Zweite Bundesliga

Schmach für den Club und Torpremiere für Großkreutz

Kevin Großkreutz bei seinem ersten Zweitliga-Treffer für den VfB Stuttgart

Kevin Großkreutz bei seinem ersten Zweitliga-Treffer für den VfB Stuttgart

Foto: Imago/Sportfoto Rudel

Der VfB Stuttgart weist Tabellenführer Eintracht Braunschweig in die Schranken. Auf die Mütze gab es auch für Nürnberg im Frankenderby.

Hamburg.  Der VfB Stuttgart hat mit einem 2:0 (1:0) die Siegesserie von Zweitliga-Spitzenreiter Eintracht Braunschweig beendet und den Rückstand auf Rang eins auf drei Punkte verkürzt. Für den VfB-Heimsieg am 6. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga sorgten Toni Sunjic mit seinem Kopfballtor in der 15. Minute und Kevin Großkreutz (64.). Für den Weltmeister war es der erste Treffer im VfB-Trikot.

Für Braunschweig war es nach fünf Siegen nacheinander die erste Saisonniederlage. Mit 15 Zählern bleibt die Elf von Trainer Torsten Lieberknecht aber mindestens bis zum Wochenende auf Rang eins.

Im wohl letzten Spiel unter der Leitung von Interimstrainer Olaf Janßen zeigte Stuttgart eine gute Leistung. Nach übereinstimmenden Berichten soll am Mittwoch Hannes Wolf als neuer Cheftrainer vorgestellt werden. Er kommt von der U19 von Borussia Dortmund.

Nürnberg verliert Heim-Derby

Unterdessen ist der 1. FC Nürnberg im 261. Franken-Derby noch tiefer in die Krise gerutscht und steht nun vorerst am Tabellenende. Die Mannschaft von Trainer Alois Schwartz unterlag am Dienstagabend der SpVgg Greuther Fürth mit 1:2 (0:1) und hat nach sechs Spielen weiterhin lediglich zwei Zähler auf dem Konto.

Die Fürther (10 Punkte) hielten durch den Sieg dagegen Kontakt zur Aufstiegszone. Serdar Dursun (40.) brachte die Gäste im ältesten Derby des deutschen Fußballs in Führung, Daniel Steininger (54.) legte nach. Beide Tore fielen aus Nürnberger Sicht höchst unglücklich, es waren die Gegentreffer Nummer 16 und 17 für die schlechteste Abwehr der Liga. In der Nachspielzeit gelang dem eingewechselten Guido Burgstaller (90.+3) der Anschlusstreffer.

Im Heimspiel gegen den Nachbarn wollte Trainer Schwartz eigentlich "etwas geraderücken", forderte von seiner Mannschaft "Herz" und "Leidenschaft". Nach nervösen Anfangsminuten war der Club vor 32.362 Zuschauern dann tatsächlich die bessere Mannschaft. Nürnberg attackierte die Fürther früh und kam allein in den ersten 45 Minuten auf 9:0 Eckbälle. Auch die erste Großchance des Spiels gehörte den Gastgebern, doch ein Kopfball von Tim Matavz traf nur die Latte (22.).

Beide Gegentreffer waren dann kaum zu verteidigen: Ein Versuch von Niko Gießelmann prallte vom Querbalken zurück ins Feld. Sebastian Freis stand genau richtig und brachte per Kopf Torschütze Dursun ins Spiel. Kurz nach der Pause fälschte Nürnbergs Verteidiger Laszlo Sepsi einen Schuss von Steininger dann unhaltbar ab, Torwart Thorsten Kirschbaum hatte keine Chance.

Hennings trifft wieder

Dagegen hat Fortuna Düsseldorf den Anschluss zu den vorderen Tabellenplätzen hergestellt. Die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel gewann im eigenen Stadion das West-Derby gegen den VfL Bochum mit 3:0 (2:0). Drei Tage nach der ersten Saisonniederlage (0:2 gegen Heidenheim) agierten die Düsseldorfer vor 22.688 Zuschauern spielfreudig und setzten ihre Gäste direkt unter Druck.

Marcel Sobottka (3. Minute), Rouwen Hennings (14.) mit seinem ersten Zweitligatreffer nach seiner Rückkehr aus England und Axel Bellinghausen (68.) erzielten die Tore. Bochum leistete sich viele Fehlpässe. Peniel Mlapa (48.) traf mit der besten VfL-Chance den Pfosten.

Schwacher Kick in Sandhausen

Der 1. FC Heidenheim ist im Baden-Württemberg-Duell mit dem SV Sandhausen nicht über ein 0:0 hinaus gekommen. Die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt bleibt mit elf Punkten aber in der Spitzengruppe. I

n einer insgesamt schwachen Begegnung vor 5198 Zuschauern im Hardtwaldstadion hatten die Gäste aus Heidenheim in der ersten Hälfte nur eine harmlose Schusschance durch Tim Kleindienst. Auf der anderen Seite vergab Lucas Höler eine hervorragende Gelegenheit zur Führung mit einem Kopfball aus wenigen Metern (15. Minute). Nach dem Seitenwechsel traf SVS-Profi Andrew Wooten zudem den Pfosten (58.).