Fussball-Ticker

Augsburg bestätigt Weinzierl-Wechsel zu Schalke

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England gewinnt gegen

Englands Fußball-Nationalmannschaft ist bei ihrer Generalprobe zur Europameisterschaft in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli) zu einem schmeichelhaften Sieg gekommen. Im Härtetest gegen Portugal gewann die Mannschaft von Teammanager Roy Hodgson nach fast einstündiger Überzahl mit 1:0 (0:0). Chris Smalling (86.) erzielte das Tor des Tages im Londoner Wembley-Stadion, Portugals Bruno Alves (35.) hatte wegen eines groben Foulspiels die Rote Karte gesehen.

Das harte Einsteigen gegen Harry Kane sorgte für einige Aufregung, Alves hatte seinen Gegenspieler mit gestrecktem Bein im Gesicht getroffen. Rechtsverteidiger Vierinha vom Bundesligisten VfL Wolfsburg stand für die Portugiesen von Beginn an auf dem Platz, der künftige Bayern-Profi Renato Sanches wurde nach 72 Minuten eingewechselt.

Auch ohne ihre frisch gekürten Champions-League-Sieger Cristiano Ronaldo und Pepe von Real Madrid gerieten die Gäste selten ernsthaft in Bedrängnis. Verteidiger Smalling traf nach zahlreichen Wechseln doch noch per Kopf zum Sieg.

Schuster nach Augsburg, Weinzierl zu Schalke

Der FC Augsburg hat die Verpflichtung von Trainer Dirk Schuster vom SV Darmstadt 98 als Ersatz für Markus Weinzierl bestätigt. Wie der Fußball-Bundesligist am Donnerstag mitteilte, wechselt Weinzierl zum FC Schalke 04. Der 41-Jährige wird dort Nachfolger von André Breitenreiter. Weinzierl hatte in Augsburg noch einen Vertrag bis 2019, hatte seinen Weggang aber bereits angekündigt. Über die Ablösemodalitäten wurde nichts bekannt.

„Es war eine tolle Zusammenarbeit und unglaublich erfolgreiche Jahre, in denen wir alle gemeinsam mit Markus Weinzierl den FCA weiterentwickelt haben“, sagte Augsburgs Geschäftsführer Stefan Reuter. Von Breitenreiter hatten sich die Schalker nach dem letzten Bundesligaspieltag nach nur einer Saison getrennt.

Mit Schuster kommen auch Co-Trainer Sascha Franz und Fitness-Trainer Frank Steinmetz zum FCA. Auch die Augsburger zahlen eine Ablösesumme, wie Darmstadt bestätigte, ohne die Höhe zu nennen. Wer Schusters Nachfolger bei den Hessen wird, ist noch offen.

Auch der kleine Eggestein bleibt Bremer

Werder Bremen hat Sturmtalent Johannes Eggestein (18) mit einem Profi-Vertrag bis 2019 ausgestattet. Johannes' Bruder Maximilian wurde bereits vor einem Jahr in den Profi-Kader der Bremer befördert. "Wir sind sehr glücklich, dass sich Johannes dafür entschieden hat, den eingeschlagenen Weg bei Werder fortzusetzen", sagte Sportchef Frank Baumann: "Er hat sein enormes Talent in den vergangenen Jahren in unserem Leistungszentrum und in den deutschen Junioren-Nationalteams eindrucksvoll unter Beweis gestellt." Eggestein sollen "mehrere lukrative Offerten" anderer Clubs vorgelegen haben.

Buh-Rufe für "unwissenden" Messi

Weltfußballer Lionel Messi (28) hat bei seinem ersten Auftritt im Steuerprozess gegen ihn und seinen Vater Jorge in Barcelona seine Unschuld beteuert. "Ich habe Fußball gespielt, ich wusste von nichts", sagte der argentinische Superstar vom FC Barcelona am Donnerstag vor Gericht und betonte in seiner Aussage am dritten Verhandlungstag: "Ich habe meinem Vater und meinen Anwälten vertraut."

Als Messi am Vormittag vor dem Gericht im schwarzen Anzug, mit schwarzer Krawatte und Vollbart aus dem Auto gestiegen war, empfingen ihn Fotografen sowie hinter Absperrungen wartende Schaulustige mit Jubel und vereinzelten Buh-Rufen. Der Eingang des Gebäudes wurde von Polizisten bewacht.

Laut Staatsanwaltschaft sollen Vater und Sohn Messi mittels Scheinfirmen in Belize und Uruguay zwischen 2007 und 2009 Steuern in Höhe von insgesamt 4,16 Millionen Euro hinterzogen haben. Der spanische Fiskus hat für beide eine Haftstrafe von je 22,5 Monaten gefordert, eine Gefängnisstrafe ist jedoch unwahrscheinlich.

Im Dezember hatte die spanische Justiz Ermittlungen gegen den Torjäger wegen angeblicher finanzieller Unregelmäßigkeiten bei Wohltätigkeitsspielen in den Jahren 2012 und 2013 eingestellt. Ein Gericht befand, dass Messi den Steuerbehörden keine Einnahmen aus den betreffenden Spielen vorenthalten habe.

