Wie Mädchen mit Fußball ihr Selbstbewusstsein stärken

Hamburg. Fußball hat viel mit Fairness, Freude und Völkerverständigung zu tun. Und um das zu beweisen, benötigt man nicht einmal eine Weltmeisterschaft: Denn am heutigen Sonnabend wird auf dem Sportplatz Bondenwald in Niendorf um 12.30 Uhr ein bemerkenswertes Benefizspiel angepfiffen - der Höhepunkt einer Projektwoche des Kinderhilfswerks Plan International anlässlich der Frauen-WM. Je vier Mädchen aus Ghana, Togo, Brasilien und Indonesien sowie sechs Spielerinnen der "Hamburger Deerns" von Altona 93 haben seit vergangenem Montag gemeinsam in der Jugendherberge Jugendpark Langenhorn gelebt; sie haben gemeinsam trainiert, diskutiert, gelernt und gelacht. Mit diesem internationalen Fußballprojekt von Plan sollen das Selbstbewusstsein der Mädchen gestärkt und ihre soziale und körperliche Entwicklung verbessert werden.

Für die internationale Mädchenmannschaft schlüpft Nationalspielerin Sonja Fuss vorübergehend in die Rolle der Trainerin. Zum Promi-Team gehören unter anderem die Fußballweltmeisterin Silke Rottenberg und die Schauspielerin Jessica Stockmann.

Der Erlös aus Würstchenverkauf, Tombola und anderen Aktionen im Stadion kommt Plan International zugute.

Die Mädchen, die zu Beginn der Woche noch schüchtern unter ihresgleichen geblieben sind, haben sich inzwischen länderübergreifend angefreundet. Schließlich gibt es eine gemeinsame Leidenschaft. "Fußball verbindet uns eben", heißt einer der meistzitierten Sätze.

Am kommenden Montag heißt es für die frischgebackenen Freundinnen jedoch Abschied nehmen. Vorher aber erleben sie alle gemeinsam am Sonntag in Berlin das "deutsche" Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft.