Fussball-Ticker

Mats Hummels pöbelt in Video gegen Borussia Dortmund

Mats Hummels sorgt weiter für Wirbel wegen seines möglichen Wechsels von Borussia Dortmund zum FC Bayern München

Mats Hummels sorgt weiter für Wirbel wegen seines möglichen Wechsels von Borussia Dortmund zum FC Bayern München

Foto: dpa

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Leicester: Robert Huth fehlt wegen Haareziehens

Für den früheren Nationalspieler Robert Huth ist drei Tage nach dem Titelgewinn mit Leicester City die Saison vorzeitig beendet. Der englische Verband FA sperrte den 31-Jährigen wegen einer handfesten Auseinandersetzung mit Manchester Uniteds Marouane Fellaini für drei Spiele. Auch Fellaini muss drei Begegnungen zuschauen. Leicester hat noch zwei Spiele zu absolvieren, Manchester inklusive einer Nachholpartie drei. Huth und der Belgier Fellaini waren in der 21. Minute aneinandergeraten. Huth zog seinen Gegenspieler nach einer United-Ecke an den Haaren, Fellaini revanchierte sich mit einem Ellbogenschlag ins Gesicht. Schiedsrichter Michael Oliver hatte den Vorfall nicht bemerkt, erst nach der Sichtung der Fernsehbilder wurde der Verband aufmerksam. Fellaini und Huth akzeptierten

Mats Hummels irritiert mit Aussagen in Fan-Video

Der mögliche Mats-Hummels-Wechsel zum FC Bayern München sorgt für immer mehr Irritationen. Nun hat zwar Borussia Dortmund gelassen reagiert auf die unflätige Kritik von Hummels an der Ad-hoc-Mitteilung des BVB zum möglichen Wechsel. Aber die Lage ist verworren. Denn Hummels hatte erklärt, er könne sich auch vorstellen zu bleiben. „Mats ist kein Jurist, er muss auch gar nicht wissen, wieso wir eine Ad-hoc-Mitteilung versenden mussten“, sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke der dpa. „Aus seiner Sicht kann ich das Unverständnis absolut verstehen. Uns wäre es auch lieber gewesen, wenn wir sie nicht hätten veröffentlichen müssen.“ Als börsennotiertes Unternehmen unterliege man juristischen Zwängen. „Diese Drecksmitteilung hat einen anderen Eindruck erweckt. Keine Ahnung, warum man die machen musste“, hatte Hummels nach dem Training am Mittwoch aus dem Auto heraus vor Fans gesagt und war dabei gefilmt worden. Das Video wurde im Online-Dienst Instagram veröffentlicht und sorgte für erheblichen Wirbel.

Fifa-Weltrangliste führt Löws Mannschaft an Rang 5

Weltmeister Deutschland belegt in der neuen Weltrangliste weiterhin den fünften Platz. In der Mai-Wertung der Fifa führt der WM-Zweite Argentinien vor Belgien, Chile und Kolumbien das unveränderte Spitzenquintett an. Bei 1309 Punkten beträgt Deutschlands Rückstand auf Argentinien nach einem Monat ohne gewertete Länderspiele weiterhin 223 Zähler. Vom Ranglistenvierten Kolumbien trennen die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw 28 Punkte. Die deutsche Elf war nach den Länderspielen gegen England (2:3) und Italien (4:1) um eine Position auf den fünften Platz zurückgefallen. Tiefer stand die Mannschaft, die nach dem WM-Triumph 2014 in Brasilien für ein Jahr die Rangliste angeführt hatte, zuletzt im Mai 2010 vor der WM-Endrunde in Südafrika als Sechster.

Schalkes Trainer Breitenreiter: Weinzierl kann nichts dafür

Schalkes Trainer André Breitenreiter sieht dem brisanten Duell mit dem FC Augsburg und seinem möglichen Nachfolger Markus Weinzierl gelassen entgegen. „Es ist für mich eine einfache Situation. Ich bin hier Trainer, Markus in Augsburg. Er hat mir ja nichts getan. Ich werde ihn freundlich begrüßen“, sagte Breitenreiter vor dem letzten Heimspiel gegen den FCA, der noch nicht vor dem Abstieg gerettet ist. Seit Wochen wird darüber spekuliert, dass Weinzierl den FCA nach vier Jahren verlassen und Breitenreiter bei den Königsblauen ablösen könnte. „Wer weiß, ob das alles stimmt, was geschrieben wird. Was in Zukunft passiert, werden wir ja sehen“, meinte Breitenreiter.

