Fussball-Ticker

RB Salzburgs Champions-League-Fluch setzt sich fort

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Salzburg packt es wieder nicht

Entsetzen in Salzburg: Österreichs Meister RB Salzburg hat auch im neunten Anlauf den historischen Einzug in die Champions League verpasst. Und das auf dramatische Weise. Die Roten Bullen verloren das Playoff-Rückspiel gegen Dinamo Zagreb mit 1:2 (1:1, 1:0) nach Verlängerung.

Der algerische Nationalspieler Stürmer El Arabi Hilal Soudani schockte die 23.451 Zuschauer in der Salzburger Arena mit seinem Siegtor in der 95. Minute. Die Gastgeber hatten zuvor bis zur 87. Minute 1:0 geführt. Das hätte nach dem 1:1 im Hinspiel gereicht zum erstmaligen Einzug in die Gruppenphase der Königsklasse.

Österreichs Jung-Nationalspieler Valentino Lazaro hatte die lange Zeit überlegenen Gastgeber verdient in Führung geschossen (22.). Junior Fernandes glückte der späte Ausgleich für Kroatiens Meister. In der 62. Minute wurde den Salzburgern ein klarer Handelfmeter vorenthalten, der das 2:0 hätte bedeuten können. Junior Fernandes erzwang für die stärker werdenden Kroaten mit einem abgefälschten Schuss schließlich die Verlängerung. Soudani sorgte für die Entscheidung: Der Angreifer scheiterte erst am deutschen Torwart Alexander Walke, köpfte den Ball aber im Nachsetzen ins Netz.

Kruse erfolgreich operiert

Werders Neuzugang Max Kruse ist erfolgreich am linken Knie operiert worden. Wie Bremen bekannt gab, wurde der Eingriff von Prof. Dr. Michael Strobel in Straubing vorgenommen. Kruse werde noch bis Freitag dort bleiben. Der ehemalige Nationalspieler hatte am Sonntag während des DFB-Pokal-Erstrundenspiels beim Drittligisten Sportfreunde Lotte (1:2) eine Außenbandverletzung erlitten. Der 28-Jährige wird circa sechs Wochen lang ausfallen.

Italiens Fußball trauert um Erdbeben-Opfer

Italiens Profis werden den Opfern des verheerenden Erdbebens in dieser Woche vor allen Partien Schweigeminuten widmen. Nationale Auswahlmannschaften werden zudem bei den nächsten Spielen mit schwarzen Armbinden auflaufen, kündigten der italienische Fußballverband und das Italienische Olympische Komitee am Mittwoch gemeinsam an. In einem „Moment des großen Schmerzes“ solle damit „ein Zeichen des Zusammenhalts“ gesetzt werden, hieß es.

Schwere Erdstöße hatten in der Nacht zum Mittwoch mehrere Orte in einer Bergregion etwa 150 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Rom verwüstet. Nach jüngsten Angaben starben mindestens 63 Menschen.

Skripnik lässt Werder-Neuzugang Bauer zappeln

Trainer Viktor Skripnik hat Werder Bremens Neuzugang Robert Bauer keine Einsatzgarantie für das Auftaktspiel beim FC Bayern München gegeben. Der Rechtsverteidiger, der am Vortag für rund drei Millionen Euro vom Ligarivalen Ingolstadt nach Bremen gekommen war, absolvierte am Mittwoch sein erstes Training bei den Hanseaten und meldete sich fit. „Wir haben noch zwei Tage und werden das noch sehen“, sagte Skripnik zu der Frage, ob der Olympia-Zweite Bauer am Freitag beim Start der Fußball-Bundesliga in München dabei ist.

