Spielerkritik

Khedira findet Gefallen an Löws spanischem System

Neuer: In der ersten Halbzeit hätte gegen die harmlosen Kasachen wohl auch ein nasses Handtuch über der Torlatte gereicht, zu Beginn der zweiten Halbzeit sorgte der Münchner dann unfreiwillig für ein wenig Abwechslung und auch Erheiterung der Zuschauern.

Lahm: Weltmeisterliche Vorarbeit zum zwischenzeitlichen 2:0. Der Kapitän war immer präsent und abgeklärt, rettete sogar einmal für den geschlagenen Neuer kurz vor der Torlinie.

Boateng: Der frühere Hamburger hatte wenig bis gar nichts zu tun.

Mertesacker: Auch der baumlange Londoner hatte mehr mit der Kälte als mit dem Gegner zu kämpfen.

Schmelzer: Die seltenen Flanken des Dortmunders hatten die Präzision des Zeit- und Budgetplans der Elbphilharmonie. Ansonsten solide.

Khedira: Dass der Madrilene zumindest in der ersten Halbzeit Gefallen an Löws spanischem Spielsystem gefunden hatte, war wenig überraschend.

Gündogan: Deutschlands Taktgeber. Hatte am meisten Spaß im Zusammenspiel mit seinen Dortmunder Vereinskollegen. Baute zum Ende hin ab.

Müller: Der einzige Münchner fiel in der Dortmund-Madrid-Offensive trotz großen Engagements ein wenig ab.

Özil: Man merkte dem Madrilenen an, dass ihm die sibirischen Temperaturen in Nürnberg nicht behagten. Für das eine oder andere Kabinettstückchen sollte es dennoch reichen.

Reus (bis 90.): Nach zwei Treffern kann man schon mal vergessen, dass zwischen seinen beiden Toren auch viel Leerlauf war.

Jansen (ab 90.): Willkommen zurück!

Götze: Man muss eben nicht groß sein, um auch ganz vorne ein Großer zu sein. Gönnte sich in der zweiten Hälfte die eine oder andere Schaffenspause.

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