Doch noch ein Titel für Lukas Podolski?

Weltmeister Lukas Podolski darf nach einer verkorksten Saison mit Galatasaray Istanbul doch auf einen Titel mit seinem Club hoffen. Durch ein 0:0 im Halbfinal-Rückspiel gegen den Ligakonkurrenten Caykur Rizespor zogen die Löwen ins Endspiel des türkischen Pokals ein. Im Hinspiel hatte der türkische Rekordmeister und Titelverteidiger mit 3:1 gewonnen. Podolski, der im Hinspiel einen Treffer erzielt hatte, lief im Rückspiel als Mittelstürmer auf und wurde nach 87 Minuten ausgewechselt. Mit einem knappen „Finale“ kommentierte der 30-Jährige den Erfolg auf Twitter. Im Endspiel trifft Galatasaray entweder auf Erzrivale Fenerbahce oder Konyaspor. Unabhängig vom Gegner wird der Ausgang des Endspiels wichtige Konsequenzen für die Zukunft Galatasarays haben.

Der Verein muss sich sportlich für den Europapokal qualifizieren, um die von der Uefa wegen finanzieller Unzulänglichkeiten verhängte Einjahressperre schon in der nächsten Spielzeit verbüßen zu können. Mit dem Pokalsieg wäre dies möglich.

Champions League mit Madrider Finale

Sogar der König gab sich die Ehre. Kaum hatte Real Madrid den Einzug ins Endspiel der Champions League geschafft, da stieg Felipe VI. gemeinsam mit Töchterchen Sofia hinunter in den Bauch des Estadio Santiago Bernabéu und ließ sich mit den Königlichen in der Kabine ablichten.

Real Madrid twittert Foto mit König Felipe

Es ging sehr gesittet zu bei der Aufnahme, und Ihre Majestät lächelte ein bisschen zurückhaltend, was daran liegen mag, das Felipe ein erklärter Sympathisant des Stadtrivalen Atlético ist.

Im Video: Traumtor von Bale

Wie vor zwei Jahren spielt Real am 28. Mai gegen Atlético um die Krone der Königsklasse. "Mailand!!!", war die erste Twitter-Reaktion von Toni Kroos, der als einziger Deutscher im Endspiel dabei sein wird. Er bekommt die Chance auf seinen zweiten Titel in der Champions League nach dem allerdings im Krankenstand gefeierten Triumph 2013 mit Bayern München gegen Borussia Dortmund (2:1).

Real dagegen kann den Henkelpott bereits zum elften Mal gewinnen, für Atlético wäre es der erste Sieg. Und für Reals Trainer Zinedine Zidane der zweite nach 2002, damals als Spieler (gegen Bayer Leverkusen).

Simone Laudehr zu Bayern München

Frauen-Fußballmeister FC Bayern München verstärkt sich zur kommenden Saison mit Welt- und Europameisterin Simone Laudehr. Die 29-Jährige wechselt vom 1. FFC Frankfurt nach München, wo sie einen Dreijahresvertrag bis 30. Juni 2019 erhält. Die Regensburgerin hatte 2003/04 bei den Bayerinnen ihre Karriere in der Bundesliga begonnen. Danach feierte sie in Duisburg (2004-2012) und Frankfurt (2012-2015) internationale Erfolge wie den Gewinn der Champions League. Mit der Nationalmannschaft wurde Laudehr 2007 Weltmeisterin und zweimal Europameisterin (2009, 2013).

Borussia Dortmund liebäugelt mit Shkodran Mustafi

Nationalspieler Shkodran Mustafi hat einen Vereinswechsel nach dieser Saison nicht ausgeschlossen. "Ich weiß es nicht. Es kann sein, dass ein Wechsel ein Thema wird", sagte der 24-Jährige vom FC Valencia im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (sid): "Aber solange ich mich entwickele, muss ich nicht wechseln." Da Champions-League-Teilnehmer Valencia nach einer schwachen Saison im nächsten Jahr nicht europäisch spielen wird, ist ein Transfer wahrscheinlich. Nach sid-Informationen hat Borussia Dortmund Mustafi als Nachfolger des wohl zu Bayern München wechselnden Weltmeisters Mats Hummels auf dem Zettel.

