WM-Qualifikation

Löw verwehrt einem Hamburger sein Heimspiel

Bundestrainer Joachim Löw hat seine Mannschaft für die WM-Qualifikationsspiele gegen Tschechien in Hamburg und gegen Nordirland in Hannover zusammen

Bundestrainer Joachim Löw hat seine Mannschaft für die WM-Qualifikationsspiele gegen Tschechien in Hamburg und gegen Nordirland in Hannover zusammen

Foto: dpa

Bundestrainer gibt den Kader für die Spiele gegen Tschechien und Nordirland bekannt. Drei Spieler sind zurück, zwei hofften vergebens.

Frankfurt/Belfast. Mit den zuletzt verletzten Rückkehrern Jerome Boateng, Mario Gomez und Ilkay Gündogan, aber ohne Debütanten geht die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in die wegweisenden WM-Qualifikationsspiele gegen Tschechien und Nordirland. Bundestrainer Joachim Löw verzichtete bei der Nominierung seines 22-köpfigen Kaders am Freitag für die Begegnungen am 8. Oktober in Hamburg gegen die Tschechen und drei Tage darauf in Hannover gegen Nordirland (beide 20.45 Uhr/RTL) auf Überraschungen.

Der Dortmunder Gonzalo Castro muss damit trotz zuletzt starker Leistungen in Bundesliga und Champions League auf seinen ersten Länderspieleinsatz seit 2007 warten, auch die Hoffnungen des Gladbachers Lars Stindl auf ein Debüt im Nationaltrikot erfüllten sich (noch) nicht.

Tah muss zur U21

Im Gegensatz zum souveränen Sieg des Weltmeisters beim Qualifikations-Auftakt in Norwegen (3:0) kann Löw gegen die vermeintlich stärksten Gegner in Gruppe C auf dem Weg nach Russland 2018 wieder auf Boateng, Gomez, Gündogan und auch Kevin Volland zurückgreifen. Verzichten muss er hingegen auf die Verletzten André Schürrle, Marco Reus, Karim Bellarabi und Antonio Rüdiger. Emre Can, der aufgrund einer Kapselverletzung im Fuß vier Wochen pausiert hatte, hat der Bundestrainer nicht berücksichtigt.

Der gebürtige Hamburger Jonathan Tah, Niklas Süle und Leroy Sané zählen unterdessen zum Aufgebot der U21, dafür kehrt der Hoffenheimer Sebastian Rudy, der den Sprung in den EM-Kader knapp verpasst hatte, in den Kreis der Nationalmannschaft zurück. "Gerade die Spieler, die zu unserem Stamm gehören, haben in den vergangenen Wochen mit ihren Vereinen national und international wieder Rhythmus aufgenommen. Auf diese Spieler setzen wir in der jetzigen Phase, sie wissen, was wir von ihnen erwarten. Wir wollen anknüpfen an die Leistung, die wir in Oslo gezeigt haben. Besonders freue ich mich, dass Ilkay Gündogan, Jerome Boateng und Mario Gomez wieder dabei sind", sagte Löw.

Nordirland ohne Kultstürmer Grigg

Nordirlands muss derweil gegen Deutschland ohne Kult-Stürmer Will Grigg auskommen. Trainer Michael O'Neill verzichtet aus privaten Gründen auf den Angreifer von Wigan Athletic. „Er bat mich, ihn wegen seiner familiären Situation nicht zu nominieren. Weiter möchte ich nicht darauf eingehen“, erklärte der Coach am Donnerstag bei der Kaderbekanntgabe.

Grigg erlangte bei der EM durch den Fan-Song „Will Grigg's On Fire“ Kultstatus. Allerdings kam der meist besungene Spieler bei dem Turnier in Frankreich nicht eine Minute zum Einsatz.

Trainer O'Neill hatte den populären Angreifer auch beim 0:0 im ersten WM-Qualifikationsspiel der Nordiren in Tschechien nicht berücksichtigt. Für den Zweitligisten Wigan erzielte Grigg in der laufenden Saison bereits fünf Tore.