Fussball-Ticker

Deutscher Ex-Nationalspieler wegen Drogenhandels in U-Haft

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Rooney freut sich auf Mourinho

Englands Star Wayne Rooney freut sich auf die Zusammenarbeit mit Teammanager José Mourinho bei Manchester United. "Es ist spannend. Er ist einer der besten Trainer der Welt", sagte Rooney am Mittwoch auf einer Pressekonferenz vor dem EM-Test des englischen Nationalteams am Donnerstag gegen Portugal.

"Natürlich kennt er die Premier League sehr gut. Für mich und die anderen Spieler bei Manchester United sind es aufregende Zeiten. Ich freue mich darauf", sagte der ManUnited-Kapitän und Mitspieler von DFB-Spielführer Bastian Schweinsteiger. Der Portugiese Mourinho (53) beerbt beim englischen Rekordmeister den Anfang vergangener Woche entlassenen Louis van Gaal.

Verwirrung um Rode-Wechsel

Der Wechsel des Ersatzspielers Sebastian Rode (25) von Bayern München zu Borussia Dortmund ist laut "Bild"-Zeitung perfekt. Inklusive Bonuszahlungen könne die Ablösesumme für den Mittelfeldspieler demnach bis zu 25 Millionen Euro betragen, realistisch ist ein Sockelbetrag von 12 bis 15 Millionen. Rodes Berater Branko Panic widersprach der Darstellung am Mittwoch auf SID-Anfrage: Es bestehe keine Einigung.

Rode war vor zwei Jahren ablösefrei von Eintracht Frankfurt nach München gewechselt. In der abgelaufenen Saison erhielt er in 19 Pflichtspieleinsätzen insgesamt nur 493 Minuten Spielzeit. Rode besitzt beim FC Bayern einen Vertrag bis 2018.

Handelte Ex-Nationalspieler Kelsch mit Drogen?

Der ehemalige deutsche Nationalspieler Walter Kelsch ist am Mittwoch aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Das bestätigte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz den Stuttgarter Nachrichten. Kelsch war bei einer Razzia eines Sondereinsatzkommandos am 14. April gemeinsam mit vier weiteren Männern festgenommen worden.

Der 60-Jährige soll mit der Gruppe unter dem Namen Chemical Love zentnerweise Drogen verkauft haben. Die Staatsanwaltschaft sprach von "Deutschlands größtem illegalen Webshop für Betäubungsmittel".

Laut Generalstaatsanwaltschaft ist Kelsch der einzige der Gruppe, der aus der Haft entlassen wurde. Sein Tatbeitrag sei mutmaßlich kleiner als jener der anderen. Das Ermittlungsverfahren gegen ihn läuft aber weiter. Auch die Stuttgarter Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Kelsch - wegen Anlagebetrugs. Er soll mehrere Bekannte um Millionensummen betrogen haben.

Kelsch hatte von 1977 bis 1984 beim VfB Stuttgart gespielt und in 202 Bundesligaspielen 51 Tore erzielt. 1984 wurde er mit den Schwaben deutscher Meister. In vier Länderspielen erzielte der Offensivspieler drei Tore. Bis 2011 war Kelsch sogar Präsidiumsmitglied bei den Stuttgarter Kickers gewesen.

Bobic will in Frankfurt mutig agieren

Ex-Nationalspieler Fredi Bobic geht seine Aufgabe als Sportvorstand bei Eintracht Frankfurt "mit Euphorie und voller Tatendrang" an - die Ziele sind aber vorerst bescheiden. "Bestandteil der Bundesliga zu sein, ist etwas ganz, ganz Besonderes", sagte der 44-Jährige am Mittwoch bei seiner offiziellen Vorstellung: "Daraus werden wir dann versuchen, uns langsam nach vorne zu arbeiten."

Zeit dafür bekommt der Europameister von 1996 jedenfalls, sein Vertrag bei den Hessen läuft bis zum 30. Juni 2019. Bobic bezeichnete seinen neuen Arbeitgeber als einen "Traditionsverein, der viel Strahlkraft und ein unheimliches Potenzial" besitzt. Und gleichzeitig ähnliche Charakterzüge aufzuweisen scheint wie er selbst.

"Die Eintracht polarisiert, und ich habe auch immer polarisiert. Das könnte also passen", sagte Bobic, der seiner Linie auch am Main treu bleiben möchte: "Ich war Stürmer, ich war offensiv. Deshalb werde ich auch die Aufgabe hier mutig angehen."