Bauer kann zumindest auf einen Platz im Kader hoffen. „Wir freuen uns, dass Robert verschiedene Positionen spielen kann“, sagte der Werder-Coach. Er muss in der Auswärtspartie beim Rekordmeister auf die verletzen Offensivspieler Claudio Pizarro und Max Kruse verzichten. Dafür rückt erstmals nach zehn Monaten Angreifer Aron Jóhannsson in das Aufgebot für ein Bremer Bundesligamatch. Fraglich ist der Einsatz von Zlatko Junuzović.

Dynamo Dresden ist wieder schuldenfrei

Zweitligist Dynamo Dresden ist offiziell schuldenfrei. Wie die Sachsen am Mittwoch bekannt gaben, wurde am Montag die letzte Rate in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro an Michael Kölmel überwiesen. Damit habe der Verein seine Verbindlichkeiten beim Leipziger Medienunternehmer getilgt, hieß es in einer Pressemitteilung. Alle Einnahmen aus der TV-Vermarktung verbleiben somit vom 1. Juli 2017 an wieder vollständig bei Dynamo.

Für Sportgeschäftsführer Ralf Minge ist die Entschuldung „das Werk von Vielen. Mit großem Stolz kann die Sportgemeinschaft auf einen unglaublichen Zusammenhalt zurückblicken. Mitglieder, Fans, Partner, Sponsoren und die Stadt Dresden haben diesen Kraftakt alle gemeinsam vollbracht.“ Zur Entschuldung des Vereins wurden unter anderen die Einnahmen aus zwei Sonderumlagen der Mitglieder sowie aus einem Freundschaftsspiel gegen den FC Bayern München (Erlös rund 1,25 Millionen Euro) genutzt.

Neuer Name für DFL-Ligaverband

Der Ligaverband der deutschen Profifußball-Vereine heißt künftig "DFL Deutsche Fußball Liga e.V.". Einem entsprechenden Antrag auf Satzungsänderung wurde am Mittwoch bei der Generalversammlung in Berlin zugestimmt. Die Unterscheidung zur Deutschen Fußball Liga (DFL), die das operative Geschäft führt, erfolgt nur noch durch die Kürzel "e.V." und "GmbH". Bislang hieß der Ligaverband offiziell "Die Liga - Fußballverband e.V.".

Schweinsteiger will in Europa nicht wechseln

Bastian Schweinsteiger widerspricht Gerüchten, er werde Manchester United verlassen und zu einem anderen europäischen Club wechseln. „Manchester wird mein letzter Club in Europa sein“, schrieb der Weltmeister, der unter Trainer José Mourinho zur Reserve-Mannschaft abgeschoben wurde, am Mittwoch bei Twitter. „Ich habe großen Respekt für andere Clubs, aber Manchester United war der einzige, für den ich Bayern München verlassen hätte. Ich werde bereit sein, wenn mich das Team braucht. Das ist alles, was ich über die aktuelle Situation sagen kann.“ Der 32-Jährige dankte den Fans außerdem für die „unglaubliche Unterstützung in den letzten Wochen“.

In internationalen Medien war Schweinsteiger zuletzt mit verschiedenen europäischen Clubs in Verbindung gebracht worden, darunter Juventus Turin und Celtic Glasgow.

Rauball als DFL-Boss bestätigt

Ligapräsident Reinhard Rauball (69) ist in seine vierte Amtszeit gewählt worden. Der 69-Jährige fungiert seit 2007 als Chef des deutschen Profi-Fußballs. Die Wiederwahl bei der Generalversammlung in Berlin erfolgte ohne Gegenkandidaten und Gegenstimmen. Rauball ist zudem seit 2004 Präsident des Bundesligisten Borussia Dortmund.

"Ich nehme die Wahl gerne an. Wohlwissend, welche Verantwortung mit diesem einstimmigen Votum verbunden ist", sagte Rauball: "Ich kenne die Verantwortung, die ich wahrnehme. Ich beabsichtige das mit Herzblut zu tun, genau wie in den vergangenen Jahren. Wir haben Ziele und diesen müssen wir gerecht werden."

