Fußball-Ticker

Podolski trifft für Inter und will zurück zu Arsenal

Kommt sportlich bei Inter Mailand nicht so richtig an: Fußball-Weltmeister Lukas Podolski - trotz seines treffers heute

Kommt sportlich bei Inter Mailand nicht so richtig an: Fußball-Weltmeister Lukas Podolski - trotz seines treffers heute

Foto: imago sportfotodienst / imago/Ulmer

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

23:55 Uhr: Lukas Podolski hat sein erstes Tor im Trikot für Inter Mailand erzielt und dem Traditionsclub neue Hoffnung auf eine Qualifikation für die Europa League gemacht. Der deutsche Fußball-Nationalspieler traf am Dienstagabend zum 2:1 (0:0)-Sieg bei Udinese Calcio. Mauro Icardi (48. Minute) hatte Inter per Elfmeter in Führung gebracht. Antonio Di Natale (50.) glich für die Gastgeber aus, bevor Podolski in der 62. Minute zu seinem Premiertor traf. In der Serie A ist Inter mit 48 Punkten Siebter, einen Zähler und einen Platz hinter dem AC Florenz mit Mario Gomez. Podolski war im Winter vom FC Arsenal an Inter Mailand ausgeliehen worden.

Werder verzichtet auf Indonesien-Reise

19.11 Uhr: Fußball-Bundesligist Werder Bremen verzichtet auf seine geplante Testspielreise nach Indonesien zum Saisonabschluss. Wie der Verein am Dienstag mitteilte, haben Differenzen zwischen dem indonesischen Verband PSSI und der Regierung "zu schweren Verstimmungen" beim Weltverband Fifa geführt, der mit Sanktionen drohe. Unter diesen Rahmenbedingungen sei die Planung von Testspielen extrem erschwert.

"Wir waren sehr weit in unseren Planungen, aber unter diesen Voraussetzungen sind zu viele Fragen erneut aufgeworfen worden, es gibt zu viele Fragezeichen. Wir wollen uns international von unserer besten Seite zeigen, doch das wäre diesmal nicht möglich", sagte Klaus Filbry, Vorsitzender der Werder-Geschäftsführung.

Inter-Trainer Mancini: Podolski will zurück zu Arsenal

16.41 Uhr: Fußball-Weltmeister Lukas Podolski will nach enttäuschenden Monaten bei Inter Mailand im Sommer offenbar zum FC Arsenal zurückkehren. Inter-Trainer Roberto Mancini sagte der Daily Mail, dass es den 29 Jahre alten Podolski nach dem Ende des Leihgeschäfts zwischen dem 13-maligen englischen und dem 18-maligen italienischen Meister zurück nach London ziehe.

"In Italien hat man keine Geduld. Es kann aber nicht alles schnell gehen. Vor allem, wenn man von einem Land in ein anderes kommt", sagte Mancini: "Das gilt auch für Podolski, den ich für einen großartigen Spieler und einen großartigen Profi halte. Dennoch ist seine Situation ein wenig anders, denn er ist ausgeliehen und will zurück zu Arsenal."

Podolski hat seit seinem Wechsel nach Italien Anfang Januar noch kein Tor für Inter erzielt und wird immer wieder von den Medien kritisiert. Vor dem Transfer war der Nationalspieler in London nur zweite Wahl, sein Vertrag bei Arsenal läuft bis zum Ende der kommenden Spielzeit.

Keine Strafe gegen Hannovers Marcelo

16.05 Uhr: Hannover 96 kann im Abstiegskampf der Bundesliga weiter auf seinen Verteidiger Marcelo bauen. Der Kontrollausschuss des DFB stellte die Ermittlungen gegen den Brasilianer wegen seiner vermeintlichen Tätlichkeit im Spiel gegen 1899 Hoffenheim wieder ein.

„Nach Auswertung der eingeforderten Stellungnahmen des Spielers Marcelo und seines Hoffenheimer Gegenspielers Sven Schipplock ist davon auszugehen, dass die für die Annahme eines krass sportwidrigen Verhaltens notwendige Intensität des Vergehens nicht vorlag“, sagte der Kontrollausschuss-Vorsitzende Anton Nachreiner am Dienstag.

Marcelo war zunächst verdächtigt worden, Schipplock am Sonnabend kurz vor Ende des Spiels bewusst mit der flachen Hand gegen den Hals- und Gesichtsbereich gestoßen zu haben. Schiedsrichter Günter Perl hatte die Szene nicht gesehen.

Mirko Slomka offenbar Trainerkandidat in Wien

15.05 Uhr: Der ehemalige HSV-Trainer Mirko Slomka ist laut österreichischen Medien heißer Kandidat auf den Trainerposten beim 24-maligen österreichischen Meisters Austria Wien. Das Internetportal "sportnet.at" berichtete, die Vereinsführung habe sich bereits mit dem Ex-Bundesligatrainer zu Verhandlungen getroffen. Austria Wien rutschte nach dem Gewinn der Meisterschaft 2013 und dem anschließenden Weggang des heutigen Kölner Trainers Peter Stöger in der Tabelle stetig ab und hat aktuell 16 Zähler Rückstand auf die Europapokal-Ränge. Gerald Baumgartner wurd im März als Trainer der Austria entlassen, seitdem leitet Andreas Ogris als Interimstrainer die sportlichen Geschicke des österreichsichen Hauptstadtclubs.