Bis 2014 stand Bobic erst als Sportdirektor, dann als Vorstand Sport beim Ligarivalen VfB Stuttgart unter Vertrag, mit dem er als Spieler 1997 den DFB-Pokal gewonnen hatte. Sein Gastspiel als Manager in Stuttgart war zumindest umstritten. Nachfolger Robin Dutt, inzwischen beim VfB gescheitert, hatte die vielen Stuttgarter Misserfolge der jüngsten Vergangenheit in einer Generalabrechnung auch Bobic angelastet.

Jarstein muss von Norwegen abreisen

Herthas Torhüter Rune Jarstein wird Norwegens Nationalmannschaft im Test-Länderspiel gegen EM-Teilnehmer Island an diesem Mittwochabend nicht zur Verfügung stehen. Der 31-Jährige verließ wegen Schulterproblemen das Team, wie der Berliner Bundesligist mitteilte. „Meine Schulter braucht ein bisschen Ruhe. Es ist aber nichts Ernstes“, sagte Jarstein. Am Sonntag war er beim 0:3 gegen Portugal zum Einsatz gekommen.

Olaf Janßen zum VfB Stuttgart

Olaf Janßen und Remy Reijnierse vervollständigen das Trainerteam beim Bundesliga-Absteiger VfB Stuttgart. Der ehemalige Bundesliga-Profi Janßen und der Niederländer haben Verträge als Assistenz-Trainer des neuen Chefcoachs Jos Luhukay unterschrieben, wie der Verein am Mittwoch mitteilte.

Janßen absolvierte für den 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt über 240 Erstligapartien. Seit der Saison 2003/2004 arbeitete der 49 Jahre alte gebürtige Krefelder unter anderem als Co-Trainer beim TSV 1860 München und bei der Nationalmannschaft Aserbaidschans unter Berti Vogts. 2013/2014 war Janßen Cheftrainer bei der SG Dynamo Dresden. Zuletzt beriet er bis März 2015 den iranischen Club Rah Ahan.

"Olaf wird nicht täglich auf dem Platz dabei sein, sondern situativ zwei, drei Tage pro Woche das Trainerteam auf dem Platz ergänzen“, umschrieb Luhukay Janßens Aufgabe. „Sein Hauptaugenmerk wird auf der Spielbeobachtung, Gegneranalyse und Spielersichtung liegen.“

Reijnierse arbeitete unter anderem als Nachwuchskoordinator in Venlo und beim PSV Eindhoven. Für beide Vereine spielte der Niederländer früher auch. Als Trainer war der 54-Jährige in Venlo sowie beim niederländischen Fußballverband KNVB für verschiedene Nachwuchsteams aktiv. „Er ist ein Mann mit unglaublich viel Erfahrung und Kompetenz“, sagte Luhukay.

Marco Langner und Matthias Schiffers erfüllen beim Zweitligisten weiterhin ihre bisherigen Aufgaben als Torwart- bzw. Athletiktrainer.

Gewerkschaft ehrt Aubameyang

Pierre-Emerick Aubameyang von Borussia Dortmund ist von der Gewerkschaft der Profi-Fußballer (VDV) zum Spieler der Saison 2015/16 gewählt worden. Das teilte die Gewerkschaft am Mittwoch in Duisburger mit. Zum besten Newcomer wurde BVB-Mittelfeldspieler Julian Weigl gekürt. Auch der beste Trainer der Saison ist ein Dortmunder. In dieser Rubrik fiel die Wahl auf Thomas Tuchel, der die BVB-Profis in der Bundesliga auf Platz zwei und im DFB-Pokal in das Endspiel geführt hatte.

Aubameyang setzte sich bei einer Wahlbeteiligung von rund 500 Mitgliedern mit 19,7 Prozent knapp vor dem Bundesliga-Torschützenkönig Robert Lewandowski (19,5 Prozent) vom FC Bayern München durch. Den dritten Platz belegte BVB-Spielmacher Henrick Mkhitaryan (12,6). Bei den Trainern hatte Tuchel mit 27,3 Prozent einen klaren Vorsprung vor Dirk Schuster von Darmstadt 98 (15,7) und Pal Dardai von Hertha BSC (14,8).

Teilnahmeberechtigt an der Wahl der Spielergewerkschaft sind die Spieler der Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga und der Regionalligen sowie die übrigen VDV-Mitglieder. Die VDV hat nach eigenen Angaben mehr als 1300 Mitglieder.