Ter Stegen zurück im Training

Marc-André ter Stegen ist am Mittwoch ins Mannschaftstraining des spanischen Meisters FC Barcelona zurückkehrt. Der Ex-Gladbacher wird möglicherweise schon am Sonntag (20.15 Uhr) im Auswärtsspiel bei Athletic Bilbao sein Comeback geben und somit seinen Posten als Nummer eins bei den Katalanen antreten.

Sein chilenischer Rivale Claudio Bravo, der in den vergangenen beiden Jahren in der Primera Division jeweils den Vorzug gegenüber ter Stegen erhalten hatte, steht dagegen vor einem Wechsel zu Manchester City mit Teammanager Pep Guardiola.

Ter Stegen hatte am 11. August eine Stauchung im linken Knie erlitten. Der 24-Jährige hatte Barca mit seinem Abschied gedroht, sollte er nicht zur unumschränkten Nummer eins aufsteigen. In La Liga war er in den letzten Jahren Reservist, in der Champions League und im Pokal dürfte ter Stegen hingegen sein Können beim Renommierklub zeigen.

Der niederländische Nationaltorhüter Jasper Cillessen soll die Nummer zwei bei den Katalanen werden. Die Katalanen haben Ajax Amsterdam ein Angebot über zehn Millionen Euro für den 27-Jährigen unterbreitet.

Hertha vor Verpflichtung von Esswein?

Hertha BSC steht vor der Verpflichtung des Wunschspielers Alexander Esswein. Das berichtet die "Bild“-Zeitung. Von den Berlinern gab es aber noch keine Bestätigung.

Der Außenbahnspieler des FC Augsburg soll in der Hauptstadt einen Vierjahres-Vertrag erhalten. In die zuletzt ins Stocken geratenen Verhandlungen zwischen Hertha und Augsburg ist Bewegung gekommen, weil die bayerischen Schwaben allem Anschein nach einen Ersatz für Esswein gefunden haben. Von 1899 Hoffenheim soll Jonathan Schmid kommen.

Hertha ist schon länger an Esswein interessiert. Der 26-Jährige entspricht dem Anforderungs-Profil von Trainer Pal Dardai. „Wir brauchen mehr Schnelligkeit und Tempo für unser Spiel. Deshalb suchen wir einen Spieler mit hoher Geschwindigkeit“, hatte der Ungar zuletzt betont.

Sollte der Transfer realisiert werden, wäre Esswein der dritte Neuzugang der Berliner. Bislang haben die Herthaner den slowakischen EM-Spieler Ondrej Duda, der derzeit aber verletzt ist, und die Liverpooler Leihgabe Allan neu unter Vertrag genommen.

Ancelotti nimmt Ribéry in Schutz

Der neue Bayern-Trainer Carlo Ancelotti hat seinen zuletzt scharf kritisierten Star-Spieler Franck Ribéry in Schutz genommen. "Die Leute übertreiben es momentan ein wenig in Bezug auf Ribéry", sagte der Italiener im Sport1-Interview mit Blick auf die Tätlichkeiten des Franzosen: "Die Geschichte lehrt uns, dass er immer ein sehr korrekter Spieler gewesen ist."

Ribéry war beim 2:0 der Bayern im Supercup gegen Borussia Dortmund mit einem Ellbogenschlag gegen Felix Passlack auffällig geworden. Bereits auf der US-Tour des Rekordmeisters hatte er sich eine rüde Attacke geleistet. Auch im Pokalspiel bei Carl Zeiss Jena (5:0) war der Franzose auffällig geworden. "Ich finde, man sollte die Angelegenheit jetzt vergessen und es dabei belassen", sagte Ancelotti.

Zudem hofft der Bayern-Coach, noch lange mit Weltmeister-Kapitän Philipp Lahm zusammenarbeiten zu können. "Abwarten! Lahm ist sehr wichtig für den FC Bayern. Nicht nur als Spieler, sondern auch als Persönlichkeit", sagte der 57-Jährige: "Er ist ein Vorbild für alle. Je länger er Spieler bleibt, umso besser." Lahm hatte angekündigt, 2018 seine Karriere beenden zu wollen.