Mirko Slomka hatte im Februar 2014 das Traineramt beim HSV übernommen und die Hanseaten gerade eben so vor dem ersten Bundesliga-Abstieg bewahrt. In der laufenden Saison wurde er nach nur einem gewonnenen Punkt aus den ersten drei, torlosen Ligaspielen entlassen und durch Joe Zinnbauer ersetzt.

Thomas Broich in Australiens Team des Jahrzehnts

14.48 Uhr: Der frühere Bundesligaprofi Thomas Broich ist in die Elf des Jahrzehnts der australischen A-League gewählt worden. Die Wahl der Spielervereinigung PFA wurde am Montag in Sydney auf einer Gala anlässlich des 10. Geburtstags der Liga verkündet. Für Italiens früheren Superstar Alessandro Del Piero reichte es nur zum Ersatzspieler der Jahrzehnt-Elf.

Broich, der bereits im vergangenen Jahr als Spieler des Jahrzehnts geehrt wurde, spielt seit 2010 in Down Under für die Brisbane Roar. Bereits dreimal gewann der Mittelfeldspieler mit seinem Team den Meistertitel. Der 34-Jährige spielte in der Bundesliga unter anderem für Borussia Mönchengladbach und den 1. FC Köln.

VfB widerspricht Aussagen von Hansi Müller

14.00 Uhr: Der VfB Stuttgart hat auf das Vorpreschen von Aufsichtsrat Hansi Müller (siehe 12.20 Uhr) reagiert und die Verpflichtung von Alexander Zorniger für die kommende Saison dementiert. „Der VfB Stuttgart hat mit keinem Trainer einen Vertrag über die laufende Saison hinaus geschlossen. Nach wie vor werden sämtliche Aktivitäten dem Ziel Klassenerhalt untergeordnet, und dieser Weg wird nicht verlassen“, teilte das Schlusslicht der Fußball-Bundesliga am Dienstag mit. Spekulationen dieser Art seien „kontraproduktiv und entsprechen nicht unserem Selbstverständnis“, ließ sich der Aufsichtsratsvorsitzende Joachim Schmidt zitieren.

Bielefeld im Halbfinale ohne Burmeister

13:50 Uhr: Drittligist Arminia Bielefeld muss im Halbfinale des DFB-Pokals am Mittwoch (20.30 Uhr im Liveticker auf abendblatt.de) gegen den VfL Wolfsburg auf Felix Burmeister verzichten. Der Innenverteidiger fällt wegen einer Grippe aus. Das kann die Vorfreude von Norbert Meier jedoch nicht trüben. „Wir haben ein fantastisches Spiel vor der Brust“, sagte der Trainer am Dienstag. Meier hofft, dass seine Profis ähnlich couragiert auftreten wie bei den bisherigen Erfolgen über die Bundesligisten Hertha BSC, Werder Bremen und Borussia Mönchengladbach: „Eine solch große Aufmerksamkeit sind meine Profis nicht gewohnt. Aber wir haben nichts zu verlieren.“

Wolfsburg verzichtet auf Training vorm Halbfinale

12.50 Uhr: Trainer Dieter Hecking hat den Spielern des VfL Wolfsburg einen Tag vor dem Pokal-Halbfinale bei Arminia Bielefeld trainingsfrei gegeben. „Die Mannschaft hat genug Ball gesehen“, sagte der Coach des Bundesliga-Zweiten, „wir können es ruhiger angehen lassen.“ Das Team werde am Nachmittag nach Bielefeld fahren. Hecking kann am Mittwoch (20.30 Uhr im Liveticker auf abendblatt.de) beim Drittligisten - bis auf die Langzeitverletzten - alle Spieler einsetzen. „Der Pokal heilt alle Wunden“, sagte Hecking im Bezug auf das deutliche Ausscheiden im Europa-League Halbfinale gegen den SSC Neapel und die jüngste Liga-Pleite gegen Borussia Mönchengladbach (0:1).

VfB-Aufsichtsrat: Zorniger wird Trainer ab Sommer

12.20 Uhr: VfB Stuttgarts Aufsichtsrat Hansi Müller zufolge wird der schon lange als Kandidat gehandelte Alexander Zorniger zur kommenden Saison neuer Trainer der Schwaben. „Alexander Zorniger wird in der neuen Saison den VfB trainieren“, sagte der frühere Nationalspieler am Montagabend in der Sendung „Sport und Talk aus dem Hangar-7“ des Senders Servus TV. Auch „aus Respekt gegenüber Huub Stevens und auch aufgrund der prekären Lage, die wir gerade haben“, werde das Thema aber beim VfB „vorerst beiseitegelegt“.