Marcel Reif geht zur Zeitung

Marcel Reif hat nach seinem Abschied von "Sky" gleich drei neue Jobs. Zum einen wird der populäre Sportjournalist und TV-Kommentator ab sofort als Kolumnist für die Wochenzeitung „Die Zeit“ arbeiten. Im Dreiwochenrhythmus werde er auf der Fußballseite zu aktuellen Themen aus dem deutschen und internationalen Fußball Stellung nehmen, teilte der Verlag am Mittwoch in Hamburg mit. "Seine Expertise ebenso wie sein Gespür für Sprache und sein feiner Humor werden unsere Fußballseite bereichern“, sagte der stellvertretende Chefredakteur Moritz Müller-Wirth.

Zum anderen agiert Reif als Experte für Sat.1 während der EM (10. Juni bis 10. Juli). Im Europa Park in Rust wird der 66-Jährige täglich gemeinsam mit Frank Buschmann die Spiele in Frankreich analysieren. Darauf freut sich vor allem schon der Moderator, der in der Vergangenheit stets eine Lanze für Reif gebrochen hatte. "Es war ja ein Hobby, ihn in den sozialen Netzwerken zu bashen", sagte Buschmann am Mittwoch bei der Vorstellung des Sat.1-Konzepts und kündigte gleichzeitig im Hinblick auf Reif an: "Ich werde mal gucken, wie er wirklich ist."

In Rust ist Reif auch schon an diesem Freitag im Einsatz. Dann moderiert er die Wahl zur "Miss EM", bei der die schönste Frau aus den 24 teilnehmenden Nationen gekürt wird. Es ist sein erster Auftritt nach seinem Ende beim TV-Sender Sky. Reif hatte am vergangenen Sonnabend mit dem Finale der Champions League sein letztes Spiel für den Sender kommentiert.

Ancelotti will Guardiola kontaktieren

Neu-Trainer Carlo Ancelotti will sich noch vor seinem ersten Pflichtspiel mit dem FC Bayern mit Vorgänger Pep Guardiola austauschen. „Ich denke, dass wir noch vor Saisonstart miteinander sprechen werden“, sagte der Italiener der „Sport Bild“ (Mittwoch). Der fünfmalige Gewinner der Champions League - zweimal als Spieler, dreimal als Trainer - wird einen Tag nach dem EM-Finale am 11. Juli seinen Einstand beim deutschen Rekordmeister geben.

Nach drei Jahren Guardiola mit zwar drei Meistertiteln und zwei Pokalsiegen, aber ohne Finalteilnahme in der Champions League, setzen die Bayern nun auf Ancelotti. Der kündigte an, das System und die Philosophie seines katalanischen Vorgängers nicht komplett über den Haufen werfen zu wollen. „Ich will nicht zu viel verändern, sondern auf seiner Arbeit aufbauen“, sagte der 56-Jährige.

Details verriet Ancelotti nicht, auch nicht zur brisanten Personalie Mario Götze. Dem Weltmeister soll vom neuen Coach ein Vereinswechsel nahegelegt worden sein. Götze aber verkündete danach seinen Willen zum Verbleib. „Er kennt meine Meinung“, sagte Ancelotti dazu knapp.

Bis zum Auftakt in Bayern muss der Italiener noch die Sprache lernen, will er doch seine erste Rede zum Team auf Deutsch halten. „Ich habe jede Woche Deutsch-Kurse, aber es ist wirklich schwierig“, sagte er.

Bruchhagen für Play-offs in der Bundesliga

Der langjährige Spitzenfunktionär Heribert Bruchhagen plädiert angesichts der Dominanz von Rekordmeister Bayern München in der Bundesliga für die Einführung von Play-offs. "Ich habe das früher als Blödsinn erachtet. Aber heute muss man wirklich darüber nachdenken", sagte der 67-Jährige, der am Mittwoch von Fredi Bobic offiziell als Sportvorstand von Eintracht Frankfurt beerbt wird, der Sport-Bild. Bruchhagen geht zwar davon aus, dass sich die Bayern "mit ihrer Lobby schwerstens dagegen wehren würden". Weil Fans im Stadion eher "den Event-Gedanken" im Auge hätten, seien Play-offs aber eine gute Alternative.

Chinesen wollen Inter Mailand kaufen

Der italienische Traditionsclub Inter Mailand steht italienischen Medienberichten zufolge vor dem Verkauf an einen chinesischen Investor. Der Konzern Suning wolle bis zu 70 Prozent der Anteile an Inter kaufen, berichteten die „Gazzetta dello Sport“ und andere Medien am Mittwoch. Der Vertrag soll demnach bis Ende Juni unterschrieben werden. Den Rest der Anteile soll der indonesische Investor Erick Thohir behalten.

