Mertesacker und Khedira sorgten für Stabilität in der Defensive

Neuer: Wenig geprüft, aber immer sehr aufmerksam. Gönnte sich den einen oder anderen Ausflug als Libero, um sich zumindest ein wenig abzulenken.

Lahm: Sein 100. Länderspiel war nicht sein bestes, aber auch nicht sein schlechtestes. Versuchte sich auf der rechten Seite immer wieder in die Offensive mit einzuschalten.

Mertesacker: Sehr ordentlich. Der Londoner bemühte die harte englische Zweikampfschule, ließ so zu keinem Zeitpunkt etwas anbrennen.

Boateng: Konnte seine Aufstellung mit unzähligen Fleißkärtchen absolut rechtfertigen. War in gewohnter Umgebung einer der Hauptfaktoren für die stark verbesserte Abwehr.

Schmelzer (bis 45.): War Deutschlands schwächstes Glied in der ersten Halbzeit, musste nach durchwachsenen 45 Minuten verletzungsbedingt raus.

Höwedes (ab 46.): Brauchte ein paar Minuten, um sich in München zurechtzufinden. Der durchwachsene Auftritt als Ersatz-Linksverteidiger dürfte HSV-Profi Marcell Jansen gefreut haben, der angeschlagen auf der Couch seinen Platz verteidigen konnte. Das 3:0 bereitete Höwedes allerdings klasse vor.

Khedira: Guter Stabilisator. Nach all den Diskussionen um die angebliche Wackelabwehr war der Madrilene weniger um das Tamtam in der Offensive als vielmehr um das humorlose Ordnen eine Reihe dahinter bemüht.

Kroos: Ein Tor wie ein Frühlingsgedicht im Spätsommer.

Müller: Quirlig und fleißig, immer für einen Fehlpass, aber auch ein Tor gut.

Özil: Der 50-Millionen-Euro-Mann war diesmal eher sparsam unterwegs.

Reus (bis 90.+1/Draxler eingewechselt): Steigerte sich nach schwachem Beginn und belohnte sich selbst mit der überlegten Vorarbeit zum 2:0.

Klose (bis 82.): Der vom HSV im Sommer erfolglos umworbene Aleksander Dragovic machte es dem Torjäger nicht einfach. Doch in typischer Klose-Manier kämpfte sich Deutschlands neuer Rekordstürmer ins Spiel und so auch zum historischen Tor.

S. Bender (ab 82.): Durfte sich darüber freuen, für den neuen „Bomber der Nation“ eingewechselt worden zu sein.