Auf die Frage, ob Zorniger den VfB auch im Abstiegsfall trainieren werde, sagte Müller: „Kann ich mir vorstellen.“ Der VfB hat in den vergangenen Wochen immer wieder betont, das Trainer-Thema nicht zu kommentieren. Schon seit Anfang März wird über den früheren Leipziger Zorniger als kommenden VfB-Coach spekuliert. Der aktuelle Trainer Huub Stevens hat beim abstiegsbedrohten Clubs nur einen Vertrag bis zum Saisonende.

Nachwuchsstar aus Belgien erleidet Herzstillstand

09:50 Uhr: Der frühere belgische Junioren-Nationalspieler Gregory Mertens hat am Montag in einem Spiel der Reserverunde einen Herzstillstand erlitten und befindet sich in einem künstlichen Koma. Der 24 Jahre alte Verteidiger des SC Lokeren brach im Spiel beim KRC Genk nach 25 Minuten zusammen und musste auf dem Platz minutenlang reanimiert werden. Nach gut einer halben Stunde wurde er ins Krankenhaus von Genk gebracht. Sein Zustand ist weiter sehr kritisch. Er wird nach Angaben der belgischen Zeitung „Het Laatste Nieuws“ künstlich beatmet, sein Herz schlägt nicht eigenständig.

„Der Angriff war gerade beendet, als der Schiedsrichter zu Mertens ging, um zu sehen, was los ist. Es sah sehr ernst aus, er winkte zur Bank. Aus der Kabine wurde ein Defibrillator geholt und die Clubärzte von Genk und Physiotherapeuten von Lokeren begannen mit der Wiederbelebung“, schilderte Genks Pressesprecher Davy Vanhaen die dramatischen Szenen. Polizisten brachten die wenigen hundert Zuschauer aus dem Stadion.

Der in Anderlecht geborene Mertens spielt seit 2014 für Lokeren, nachdem er zuvor für Cercle Brügge in der ersten Liga gespielt hatte. Mehrere Fußballprofis schickten via Twitter Genesungswünsche, wie etwa Wolfsburgs Jungstar Kevin De Bruyne. „Unglaublich schlechte Nachrichten. Kämpf weiter Gregory“, schrieb De Bruyne.

Bournemouth erstmals in der Premier League

09.05 Uhr: Der AFC Bournemouth steigt zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die englische Premier League auf. Der Zweitligist sicherte seinen Platz in der Eliteklasse am Montagabend am 45. Spieltag der League Championship gegen die Bolton Wanderers mit einem 3:0 (2:0). Zwar sind die "Cherries", gegründet 1899, theoretisch noch vom zweiten Tabellenplatz zu verdrängen - dafür müssten sie jedoch am letzten Spieltag drei Punkte und 19 Tore auf den Tabellendritten FC Middlesbrough verlieren. Als erster Aufsteiger stand bereits zuvor der FC Watford fest, der letztmals 2007 in der Premier League gespielt hat.

Geisterspiel und hohe Geldstrafe für Feyenoord

08.40 Uhr: Die Uefa hat nach den Zwischenfällen rund um das Europa-League-Spiel zwischen Feyenoord Rotterdam und dem AS Rom drastische Maßnahmen ergriffen. Die Uefa-Disziplinarkommission verhängte eine Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro gegen den niederländischen Vizemeister, zudem muss Feyenoord das nächste Heimspiel auf europäischer Ebene unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen, ein weiteres Spiel wurde zur Bewährung ausgesetzt.

In Rotterdam war es während der Partie in der Zwischenrunde zu Ausschreitungen und rassistischen Vorfällen gekommen. Feyenoord-Fans hatten unter anderem Feuerwerkskörper gezündet und auf das Spielfeld geworfen. Zudem blockierten sie eine Treppe im Stadion und warfen Roms dunkelhäutigem Spieler Gervinho eine aufblasbare Banane vor die Füße.

Robben-Einsatz gegen Dortmund weiter offen

08.30 Uhr: Der Einsatz von Bayern-Profi Arjen Robben im Pokal-Halbfinale gegen Borussia Dortmund am Abend (20.30 Uhr im Liveticker auf abendblatt.de) wird sich erst kurz vor dem Anpfiff entscheiden. „Ich muss auch Dienstag noch mal testen. Es wird eine ganz kurzfristige Entscheidung“, sagte der niederländische Fußball-Nationalspieler der „Bild“-Zeitung. Auf die Frage, wie hoch er die Wahrscheinlichkeit einschätze, fünf Wochen nach seinem Bauchmuskelriss in der Startelf zu stehen, antwortete Robben: „Ich kann es wirklich nicht sagen.“

Man müsse „schlau mit der Sache umgehen“ und dürfe auch mit Blick auf das Halbfinal-Hinspiel in der Champions League beim FC Barcelona am kommenden Mittwoch „nichts riskieren“, betonte Robben. Trainer Pep Guardiola hatte am Montag erklärt: „Arjen ist kein Joker. Wenn er fit ist, wird er spielen.“