Ancelotti verglich den Weltmeister mit Italiens Ikone Paolo Maldini, der "mit 39 Jahren noch einmal die Champions League gewonnen" habe. "Und er hatte da schon große gesundheitliche Probleme, vor allem an seinen Knien", sagte Ancelotti: "Lahm hat das nicht, er ist fit, trainiert sehr gut, ist immer der Erste, der kommt und der Letzte, der geht. Ich bin davon überzeugt, dass er spielen kann, bis er 39 ist."

Rauball mahnt vor Streit um TV-Milliarden

Ligapräsident Reinhard Rauball hat die 36 Profi-Clubs erneut zur Einigkeit ermahnt. "Niemand hätte wohl Verständnis dafür, wenn sich die Liga wegen des neuen TV-Vertrags zerstreitet", sagte der 69-Jährige bei der Generalversammlung in Berlin: "Der öffentliche Eindruck wäre verheerend. Ich bin deswegen froh, dass die Diskussion zurückgefahren wurde."

Der neue TV-Vertrag, der den Klubs ab der Saison 2016/17 allein aus der nationalen Vermarktung 1,2 Milliarden Euro pro Spielzeit in die Kassen spült, bringe ein "enormes Maß an Verantwortung mit sich", sagte Rauball: "Andere Sportarten wären froh, wenn sie solche Probleme zu lösen hätten."

Zuletzt war ein Verteilungskampf entbrannt - vor allem die Zweitligisten fürchten um ihr Stück vom Kuchen." Entschieden wird über die Art und Weise der Verteilung in den kommenden Monaten.

Pukki klaut Sand einen Uralt-Rekord

Der ehemalige Schalker Teemu Pukki (Bröndby IF) hat einen knapp 19 Jahre alten Torrekord im dänischen Profi-Fußball ausradiert. Nach seinem Doppelpack bei Bröndbys 7:0-Ligasieg über Aarhus GF am vergangenen Wochenende hat Pukki im Monat August bereits zehn Pflichtspieltore erzielt. Damit übertraf der Finne die bisherige Bestmarke des ebenfalls ehemaligen Schalkers Ebbe Sand, der im November 1997 auf neun Pflichtspieltreffer gekommen war. Trainer bei Bröndby ist der Ex-Stuttgart-Coach Alexander Zorniger.

Sand ging damals ebenfalls für Bröndby IF auf Torejagd. Pukki bleiben derweil noch zwei weitere Partien im August, um seinen Rekord weiter in die Höhe zu schrauben: Am Donnerstag trifft Bröndby im Play-off um die Europa-League-Teilnahme daheim auf den griechischen Vertreter Panathinaikos Athen (Hinspiel 0:3). Am Sonntag folgt das Liga-Derby gegen den FC Kopenhagen. In der dritten Qualifikationsrunde hatte Bröndby den Bundesligisten Hertha BSC ausgeschaltet - beim 3:1 im Rückspiel hatte Pukki einen Dreierpack für die Dänen geschnürt.

Polizei sucht weitere Hillsborough-.Zeugen

Mehr als 17 Jahre nach der Hillsborough-Katastrophe, bei der in Sheffield 96 Fans ums Leben gekommen sind, sucht die Polizei weitere Zeugen. Die Ermittler veröffentlichten dazu Bilder, die damals von den Überwachungskameras aufgenommen wurden. Die gesuchten Männer hätten sich nichts zu Schulden kommen lassen, versicherten die Behörden. Sie seien aber „zur richtigen Zeit am richtigen Ort“ gewesen, um aufzuklären was damals wirklich passiert sei.

