Fussball-Ticker

DFB verhängt Rekordstrafe gegen den VfL Wolfsburg

Wolfsburger Fans gefährdeten im Derby bei Hannover mit Pyrotechnik Zuschauer und Spieler

Wolfsburger Fans gefährdeten im Derby bei Hannover mit Pyrotechnik Zuschauer und Spieler

Foto: Imago/Claus Bergmann

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Bakalorz wechselt zu Hannover 96

Hannover 96 hat Marvin Bakalorz unter Vertrag genommen. Der 26 Jahre alte Mittelfeldspieler wechselt ablösefrei vom SC Paderborn an die Leine. Nach erfolgreich bestandenem Medizincheck und Vertragsunterschrift stellte sich Bakalorz (109 Spiele in den ersten drei Ligen) heute auf der Geschäftsstelle der Niedersachsen vor.

Zuschauer-Teilausschluss für Wolfsburg

Nach den Ausschreitungen im Niedersachsen-Derby bei Hannover 96 ist der VfL Wolfsburg zu einem Zuschauer-Teilausschluss auf Bewährung und einer Geldstrafe in Höhe von 90.000 Euro verurteilt worden. Das teilte das DFB-Sportgericht am Montag mit. Die Bewährungszeit läuft bis zum 30. Juni 2017, bis zu 40.000 Euro der Geldstrafe kann der Verein zudem für sicherheitstechnische, infrastrukturelle und gewaltpräventive Maßnahmen verwenden.

Unmittelbar vor dem Spiel am 1. März in Hannover (4:0) waren aus dem Wolfsburger Fanblock mehrere Leuchtraketen abgeschossen worden, eine davon schlug genau unter dem Dach der Hannoveraner Reservebank ein. Der VfL hat dem Urteil zugestimmt, es ist damit rechtskräftig.

"Ein derart hohes Strafmaß wurde bislang noch nie gegen den VfL Wolfsburg verhängt. Gleichwohl wurden die Reaktionen und getroffenen Maßnahmen seitens des Netzwerkes Wolfsburg von der Sportgerichtsbarkeit sehr positiv bewertet", sagte VfL-Geschäftsführer Thomas Röttgermann: "Wir konnten dem DFB schlüssig darlegen, dass es eine so krasse Verfehlung einer Minderheit von Fans bis dato nicht gegeben hatte und zukünftig auch nicht mehr geben soll."

Stoppelkamp wechselt zum KSC

Zweitligist Karlsruher SC hat Offensivspieler Moritz Stoppelkamp vom Absteiger SC Paderborn verpflichtet. Der 29-Jährige wechselt ablösefrei in den Wildpark und hat einen Vertrag bis zum 30. Juni 2018 unterschrieben. Stoppelkamp absolvierte bislang 71 Bundesliga-Partien (4 Tore) und 142 Zweitliga-Spiele (27 Treffer). "Moritz ist ein erfahrener und torgefährlicher Offensiv-Allrounder, der uns auf Anhieb verstärken kann", sagte KSC-Sportdirektor Jens Todt.

ManUnited bindet Rashford langfristig

Kurz nach seinem bemerkenswerten Debüt für die englische Nationalmannschaft hat sich Marcus Rashford langfristig an Manchester United gebunden. Der 18 Jahre alte Stürmer verlängerte beim Team des neuen Trainers Jose Mourinho bis zum Jahr 2020 mit einer Option auf ein weiteres Jahr. Dies gab der Premier-League-Club am Montag bekannt.

"Ein Traum ist wahr geworden. Für mich und meine Familie bedeutet es alles, beim größten Club der Welt zu spielen“, sagte Rashford, der sich in der Mitteilung einmal mehr als Fan seines Vereins bezeichnete. Als Neunjähriger war er in die Jugendabteilung des englischen Rekordmeisters gewechselt. Er gilt auf der Insel als „Wunder-Bubi“.

Beim 2:1-Testspielsieg gegen Australien in der vergangenen Woche hatte Rashford nach 138 Sekunden die Führung erzielt. Er ist nun der jüngste Spieler in der Geschichte der Three Lions, der in seinem ersten Länderspiel getroffen hat. Rashford steht im vorläufigen Aufgebot der englischen Nationalmannschaft für die EM in Frankreich.