Würzburg holt Bayern-Stürmer Weihrauch

Die Würzburger Kickers bauen ihren Kader weiter um. Wie der Zweitliga-Aufsteiger am Donnerstag mitteilte, schließen sich Patrick Weihrauch vom FC Bayern München II und Tobias Schröck von der SG Sonnenhof Großaspach der Mannschaft von Trainer Bernd Hollerbach an. Beide Akteure haben Verträge bis zum Sommer 2018 unterzeichnet. Der 22-jährige Weihrauch ist in der Offensive vielseitig einsetzbar, der 23-jährige Schröck spielt im Mittelfeld. Die Würzburger starten am 21. Juni (15.00 Uhr) in die Vorbereitung auf die Saison.

Bundesliga testet Videoüberwachung

Bundesligaspiele werden von der kommenden Saison an testweise per Video überwacht. Wie die DFL am Donnerstag mitteilte, werden pro Spieltag drei Begegnungen mit dem sogenannten Video-Assistenten verfolgt. Das geschieht noch „offline“. Eine Kommunikation zwischen dem Video-Bediener und dem Schiedsrichter auf dem Spielfeld findet nicht statt und damit auch keine Einflussnahme.

Für die Teilnahme an der zweijährigen Testphase schlossen die DFL und DFB einen entsprechenden Vertrag mit der Fifa und dem International Football Association Board (IFAB), das für Regeländerungen zuständig ist und den Weg zur Video-Überwachung am 5. März freigemacht hatte.

Neben Deutschland nehmen nach Angaben der Fifa noch Australien, Brasilien, die Niederlande, Portugal und die USA am Pilotprojekt teil. Eingreifen dürfen die Video-Assistenten nur bei Toren, Elfmeter, Platzverweis und der Verwechslung eines Spielers bei einer Gelben oder Roten Karte. Die letzte Entscheidung auf dem Spielfeld bleibt weiter dem Schiedsrichter vorbehalten.

Für Ansgar Schwenken wäre die Einführung des Video-Assistenten nach einer erfolgreichen Testphase eine grundlegende Regeländerung. „Der deutsche Profifußball möchte frühzeitig mitgestalten, um von Beginn an zu einem erfolgreichen Projekt beizutragen“, sagte Schwenken in einer DFL-Mitteilung.

Für den DFB bedankte sich Vizepräsident Ronny Zimmermann für das Vertrauen. „Wir haben schon einiges an Vorarbeit geleistet und wollen das Projekt mit aller Konsequenz vorantreiben.“

Dynamo holt Stuttgarter Berko

Zweitligist Dynamo Dresden hat Erich Berko als fünften neuen Profi für die kommende Saison verpflichtet. Der 21 Jahre alte offensive Außenbahnspieler wechselt ablösefrei von den Stuttgarter Kickers zum Aufsteiger nach Sachsen. Berko erhält einen Dreijahresvertrag bis 30. Juni 2019, dieser besitzt Gültigkeit für die Bundesliga und die 2. Liga.

Hoeneß trifft nach Urlaub eine Entscheidung

Uli Hoeneß macht sich in den kommenden Wochen wie geplant intensive Gedanken über eine mögliche Rückkehr in ein Spitzenamt beim FC Bayern München. "Ich freue mich, dass wir viel Zeit haben, mein Kopf ist frei“, zitierte der "Kicker“ am Donnerstag den langjährigen Vereinspatron, der mit seiner Familie im Urlaub weilt. "All die Eindrücke“, die er in den vergangenen Monaten zum Thema FC Bayern gewonnen habe, wolle er nun „etwas katalogisieren, bis jetzt hatte ich dafür überhaupt keine Zeit.“

Er freue sich bei der vierwöchigen Reise nach Südfrankreich mit seiner Ehefrau Susi, den zwei Kindern und vier Enkeln jetzt erst einmal, "dass wir viel Zeit haben. Mein Kopf ist frei." Nach dem Urlaub "schaue ich, was ich mache", sagte der 64-Jährige. Die Entscheidung, ob Hoeneß bei den Bayern nochmals einen hochrangigen Posten übernimmt, soll Ende dieses Monats fallen.

Braunschweig holt Wolfsburger Hernandez

Eintracht Braunschweig hat Stürmer Onel Hernandez vom VfL Wolfsburg II verpflichtet. Der 23 Jahre alte Außenbahnspieler unterschrieb am Donnerstag einen Dreijahresvertrag und kommt ablösefrei zum Zweitligisten. „Onel ist ein junger Spieler mit großer Perspektive. Er ist für sein Alter schon sehr erfahren und punktet unter anderem mit seiner außergewöhnlichen Schnelligkeit“, wird Eintrachts Sportlicher Leiter Marc Arnold in einer Pressemitteilung zitiert. Hernandez absolvierte 53 Regionalliga-Spiele für den VfL und erzielte sieben Tore.

