Spielerkritik

Die Pfiffe bei Mesut Özils Auswechslung waren unverdient

Neuer: Durfte sich keine Sekunde ausruhen, weil ihn die giftigen Chilenen sogar bei jedem Rückpass attackierten. Ein paar Wackler waren dabei, aber die Latte war auf seiner Seite.

Großkreutz: Erlaubte sich sogar einen Ausflug nach ganz vorn. Könnte hinten rechts die Überraschungslösung für die WM werden, obwohl er in Dortmund gar nicht mehr auf der Position spielt.

Boateng: War mit den starken Chilenen dauerbeschäftigt. Stets bemüht, würde Klassenlehrer Löw wohl ins Zwischenzeugnis schreiben.

Mertesacker: Schaute bei seinem Nebenmann ab und erhielt folglich die gleiche Spielnote wie Boateng. Solide.

Jansen (bis 24.): Der Pechvogel des Tages. Mirko Slomkas Sorgen dürften nach gut 20 Minuten vor dem Fernseher nicht weniger geworden sein.

Schmelzer (ab 24.): Konnte nicht wirklich von Jansens Verletzung profitieren.

Lahm: Skandal! Ausnahmsweise mal nicht in Weltklasseform.

Schweinsteiger: Ausbaufähiges Nationalmannschafts-Comeback.

Özil (bis 89.): Gut spielte er nicht, aber die lautstarken Pfiffe bei seiner Auswechslung waren unverdient.

Ginter (ab 89.): Willkommen im Club!

Kroos: Sollte der Maestro im zentralen Mittelfeld sein, hatte seinen Dirigentenstab aber in München vergessen.

Götze (bis 82.): Traf einmal ins und einmal knapp neben das Tor, ansonsten haben die Zuschauer auch schon mal einen besseren Götze gesehen.

Podolski (ab 82.): Brauchte nicht einmal 60 Sekunden für seine erste Aktion und den anschließenden Szenenapplaus.

Klose (bis 45.): Schwächster Deutscher. Man merkte dem Wahl-Römer an, dass er zuletzt angeschlagen war.

Schürrle (ab 46.): Tore schießt er offenbar nur gegen Felix Magath.