Ingolstadts Co-Trainer Henke muss zahlen

Ingolstadts bisheriger Co-Trainer Michael Henke ist wegen unsportlichen Verhaltens zu einer Geldstrafe in Höhe 3000 Euro verurteilt worden. Das DFB-Sportgericht ahndete Henkes Verhalten und Äußerungen dem Team von Schiedsrichter Florian Meyer (Burgdorf) gegenüber während des Bundesligaspiels gegen Bayern München (1:2) am 7. Mai. Henke war deswegen aus dem Innenraum verwiesen worden.

Geiseldrama um mexikanischen Nationalspieler

Der mexikanische Nationalspieler Alan Pulido ist nach seiner Entführung am Wochenende wieder frei. Einsatzkräfte hätten den 25-Jährigen am späten Sonntag befreien können, nachdem er Sonnabendnacht während eines Familienbesuchs in Ciudad Victoria entführt worden war. Das teilte die Regierung des Bundesstaates Tamaulipas im Norden Mexikos am Montag mit.

Bewaffnete Gruppen hatten Behördenangaben zufolge Pulido nach einer Feier in seiner Heimatstadt verschleppt. Bilder zeigten den Spieler, der derzeit beim griechischen Verein Olympiakos Piräus unter Vertrag ist, wieder in Freiheit mit einer bandagierten Hand.

Pulido werde medizinisch untersucht, ihm gehe es aber gut, sagte Tamaulipas' Gouverneur, Egidio Torre Cantú, nach einem Besuch beim Spieler. In den vergangenen Wochen kam es vermehrt zu Gewaltausbrüchen im Bundesstaat Tamaulipas, wo mehrere Drogenkartelle erbitterte Revierkämpfe austragen.

Umbruch bei Aufsteiger Kickers Würzburg

Nach dem Aufstieg in die 2. Liga treiben die Würzburger Kickers ihre Kaderplanungen für die neue Saison voran. Während die Unterfranken mit vier Profis verlängerten, werden gleich zehn Spieler das Team verlassen. Das gaben die Kickers am Montag bekannt. Dominik Brunnhübner, Joannis Karsanidis und Peter Kurzweg erhielten neue Kontrakte bis Juni 2018, Marco Haller unterschrieb beim Team von Trainer Bernd Hollerbach bis 2017.

Nicht mehr dabei sind in der 2. Liga Christopher Bieber und Liridon Vocaj, die zu RW Erfurt wechseln, sowie Nico Herzig, Lukas Billick, Paul Thomik, Daniele Bruno, Adam Jabiri, Niklas Weißenberger und Nico Gutjahr. Außerdem beendet Christian Demirtas seine aktive Karriere und verstärkt künftig das Trainerteam der Würzburger.

Videobeweis Anfang 2017 in Deutschland?

Der Videobeweis im Profi-Fußball könnte viel schneller kommen als bisher angenommen. Laut Geschäftsführer Lukas Brud vom International Football Association Board (IFAB) - den Regelhütern der Fifa - könnte es schon in wenigen Monaten soweit sein. "Anfang 2017 wird es den ersten Video-Entscheid geben, vielleicht sogar auch in Deutschland", sagte Brud im "kicker".

Bisher war immer die Rede davon, dass für die kommende Spielzeit eine "sanfte" Einführung der Technik geplant ist. Zunächst sollte es einen Test im "Offline-Modus" geben. In der folgenden Saison sollte dann ein direkter Eingriff möglich sein, der aber immer noch ohne Auswirkungen auf die Partie durchgeführt werden sollte.

Im März hatte das IFAB einer Testphase für die Einführung des Videobeweises zugestimmt. Damals wurde ein Test bis einschließlich der Spielzeit 2017/18 beschlossen. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatten angekündigt, eine Vorreiterrolle übernehmen zu wollen. Deshalb hatten sie sich darum beworben, die Technik ab der kommenden Saison in der Bundesliga zu testen. Rund 25 andere Länder wollen das auch tun.

Paderborn angelt sich van der Biezen

Zweitliga-Absteiger SC Paderborn arbeitet weiter an seinem Kader für die 3. Liga und hat sich für die kommende Saison die Dienste des Mittelstürmers Koen van der Biezen gesichert. Der 30-Jährige wechselt von Arminia Bielefeld zum SCP und erhält einen Zweijahresvertrag bis 2018. Das gab der Verein am Montag bekannt.