Am 15. April 1989 war beim Pokalspiel zwischen dem FC Liverpool und Nottingham Forrest im Stadion eine Massenpanik ausgebrochen, bei der 96 Menschen starben und 766 verletzt wurden. Erst im vergangenen April hatte ein englisches Gericht entschieden, dass die Hillsborough-Katastrophe kein Unfall war, sondern dass die Polizei durch ihr Fehlverhalten die Schuld an der Tragödie trägt. Die strafrechtlichen Ermittlungen dauern an.

Kaiser und Selke vor Comeback in Leipzig

RB Leipzig kann möglicherweise zum Bundesliga-Start am Sonntag bei der TSG Hoffenheim doch auf Dominik Kaiser zurückgreifen. Der Kapitän des Aufsteigers absolvierte am Mittwochvormittag ein Lauftraining. Kaiser hatte sich im DFB-Pokal bei Dynamo Dresden (4:5 i.E.) eine Sehnenverletzung im Mittelfuß zugezogen. Ob der gleichfalls im Dresden-Spiel am Fuß verletzte Naby Keita rechtzeitig fit wird, ist fraglich.

Nach einer Laufeinheit am Dienstag unterzogen sich die beiden Leipziger Olympia-Starter Davie Selke und Lukas Klostermann am Mittwoch medizinischen Tests. Danach wurden sie zurück im Mannschaftstraining erwartet.

Aubymeyang juckt Mkhitaryan-Abgang wenig

Pierre-Emerick Aubameyang geht mit großen Zielen in die neue Saison. Der Angreifer von Borussia Dortmund will seinen persönlichen Torrekord von 25 Ligatreffern überbieten. „In dieser Saison werde ich versuchen, diese Marke noch einmal zu knacken“, sagte der 27-Jährige, der nur Robert Lewandowski (FC Bayern München/30 Tore) in der Torjägerliste der Vorsaison den Vortritt lassen musste, der "Sport Bild“ (Mittwoch).

Dass unter anderem Top-Vorbereiter Henrikh Mkhitaryan den BVB im Sommer verlassen hat, trübt Aubameyangs Erwartungen nicht. „Wenn man sieht, was wir an Qualität dazugewonnen haben, ist mir überhaupt nicht bange“, sagte er.

32 Elfmeter im englischen Ligapokal

Das war wie ein Krimi mit Überlänge: In der zweiten Runde des englischen Ligapokals (EFL Cup) haben die Fans in Derby ein irres Spiel mit 32 Elfmetern erlebt. Die Partie zwischen Derby County und Carlisle United endete mit einem dramatischen Elfmeterschießen, das Derby mit 14:13 gewann.

In der regulären Spielzeit hatte Darren Bent (56. Minute) den Zweitligisten Derby in Führung geschossen. Erst in der fünften Minute der Nachspielzeit gelang Mike Jones der Ausgleich für Carlisle, das in der vierten englischen Liga spielt. Nach der torlosen Verlängerung wurden insgesamt 32 Elfmeter geschossen, von denen Derby-Torwart Scott Carson drei hielt. Sein Team scheiterte selbst zweimal vom Punkt. Timi Max Elsnik verwandelte schließlich den entscheidenden Elfer für Derby County - nach rund 140 Pokal-Minuten.

Ex-Wolfsburger Bendtner nach England?

Für den ehemaligen Wolfsburger Nicklas Bendtner könnte die monatelange Suche nach einem neuen Club bald beendet sein. Wie die Daily Mail berichtet, sind die Queens Park Rangers aus der zweithöchsten englischen Liga am derzeit vereinslosen Torjäger interessiert.

Laut dem Bericht soll sich der niederländische QPR-Teammanager Jimmy Floyd Hasselbaink intensiv mit dem Dänen befassen. Allerdings müssten sich beide Seiten bei den Gehaltsvorstellungen noch einander annähern.