Thohir hatte vor zweieinhalb Jahren 70 Prozent der Anteile an dem 18-maligen italienischen Meister übernommen und war Präsident des Clubs geworden. Dieses Amt soll der Indonesier den Berichten zufolge auch behalten. Der langjährige Club-Patriarch und Ehrenpräsident Massimo Moratti, der mit Inter fünf Meisterschaften und 2010 den Champions-League-Titel geholt hatte, könnte sich den Berichten zufolge hingegen komplett zurückziehen.

Weinzierl spricht schon über Schalkes Ziele

Sein Wechsel zu Schalke 04 ist immer noch nicht offiziell, doch Markus Weinzierl hat für seine Zukunft bei den Königsblauen bereits genaue Vorstellungen. "Es steht außer Frage, dass ein Verein wie Schalke jede Saison international spielen muss", sagte der 41-jährige Trainer, der seinen Vertrag beim FC Augsburg erst im Vorjahr bis 2019 verlängert hat, im Interview mit Sport Bild.

Auf Schalke sei "alles größer", das Kerngeschäft werde aber das gleiche sein, erklärte Weinzierl, der an seine Arbeit in Augsburg anknüpfen und "auf höherem Niveau" ein "Team als Einheit weiterentwickeln" will. An der Aufgabe Schalke reizt ihn besonders die Arbeit mit Talenten wie Leroy Sané, Leon Goretzka und Sead Kolasinac: "Diese Eigengewächse sind das große Potenzial des Vereins."

Als Vorbild sieht Weinzierl den englischen Sensationsmeister: "Leicester ist die Hoffnung, dass du als Außenseiter unglaubliche Dinge erreichen kannst. Leicester ist für Schalke wie auch andere Clubs ein positives und nachahmenswertes Beispiel."

Die Bekanntgabe seines Wechsels hakt offenbar nur noch an seiner Nachfolge beim FCA. Erklärter Wunschkandidat der Augsburger ist Darmstadt-Trainer Dirk Schuster. Weinzierl selbst beteuerte, sich gegenüber dem Verein immer fair verhalten und Manager Stefan Reuter bereits im Januar seinen Wechselwunsch mitgeteilt zu haben: "Für mich war es die Voraussetzung, damit der Verein die nötige Zeit hat, um sich ordentlich auf meine Nachfolge vorzubereiten."

Hannover findet Nachfolger für Stendel

Bundesliga-Absteiger Hannover 96 strukturiert seine Nachwuchsarbeit neu. Der bisherige Coach des Reserveteams in der Regionalliga Nord, Michael Krüger, wurde nach nur einem Jahr beurlaubt und durch den früheren Bremer Profi Mike Barten ersetzt. Er soll dort noch mehr als bislang auf die Jugend setzen. „Wir haben unterschiedliche Auffassungen in der strategischen und sportlichen Ausrichtung. Aus diesem Grund sind wir zu dem Entschluss gekommen, getrennte Wege zu gehen“, sagte 96-Sportchef Martin Bader laut einer Mitteilung des Clubs am Dienstagabend zur Trennung von Krüger.

Neuer A-Jugend-Trainer und damit Nachfolger des zu den Profis aufgerückten Daniel Stendel wird Ex-Profi Christoph Dabrowski. Der Vertrag mit dem B-Jugend-Coach Steven Cherundolo wurde hingegen bis 2018 verlängert.

Pinto kann nicht mehr essen und hört auf

Der langjährige Bundesligaspieler Sergio Pinto vom Zweitligisten Fortuna Düsseldorf muss aufgrund einer Verletzung seine Karriere im Alter von 35 Jahren beenden. Wie der Mittelfeldspieler der "Bild"-Zeitung mitteilte, sei er nach zwei Kieferbrüchen binnen eines halben Jahres bei der Nahrungsaufnahme zu eingeschränkt, um weiter Leistungssport betreiben zu können.

"An normales Essen ist nicht mehr zu denken", sagte Pinto, der für Hannover 96, Alemannia Aachen und Schalke 04 insgesamt 211 Bundesliga-Spiele bestritt: "Ich kann in keine harten Sachen wie beispielsweise einen Apfel mehr beißen. Manchmal fehlt mir einfach die Kraft zum Kauen." Eine Operation sei aufgrund der möglichen Folgeschäden derzeit zu riskant, meinte Pinto, dessen Vertrag bei der Fortuna zum Saisonende ausgelaufen ist.

