VfL Wolfsburg

Allofs will Angebote für Draxler "auf jeden Fall anhören"

Julian Draxlers Abschied aus Wolfsburg scheint näherzurücken

Julian Draxlers Abschied aus Wolfsburg scheint näherzurücken

Foto: Imago/Christian Schrödter

Abschied des wechselwilligen Stars im Winter rückt näher. Für das Spiel bei Bayern München flog Julian Draxler schon aus dem Kader.

Wolfsburgs Sportchef Klaus Allofs hat im Fall des wechselwilligen Julian Draxler Verhandlungsbereitschaft im Winter signalisiert. „Wenn es ein Angebot gibt, hören wir uns das auf jeden Fall an“, sagte Allofs am Freitagabend bei "Sky Sport News HD". Laut Medienangaben schwebt dem VfL Wolfsburg eine Ablöse von rund 35 Millionen Euro vor. Ähnlich viel hatte der Tabellen-15. vor anderthalb Jahren für den Fußball-Weltmeister bezahlt. Der FC Arsenal, Paris St. Germain und Juventus Turin sollen am Ex-Schalker interessiert sein.

Draxler nicht im Kader für München

Seit Wochen steckt der 23-Jährige indes im Formtief. In dieser Saison war Draxler bislang noch an keinem Tor beteiligt. Zuletzt hatte er bekräftigt, im Winter wechseln zu wollen. Diesen Wunsch hatte der VfL im Sommer noch vehement abgelehnt. Nachdem Draxler am vergangenen Wochenende von den eigenen Fans ausgepfiffen worden war, strich Trainer Valérien Ismaël Draxler am Freitag für den Kader für das Spiel am Sonnabend bei Bayern München (15.30 Uhr). Eine Stellungnahme dazu gab es zunächst nicht.

Allofs glaubt nicht mehr an die Wende

Selbst Allofs glaubt kaum mehr an eine Normalisierung des Arbeitsverhältnisses zwischen Draxler und dem VfL. "Das ist richtig, das erscheint schwierig“, sagte Allofs dazu. Nach nur einem Jahr in Wolfsburg hatte Draxler im Sommer per Zeitungsinterview seinen Wechsel gefordert. Dies hatte der VfL damals vehement abgelehnt. „Wir haben zwar konsequent gehandelt, aber geholfen hat es keinem“, räumte Allofs erneut einen Fehler bei dieser Haltung ein, obwohl er sich dafür in der Vorwoche für eine ähnliche Äußerung bereits einen Rüffel von Clubeigner Volkswagen eingehandelt hatte.

Auch Didavi bleibt in Wolfsburg

Ismaël hatte Draxler nach zuletzt enttäuschenden Leistungen bereits am vergangenen Wochenende beim 2:3 gegen Hertha BSC nur auf die Bank gesetzt. Bei seiner Einwechslung gab es von den Rängen heftige Unmutsbekundungen gegen Draxler. Der Mittelfeldspieler hatte anschließend seinen Wechselwunsch erneuert, den er bereits im Sommer geäußert hatte.

„Wir haben am letzten Wochenende gesehen, dass es für ihn sehr schwierig ist“, sagte Allofs dazu und zeigte sich von Draxlers bisherigen Leistungen in Wolfsburg enttäuscht: „Leider hat sich das nicht so entwickelt, wie wir uns das erwartet haben.“ In der bisherigen enttäuschenden Saison gelangen Draxler weder Tor noch Vorlage für den Tabellen-15.. In München muss der VfL auch auf den am Knie verletzten Daniel Didavi verzichten.