Bendtner hat sich zuletzt beim dänischen Meister FC Kopenhagen fitgehalten. Doch dessen Trainer Stale Solbakken hat eine Verpflichtung des wegen seiner Eskapaden berüchtigten Exzentrikers ausgeschlossen. Bendtner hatte im April dieses Jahres seinen noch bis Mitte 2017 datierten Vertrag beim VfL Wolfsburg aufgelöst und wartet seitdem auf eine neue Anstellung.

Robben will sich Zeit lassen

Arjen Robben sieht Bayern München zwei Tage vor dem Bundesliga-Auftakt noch nicht in Topverfassung. "Wir haben noch ein paar sehr wichtige Spieler, die erst spät von der EM gekommen sind", sagte der 32-Jährige im Interview mit dem Münchner Merkur, "wir brauchen noch ein paar Wochen."

Das dürfe aber keine Ausrede sein. "Wir dürfen von Beginn an keine Schwäche zeigen", äußerte der Offensivspieler, "unsere Konkurrenten - vor allem die Dortmunder - lauern auf unsere Fehler."

Zum Bundesliga-Auftakt empfängt Bayern München am Freitagabend (20.30 Uhr/ARD und Sky) Werder Bremen. Robben steht aufgrund einer Adduktoren-Verletzung noch nicht im Kader, will sich mit seiner Rückkehr aber nicht unter Druck setzen lassen.

"Es geht mir nicht darum, gesund zu werden - sondern darum, gesund zu bleiben", sagte der Mittelfeldspieler, "egal, ob das jetzt noch zwei, drei, vier oder fünf Wochen dauert. Hauptsache, dass es perfekt ist, wenn ich zurückkomme."

Boris Becker kritisiert Fußball-Überdosis

Der dreimalige Wimbledonsieger Boris Becker beklagt die Fokussierung der Sportwelt auf den Fußball. "Man sollte auch anderen Sportarten den Raum geben, die es verdienen. Olympia hat das gezeigt. Es läuft meines Erachtens zu viel Fußball", sagte der Trainer des Tennis-Weltranglistenersten Novak Djokovic (Serbien) bei seiner Auszeichnung zur "Lichtgestalt des Jahres" durch den Express in Köln.

Bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro standen für den 48-Jährigen nicht die Sportler im Vordergrund. "Die Toilette im Dorf ging vielleicht jeden zweiten Tag. Das Wasser in der Dusche kam aus der Wand. Das Essen in der Mensa - erst war man begeistert, aber nach drei Tagen kann man es nicht mehr sehen", sagte Becker, 1992 Olympiasieger im Doppel mit Michael Stich. "Es geht um die Sportler, vielleicht sollte man das bei den nächsten Spielen mal berücksichtigen. Es geht nicht um die Sponsoren, es geht um die Sportler."

Vorherige Preisträger waren die deutsche Fußball-Nationalmannschaft (2014) und der ehemalige Box-Weltmeister Witali Klitschko (2015).

Kantersieg und Hiobsbotschaft für Klopp

Jürgen Klopp hat mit dem FC Liverpool einen Kantersieg gefeiert und ist in die Runde der besten 32 im Ligapokal eingezogen. Der ehemalige englische Rekordmeister siegte beim Zweitligisten Burton Albion mit 5:0, der eingewechselte Daniel Sturridge glänzte mit einem Doppelpack. In der nächsten Runde steigen auch die Teams, die in den internationalen Wettbewerben spielen, in den Ligapokal ein. Titelverteidiger ist Manchester City.

Den Erfolg musste Liverpool aber teuer bezahlen, denn der deutsche Nationalspieler Emre Can musste nach 71 Minuten angeschlagen ausgewechselt werden. „Er hat sich gestreckt und hatte auf einmal Probleme mit dem Sprunggelenk. Das macht mir momentan am meisten Sorgen“, sagte Klopp. „Am Ende der letzten Saison hatte er damit auch schon Probleme, deswegen ist er etwas besorgt. Hoffentlich ist es nichts Ernstes.“

Badstuber sendet positive Signale

Bayern Münchens Abwehrspieler Holger Badstuber will sich für seine Rückkehr nach seiner langen Verletzung nicht unter Druck setzen lassen. "Ich war lange weg. Es braucht Zeit, bis man sich langsam wieder ranarbeitet. In Bezug auf den nächsten Level ist es wichtig, dass ich langfristig denke. Deswegen lasse ich mir auch Zeit", sagte der 27-Jährige dem "Kicker".