In der abgelaufenen Saison war der Niederländer beim Aufsteiger aus Bielefeld nur noch siebenmal zum Einsatz gekommen und hatte kein Tor erzielt. Trainer René Müller: "Koen kennt die 3. Liga und hat in der Vergangenheit seine Torjägerqualitäten unter Beweis gestellt."

Schalke plant neue Anleihe-Ausgabe

Schalke 04 plant laut eigener Auskunft zur Optimierung der Finanzierungsstruktur die Ausgabe von zwei neuen Unternehmensanleihen mit einem Gesamtausgabevolumen von bis zu 50 Millionen Euro. Die Emission soll zur vorzeitigen Refinanzierung seiner 2019 fälligen Wertpapiere verwendet werden, und allein der Rückzahlung der bestehenden Anleihe dienen. Zusätzliche Verbindlichkeiten werden nach Klubangaben nicht aufgenommen.

Für die Inhaber der bis 2019 fälligen Anleihe sieht Schalke ein Umtauschangebot vor, das mit einer Prämie ausgestattet wird. Die neuen Wertpapiere sollen wahlweise eine Laufzeit von fünf oder sieben Jahren haben.

Schalkes Finanzvorstand Peter Peters: "Die vorzeitige Refinanzierung der Anleihe dient der Sicherung unserer mittel- bis langfristigen Finanzierungsstruktur. Wir haben mit der angekündigten Bilanzkonsolidierung Wort gehalten und unsere Finanzverbindlichkeiten seit dem Höchststand im April 2010 um mehr als 100 Millionen Euro reduziert. Jetzt gilt unser Augenmerk der weiteren Optimierung unserer Finanzierungskosten und der Fälligkeitenstruktur der verbleibenden Verbindlichkeiten."

Unternehmensanleihen stellen eine Möglichkeit der Kapitalbeschaffung fernab der reinen Bankenfinanzierung dar. Das Unternehmen bezahlt seinen Investoren für die Überlassung des Kapitals in regelmäßigen Abständen einen bestimmten Zinssatz.

PSG-Profi Aurier attackiert Polizisten

Serge Aurier vom französischen Meister Paris Saint-Germain ist nach Medienberichten wegen Beamtenbeleidigung in Polizeigewahrsam genommen worden. Der Nationalspieler von der Elfenbeinküste habe in der Nacht zum Montag beim Verlassen eines Tanzlokals an der Champs Elysées mit Beamten diskutiert. Dabei habe er den Vorwürfen zufolge einen Polizisten beleidigt und „leicht tätlich angegriffen“, berichtete die Sportzeitung „L'Équipe“ unter Berufung auf die Behörden. Der Spieler solle am Montag vernommen werden.

Der Club des 23 Jahre alten Außenverteidigers bestätigte zwar den Vorfall, wollte zunächst aber keinen Kommentar abgeben. Man warte auf mehr Informationen, sagte ein Vereinssprecher. Aurier gerät nicht zum ersten Mal negativ in die Schlagzeilen. Erst im Februar war er von PSG für sechs Wochen vom Training und Spielbetrieb suspendiert worden, nachdem er in den sozialen Netzwerken Mitspieler und auch Trainer Laurent Blanc beleidigt hatte. Aurier entschuldigte sich später für seinen "dummen Fehler".

Völler scheut Angriff auf Borussia Dortmund

Ein Angriff auf Vizemeister Borussia Dortmund ist für Bayer Leverkusen in der nächsten Saison kein Ziel. „Das ist momentan nicht unser Thema“, sagte Rudi Völler, Sportdirektor des Bundesligadritten, dem Fachmagazin „Kicker“ (Montag). „Und das ist kein Understatement: Ich glaube nicht, dass Wolfsburg noch einmal eine solche Saison spielen wird; auch Schalke wird es besser machen.“ Ebenso erwartet er, dass Borussia Mönchengladbach eine gute Rolle spielen wird.

Für Völler ist das Erreichte im vergangenen Jahrzehnt dennoch eine Erfolgsgeschichte. „Nimmt man die Tabelle der vergangenen zehn Jahre, stehen wir auf dem dritten Platz“, erklärte er. „Es sind viele Dinge in Leverkusen gut gelaufen. Nur leider hat sich die Gier nach dem Titel nicht erfüllt“, sagte Völler, der elf Jahre Bayer-Sportchef ist. Ein Wechsel zu einem anderen Club reizt ihn nicht: „Ich kann mir nichts anderes mehr vorstellen, dafür bin ich hier zu lange im Amt.“