Papst erhält Champions-League-Medaille

Papst Franziskus hat den neuen Fifa-Präsidenten Gianni Infantino dazu aufgerufen, wieder "Ordnung und Ehrlichkeit“ in den Weltverband zu bringen. Bei einem kurzen Treffen im Vatikan betonte das katholische Kirchenoberhaupt, Fußball sei eine "Waffe im positiven Sinn“ und müsse auch zur Erziehung und sozialen Integration von Kindern beitragen. Es tue ihm leid, dass er selbst nicht mehr mithelfen könne, "da ich nicht mehr spiele“, scherzte Franziskus.

Bei dem Gespräch, das bereits am Sonntag stattfand und nun als Video im Internet veröffentlicht wurde, waren auch Infantinos Ehefrau und seine Mutter dabei. Der 46-Jährige schenkte dem Papst die Champions-League-Medaille, die Toni Kroos mit Real Madrid am Sonnabend in Mailand gewonnen hatte, sowie ein weißes Trikot mit dem Namen "Papa Francesco“ auf der Rückseite. Die beiden sprachen auf Spanisch, der Muttersprache des Argentiniers Franziskus.

Infantino hatte nach seiner Wahl im Februar versprochen, er werde das Ansehen des von einem Korruptionsskandal erschütterten Verbandes wiederherstellen. "Ich will eine neue Ära bei der Fifa einläuten, bei der der Fußball wieder ins Zentrum rückt“, hatte er erklärt.

Gündogan-Wechsel zu Manchester City perfekt

Der Wechsel Ilkay Gündogans von Borussia Dortmund in die Premier League zu Manchester City ist perfekt. Der deutsche Nationalspieler begibt sich damit in die Hände von Teammanager Pep Guardiola. Den zweiten Abschied eines Schlüsselspielers in diesem Sommer nach dem Wechsel von Mats Hummels zum FC Bayern gab der BVB am Donnerstag bekannt. ManCity wiederum teilte mit, der etwa 30 Millionen Euro teure Zugang erhalte einen Vierjahresvertrag.

Der BVB-Kapitän und Abwehrchef Hummels hatte in der vergangenen Woche seinen Transfer zu Bayern München auch formell perfekt gemacht.

Schuster soll Freigabe erhalten haben

Der Wechsel von Dirk Schuster vom SV Darmstadt 98 zum FC Augsburg steht offenbar kurz bevor. Nach Informationen der "Bild“-Zeitung (Donnerstag) sollen die "Lilien“ ihrem Erfolgstrainer die Freigabe aus dem noch bis Juni 2018 laufenden Vertrag erteilt haben. Als Ablöse sind inklusive späterer Bonuszahlungen im Erfolgsfall maximal 1,1 Millionen Euro im Gespräch.

Schuster soll in Augsburg den zu Schalke 04 wechselnden Markus Weinzierl ersetzen und einen Dreijahresvertrag bis 2019 erhalten. Einer von drei Anwärtern auf seine Nachfolge in Darmstadt soll Norbert Meier sein, der allerdings noch bis 2017 beim Zweitligisten Arminia Bielefeld unter Vertrag steht.

Vidal erhält Schlag auf Oberschenkel

Arturo Vidal hat nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung im letzten Testspiel von Titelverteidiger Chile vor der Copa América Entwarnung gegeben. „Ich wollte weitermachen, aber es war ein Freundschaftsspiel“, kommentierte Bayern Münchens Mittelfeldspieler seine Auswechslung in der 77. Minute bei der 0:1-Niederlage gegen Mexiko beim Sender Fox Sports: "Ich bin wirklich ganz ruhig.“ Vidal hatte nach einem Schlag gegen den Oberschenkel leichte Probleme im Adduktorenbereich.

Den einzigen Treffer der Partie am Mittwoch (Ortszeit) hatte Vidals Bundesliga-Kollege Javier Hernandez von Bayer 04 Leverkusen vor 62.000 Zuschauern im Stadion von San Diego erzielt.

Auch Chiles Trainer Juan Antonio Pizzi sprach im Fall von Vidal nach der Partie von einer Vorsichtsmaßnahme. „Vidal hat keinerlei Probleme“, betonte er, lediglich die Tritte und Schläge, die bei so einer intensiven Partie normal seien. „Er wird uns bei unserem ersten Ziel bei der Copa América zur Verfügung stehen“, meinte Pizzi.

Als erstes müssen die Chilenen an diesem Montag (Ortszeit) in Santa Clara gegen Vizeweltmeister Argentinien antreten. Die weiteren Gegner in der Gruppe D sind Panama und Bolivien.

Kaka muss für die Copa absagen

Brasilien muss bei der Copa Americá ohne Kaká auskommen. Der 34 Jahre alte Offensivspieler des Rekordweltmeisters leidet an einer Muskelverletzung am Oberschenkel. Er muss rund drei Wochen pausieren. Für Kaká berief Nationaltrainer Carlos Dunga Mittelfeldakteur Paulo Henrique Ganso in den Kader. Die Brasilianer bestreiten an diesem Sonnabend (Ortszeit) in Pasadena ihr Auftaktspiel gegen Ecuador. Weitere Gruppengegner sind Haiti und Peru.

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