Für den Bundesligastart am Freitag (20.30 Uhr/ARD und Sky) fällt der Nationalspieler aus. "Dann ist Länderspielpause und dann denke ich, dass ich wieder zur Mannschaft stoße", führte Badstuber weiter aus. Es sei aber "egal, ob es jetzt eine Woche früher oder später ist, wichtig ist, dass ich langfristig dabeibleibe. Das ist mein Ziel. Deswegen bin ich entspannt, lasse mir auch die Zeit. Ich will einen guten Aufbau haben und eine gute Basis haben."

Badstuber war in der vergangenen Saison monatelang ausgefallen, hatte aber bei der jüngsten US-Tour gespielt. Danach absolvierte er aber wieder ein individuelles Programm. Derzeit verstärkt Badstuber das Lauftraining. "Es ist alles gut. Ich will mir nur Zeit lassen. Ich habe noch Defizite, und ich muss die aufholen, um einen guten Start bei der Mannschaft zu haben. Man muss sich keine Sorgen machen, ich komme zurück", betonte er.

Er befinde sich im ständigen Austausch mit Trainer Carlo Ancelotti. "Klar würde ich gerne mit der Mannschaft trainieren, aber ich muss mich gut fühlen. So lange ich nicht wirklich bereit bin, bringt es nichts, das versteht der Trainer natürlich", sagte der Innenverteidiger.

Dundalk schrammt an CL-Sensation vorbei

Nationalspieler Antonio Rüdiger wird mit dem AS Rom in der kommenden Saison nicht in der Champions League spielen. Ohne den deutschen Innenverteidiger, der nach einem Kreuzbandriss am Montag wieder ins Training eingestiegen ist, unterlag die Roma dem FC Porto im Play-off-Rückspiel mit 0:3 (0:1) und verpasste somit den Sprung in die Gruppenphase. Das Hinspiel in Portugal hatte 1:1 geendet.

Neben Porto, Sieger von 2004, erreichten diese Celtic Glasgow, der AS Monaco, Legia Warschau und Ludogorez Rasgrad aus Bulgarien. Celtic rettete trotz eines 0:2 (0:1) bei Hapoel Beer Sheva aus Israel das 5:2 aus dem Hinspiel ins Ziel, Monaco reichte nach dem 2:1 im Hinspiel ein 1:0 (0:0) zu Hause, um den FC Villarreal auszuschalten. Ludogorez setzte sich gegen Viktoria Pilsen durch (2:2/2:0).

Der Meister Warschau ist nach einem 1:1 (0:1) gegen Dundalk FC aus Irland (Hinspiel 2:0) der erste polnische Verein in der Gruppenphase seit 20 Jahren. Dundalk hatte nach der Führung durch Robert Benson (19.) und einer Gelb-Roten Karte für Warschaus ehemaligen Bundesligaprofi Adam Hlousek (1. FC Nürnberg/VfB Stuttgart) in der 67. Minute lange weiter auf die größte Sensation in der Geschichte der Königsklasse gehofft. Doch in der Nachspielzeit wurden die Iren durch Michael Kucharczyk eiskalt ausgekontert (90.+2).

Für die Roma verlief der Dienstagabend ernüchternd. Nach dem 0:1 durch Felipe (8.) sahen Daniele de Rossi (39.) und Emerson Palmieri (50.) die Rote Karte. Porto nutzte die Überzahl zu weiteren Treffern durch Miguel Layun (73.) und Jesus Corona (75.).