Indonesien-Boss festgenommen

Der Präsident des indonesischen Verbandes (PSSI), La Nyalla Mattalitti, ist wegen Korruptionsvorwürfen festgenommen wurden. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Jakarta am Mittwoch mit. Mattalitti war im April aus dem Land geflohen, weil er in einem Korruptionsfall aus dem Jahr 2012 als Verdächtiger angeklagt wurde. Er soll in seiner Funktion als Vorsitzender der Handelskammer 387.000 Dollar veruntreut haben. Er bestreitet die Vorwürfe.

Van der Vaart will weitermachen

Trotz einer enttäuschenden Saison bei Betis Sevilla denkt Rafael van der Vaart noch nicht an ein Ende seiner Laufbahn. "Meine Karriere ist sicher noch vorbei. Ich bin topfit und habe noch so viel Lust“, sagte der Niederländer dem Fachmagazin „Voetbal International“. Der Ex-Kapitän des HSV hatte im vergangenen Sommer in Sevilla einen Dreijahresvertrag bis 2018 unterschrieben, kam in der abgelaufenen Spielzeit aber kaum zum Einsatz und erzielte keinen Treffer für den spanischen Club.

Am liebsten würde van der Vaart zu seinem Heimatverein Ajax Amsterdam zurückkehren, der ihm bereits im vergangenen Sommer ein Angebot gemacht hatte. "Das wäre schön“, sagte der 33-Jährige. Er wisse aber nicht, ob Ajax immer noch Interesse habe. Fußball zu spielen sei das Schönste, was es gibt, sagte van der Vaart. „Ich bin für alles offen. Ich würde auch ruhig bei einem Club aus der Zweiten Liga spielen, solange ich nur weiter Fußball spielen kann“, sagte van der Vaart.

Pulido im Auftrag eines Verwandten entführt?

Der mittlerweile befreite mexikanische Nationalspieler Alan Pulido ist offenbar am vergangenen Sonntag im Auftrag eines Verwandten entführt worden. Mexikanische Behörden nahmen am Dienstag den Ehemann einer Cousine Pulidos fest, der das Kidnapping des 25 Jahre alten Angreifers des griechischen Serienmeisters Olympiakos Piräus veranlasst haben soll.

Der 29-jährige Osvaldo Velazquez Garcia wurde nach Angaben des Staatsanwalts von Ciudad Victoria bei einer Schießerei mit der Polizei an der rechten Schulter verletzt und anschließend festgenommen. Er wurde identifiziert als mutmaßlicher Strippenzieher der Entführung, die ein 38 Jahre alter Komplize am Sonntag durchgeführt hatte. Die Forderung der Kidnapper soll sechs Millionen Pesos (etwa 325.000 Euro) betragen haben.

Lokale Medien hatten berichtet, dass der Fußball-Profi und seine Freundin auf dem Heimweg von einer Party von einem Konvoi mehrerer Vans abgefangen und zum Aussteigen gezwungen worden waren. Pulido wurde entführt, seine Freundin hingegen freigelassen.

Mexikanische Sicherheitskräfte konnten Pulido schließlich in der Nacht zu Montag in gutem Gesundheitszustand befreien. Der Stürmer hatte einen Moment der Unachtsamkeit für einen Anruf genutzt, in dem er seinen Standort mitteilte.

Der Regionalstaat im Nordosten Mexikos zählt wegen Drogenhandel und Entführungen zu den gefährlichsten Gebieten des Landes.

Alicia Keys wegen Sohn im Fußballfieber

US-Sängerin Alicia Keys (35, „Girl on Fire“) lässt sich von der Fußballbegeisterung ihres Sohnes mitreißen. „Er liebt Fußball so sehr“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Der fünfjährige Egypt Daoud Dean hatte sich mit ihr zusammen am Sonnabend das Champions-League-Finale in Mailand angesehen, vor dem sie aufgetreten war. „Er war die gesamte Zeit so emotional bewegt und ich kann verstehen, warum der Sport bei euch eine so große Rolle spielt. Er ist so cool.“

In den USA steht traditionell American Football hoch im Kurs, aber „Soccer“, also der europäische Fußball, werde immer beliebter, meint die Soulsängerin: „Die Leute verlieben sich geradezu in Fußball und ich verstehe auch warum - es ist so ein großartiges Spiel.“ Keys präsentierte vor dem Spiel Real Madrid gegen Atlético Madrid ein Medley ihrer Songs „Girl On Fire“, „Empire State of Mind“ und ihrer neuen Single „In Common“.

Finale Real gegen Atlético: