Roman Steuer, Vice President Sports bei Sky Deutschland. Das exakte Beschreiben lasse Bilder im Kopf entstehen, die Geschehnisse auf dem Platz könnten leichter verfolgt werden. Erstmals erprobt wird der Service bereits an diesem Sonnabend (13 Uhr) bei der Zweitligapartie des FC St. Pauli gegen den FC Ingolstadt.

Als Spielbeschreiber fungieren die beiden Hamburger Journalisten und Blindenreporter Broder-Jürgen Trede und Wolf Schmidt. Trede (43), Sportwissenschaftler und Journalist, leitet seit seinem Beginn im Jahr 2003 das Sehbehinderten-Reportage-Projekt beim HSV, bildet als Hochschullehrer bundesweit Livereporter aus und kommentiert selbst, unter anderem für das HSV-Netradio. Schmidt (51), Blindenfußball-Trainer und Journalist, beschreibt seit 2004 die Spiele des FC St. Pauli im Millerntor-Stadion für das AFM Radio.

Eurosport verspricht: Problem behoben!

Nach den wiederholt aufgetretenen technischen Problemen beim Eurosport-Player hat der Mutterkonzern Discovery Besserung gelobt und für den Auftakt des vierten Spieltags in der Bundesliga am Freitagabend zwischen Hannover 96 und dem HSV (20.30 Uhr, Liveticker auf Abendblatt.de) sowie die restliche Saison einen reibungslosen Ablauf versprochen. "Wir haben den Fehler, der am vergangenen Freitag für Störungen im Eurosport-Player gesorgt hat, identifiziert und behoben. Er wird sich nicht wiederholen", sagte Ralph Rivera, Managing Director Eurosport Digital und für das Produkt Eurosport-Player verantwortlich.

Sowohl beim Eurosport-Player selbst, als auch beim Vertriebspartner Amazon sei es zu Schwierigkeiten gekommen. "Leider zur gleichen Zeit, das hat es für die Fans schlimmer gemacht", sagte Rivera. Die Fehler hätten in der technischen Konfiguration gelegen.

Am vergangenen Freitag hatte es im Spiel zwischen dem HSV und RB Leipzig (0:2) erneut Probleme mit dem Empfang gegeben. HSV-Trainer Markus Gisdol, der mit seinem Club bereits zum zweiten Mal betroffen war, äußerte im Anschluss deutlich seinen Unmut. Zudem reichte der HSV eine offizielle Beschwerde bei der Deutschen Fußball-Liga ein, die sich ebenfalls kritisch äußerte.

Sturmnot beim HSV: Auch Wood fällt wohl aus

Offiziell ist es zwar noch nicht, aber es deutet alles darauf hin: Der HSV muss im Nordduell bei Hannover 96 wohl auch auf Bobby Wood verzichten. Der US-Stürmer leidet noch immer an den Folgen einer Kniereizung, die er sich bei seiner Länderspielreise zugezogen hat. Am Donnerstag hat er deshalb bereits das Abschlusstraining verpasst.

Ob sich Wood am Freitagmorgen mit der Mannschaft auf den Weg in die niedersächsische Landeshauptstadt gemacht hat, wollte HSV-Sprecher Till Müller partout nicht preisgeben. Eine branchenübliche Geheimniskrämerei: RB Leipzig hatte in der Vorwoche auch erst eine Stunde vor dem Anpfiff des Spiels beim HSV verraten, dass Emil Forsberg nicht zur Verfügung stehen würde, obwohl sein Ausfall schon Tage zuvor festgestanden hatte.

Chance für Schipplock und Jatta?

Der Unterschied zum HSV: Leipzig hatte in der Offensive erlesene Alternativen zu bieten. HSV-Trainer Markus Gisdol muss dagegen im Spiel um Platz eins der Bundesliga jetzt improvisieren. Nicolai Müller (Kreuzbandriss), Aaron Hunt, Filip Kostic (Muskelfaserriss) und nun auch Wood – der Gipfelsturm des HSV muss praktisch ohne den angestammten Sturm stattfinden.

Man darf gespannt sein, was sich Gisdol überlegt, um Wood zu ersetzen. U-21-Torjäger Törles Knöll, der die Woche über bei den Profis trainiert hatte, dürfte zumindest in den Kader rutschen, aber wohl nicht in der Startformation stehen. Als Spitze böten sich Bakery Jatta oder Sven Schipplock an. Möglicherweise bietet Gisdol aber auch beide auf – und stellt dafür das System um.

Breitenreiter lädt Williams ein

Vor dem Nordduell gegen den HSV hat Hannovers Trainer André Breitenreiter Popstar Robbie Williams zum Probetraining eingeladen. „Ich lade ihn gerne zum Training ein. Er kann mit den Jungs trainieren, dann sehen wir, was er kann“, sagte Breitenreiter. Man habe nach der gescheiterten Verpflichtung von Ryan Kent noch „einen Offensivplatz im Kader frei“.

