Frauenfußball

Das sind die neuen Trainer der deutschen Nationalmannschaft

Das neue DFB-Trainerteam der Frauen-Nationalmannschaft: Co-Trainer Markus Högner (v.l.), Bundestrainerin Steffi Jones und Assistentin Verena Hagedorn

Das neue DFB-Trainerteam der Frauen-Nationalmannschaft: Co-Trainer Markus Högner (v.l.), Bundestrainerin Steffi Jones und Assistentin Verena Hagedorn

Foto: Imago/Jan Hübner

Steffi Jones hat sich als Nachfolgerin von Silvia Neid vorgestellt. In die Fußstapfen der Bundestrainerin will sie nicht treten.

Frankfurt. Die neue Fußball-Bundestrainerin Steffi Jones tritt die Nachfolge von Silvia Neid mit großen Ambitionen an und nimmt fünf Tage nach dem Gold-Triumph von Rio de Janeiro den nächsten Titel ins Visier. "Wenn wir etwas machen, dann richtig. Und deshalb wollen wir bei der EM nächstes Jahr auch den Titel", sagte die 43-Jährige bei der Präsentation ihres sportlichen Konzeptes am Mittwoch in Frankfurt/Main.

Neids große Fußstapfen machen der 111-maligen Nationalspielerin keine Angst. "Eine Bürde war das schon vorher. Ich weiß, was ich kann, und ich hätte die Aufgabe nicht übernommen, wenn ich gedacht hätte, dass ich sie nicht meistern werde", sagte Jones: "Für mich wird ein Traum wahr. Ich will nicht in Silvias Fußstapfen treten, sondern die Arbeit erfolgreich fortführen, mit meiner Handschrift als Steffi Jones."

Jones will sofort am Konzept arbeiten

Ihre ersten Auftritte an der Seitenlinie gibt Jones am 16. und 20. September bei den EM-Qualifikationsspielen in Russland und Ungarn. Anschließend stehen in diesem Jahr noch drei weitere Länderspiele auf dem Programm, im Frühjahr voraussichtlich wie in diesem Jahr die Teilnahme am SheBelieves-Cup in den USA.

"Wir werden sofort an der Spielkonzeption arbeiten. Das sind alles Vorbereitungsspiele für die EM, wir werden jedes Spiel nutzen, um den Kader zu finden", sagte Jones. Die Mission Titelverteidigung in den Niederlanden beginnt am 16. Juli.

Jones nimmt Rücktritte als Ansporn

Die jüngsten Rücktritte der langjährigen Stammkräfte Saskia Bartusiak, Annike Krahn und Melanie Behringer nimmt die 43-Jährige als Ansporn für die Verjüngung des Teams: "Die Rücktritte sind natürlich schade, es sind charakterlich auch tolle Spielerinnen, die uns fehlen werden. Aber dadurch entsteht die Möglichkeit, jüngere Spielerinnen zu integrieren. Die Lücke wird geschlossen."

Noch zu schließen ist eine Lücke im Trainerstab. Nach dem Abschied des bisherigen Torwarttrainers Michael Fuchs zum 1. FC Nürnberg ist die Stelle derzeit vakant. Bis ein Nachfolger gefunden ist, will Jones auf einen Honorartrainer zurückgreifen.