Mats Hummels bei Twitter: Kein Wort zu Bayern

Der letzte Post von Mats Hummelsw bei Twitter zeigt ihn mit Formel1-Pilot Nico Rosber im feinen Zwirn. Dieses Lebenszeichen von ihm selbst in sozialen Netzwerken ist viele Tage alt. Bei Mustafi sollen unter anderem auch der FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp, Juventus Turin sowie die drei spanischen Spitzenklubs FC Barcelona, Real Madrid und Atlético Madrid Interesse haben. Sollte er sich für einen Wechsel entscheiden, hofft Mustafi auf ein Entgegenkommen seines Klubs bei der Ausstiegsklausel von stolzen 50 Millionen Euro.

Hannover 96 vergrößert Einfluss von Martin Kind

Clubchef Martin Kind hat seinen Einfluss bei Hannover 96 vergrößert. Der Vereinspräsident übernahm von Mitgesellschafter Detlev Meyer einen Anteil von 25,69 Prozent an der Hannover 96 Sales & Service GmbH & Co. KG. Die S & S zählt zu den wichtigsten Gesellschaften des 96-Profiunternehmens. Durch den Kauf der Meyer-Anteile hält Kind nun mit rund 52 Prozent den größten Anteil an der Gesellschaft, die beim Absteiger aus der Bundesliga unter anderem für Kartenverkauf und Merchandising zuständig ist. „ Die neuen Mehrheitsverhältnisse erleichtern schnelle Entscheidungen und ermöglichen schlanke, effiziente Prozesse“, sagte Kind der Deutschen Presse-Agentur. „Damit haben wir auch auf Gesellschafterseite die Weichen für das Projekt Wiederaufstieg gestellt“, fügte der Unternehmer hinzu. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Leicester City: Ein Italiener als König von England

Der englische Sensationsmeister Leicester soll am Sonnabend gegen den FC Everton für den ersten Premier-League-Titel offiziell geehrt werden. Und wenn es nach Meistercoach Claudio Ranieri geht, sollte der Anhang der Foxes diesen Moment genießen. "Es kann zehn bis 20 Jahre dauern, bis ein solches Außenseiterteam wieder so einen Titel holt. Die Fans sollten sich die Zeit nehmen, das schöne Erfolgsgefühl in Ruhe zu genießen –wie einen guten Wein", sagte der Italiener. Der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi kündigte die Verleihung eines Ehrenordens an Ranieri an. "Jetzt ist er der König von England, und er bekommt Komplimente von überall auf der Welt", sagte seine Mutter Renata Ranieri.

Am vergangenen Montag war Claudio Ranieri nach Rom zu einem zweistündigen Essen mit seiner Mutter geflogen, als Leicester am gleichen Tag durch das 2:2 (0:2) der Tottenham Hotspur gegen den FC Chelsea den Titel gewann. "Ich habe am Ende des Spiels, angefangen zu weinen", sagte die 96-Jährige. Mit Blick auf die neue Saison sagte Ranieri: "Wir brauchen keine Superstars. Ich will den Kader durchaus noch verbessern, aber mit den richtigen Spielern. Wer uns verlässt, weiß nicht, was passiert. Hier bei uns ist er ein König." Zwar spülen die TV-Rechte für Premier League und Champions League in der neuen Saison umgerechnet 155 Millionen Euro in die Vereinskassen, aber die Renommierklubs aus London und Manchester wollen sich kein zweites Mal vom Emporkömmling düpieren lassen.

Ex-Fifa-Chef Joao Havelange wird 100 Jahre alt

Joao Havelange – was für ein Leben. Aber die Schatten lasten schwer auf dem Ex-Präsidenten des Fußball-Weltverbandes Fifa (1974-1998). Am 8. Mai wird er 100 Jahre alt. Mit seinem Namen wurden Korruption und Vetternwirtschaft in der Fifa in Verbindung gebracht. Zur Feier des 100. kommt nicht mal sein Ziehsohn Joseph S. Blatter. Der neue Präsident Gianni Infantino lässt sich entschuldigen, weil zeitgleich der Fifa-Kongress in Mexiko-Stadt vorbereitet werden muss. Einerseits wuchs in Havelanges Amtszeit die Fifa zum Weltkonzern, der heute Milliarden umsetzt. Anderseits steht auch er im Ruch der Korruption.