Hintergrund: Fußballfan Williams (43) hatte nach einer Konzerttournee Hannover bescheinigt, neben Dublin die besten Fans zu haben, und die Stadt zu seinem Lieblingsort in Deutschland erklärt. Deshalb wolle er damit beginnen, den dortigen Fußballverein zu unterstützen. In welcher Form, ließ er offen.

Robbie Williams outet sich als Hannover-Fan

96 will’s machen wie 69

Hannover oder der HSV – einer der beiden Nordclubs kann am Abend zumindest für eine Nacht die Tabellenführung übernehmen. 96 reicht dafür ein Unentschieden, der HSV müsste gewinnen.

Während der HSV bereits zum Auftakt des zweiten Spieltags einmal kurz von ganz oben auf die Konkurrenz herabblicken konnte, ist dieses Gefühl in Hannover fast schon vergessen. Letztmals standen die 96er am 5. September 1969 an der Spitze der Bundesliga. Mit Ausnahme des FC Augsburg, der noch nie auf Platz eins stand, hat kein anderer der aktuellen Erstligisten eine derart lange Durststrecke hinter sich.

HSV-Markenwert stürzt ab

Wie denkt Deutschland über den HSV? Wenn man den Autoren der „Fußballstudie 2017“ von der Technischen Universität Braunschweig glauben darf: nicht gut. Seit 2012 untersucht das Forscherteam um David M. Woisetschläger die Wahrnehmung der Vereinsmarken der Ersten und Zweiten Bundesliga. Ergebnis der repräsentativen Befragung: Der HSV hat im Vergleich zum Vorjahr 20 Plätze eingebüßt und ist auf Platz 28 abgerutscht.

Laut den Autoren „haben die Querelen im Verein und Umfeld sowie die Ungewissheit im Hinblick auf den drohenden Abstieg dem Verein besonders in der Kategorie ‘sympathischer Verein’ starke Einbußen beschert“.

Den Titel des „deutschen Markenmeisters“ sicherte sich auch im sechsten Jahr Borussia Dortmund. Beim Sympathiewert haben die Dortmunder ihren Spitzenplatz allerdings eingebüßt – an den FC St. Pauli.

Saudi-Arabien: Van Marwijk wirft hin

Der frühere HSV-Trainer Bert van Marwijk hat Saudi-Arabien zur WM 2018 geführt, wird die Mannschaft in Russland aber nicht betreuen. Der nationale Fußballverband SAFF gab am Donnerstag die Trennung vom Niederländer bekannt und stellte den Argentinier Edgardo Bauza als Nachfolger vor. Saudi-Arabien hatte sich am 5. September mit einem 1:0 gegen Japan für die WM-Endrunde qualifiziert.

Im Gespräch mit dem niederländischen TV-Sender NOS erklärte van Marwijk (65), einst Trainer von Borussia Dortmund und in der Saison 2013/14 für knapp fünf Monate beim HSV, die Verhandlungen zur Vertragsverlängerung seien gescheitert. „Ich habe sie abgebrochen. In der vergangenen Woche sind einige Mitglieder meines Stabs entlassen worden. Das kann ich nicht akzeptieren“, sagte er.

Streit um Wohnsitz

Zudem habe der Verband von ihm verlangt, dass er seinen Hauptwohnsitz in den arabischen Staat verlege. „Das war für mich nicht verhandelbar. Ich will dort nicht permanent wohnen“, sagte van Marwijk, der 2010 mit den Niederlanden im WM-Finale gegen Spanien gestanden hatte (0:1). Zu van Marwijks Betreuerstab in Saudi-Arabien gehörte auch der frühere Bayern-Profi Mark van Bommel.

Edgardo Bauza (59) hatte erst im Mai die Nationalmannschaft der Vereinigten Arabischen Emirate übernommen. Zuvor trainierte er Argentinien.

HSV will Kinderrechte stärken

Die HSV-Stiftung Hamburger Weg will anlässlich des Weltkindertags am 20. September auf Kinderrechte aufmerksam machen. Unter dem Motto „Kindern eine Stimme geben“ werden im „Hamburger-Weg-Klassenzimmer“ auf dem HSV-Campus Kinder und Jugendliche ermutigt, ihre Ideen und Meinungen zum Thema einzubringen. Spieler der U-21-Mannschaft werden sich den Fragen der Klasse stellen. Zum Abschluss lassen die Schülerinnen und Schüler ihre „Ballons der guten Wünsche“ vor dem Volksparkstadion steigen.

( SID )