Spielerkritik

Schweinsteiger war der Chef von Löws Rasselbande

Von den Debütanten hatte nur Schmelzer Lampenfieber

Adler: Fror im schwedischen Frühwinter. Fast beschäftigungslos. Gut, dass er seinen Schal dabeihatte.

Boateng (bis 45.): Hatte Probleme mit dem schnellen Wilhelmsson, ließ sich in der ersten Hälfte böse düpieren, was beinahe zum 0:1 geführt hätte, wäre Toivonen der Ball nicht versprungen.

Beck (ab 46.): Rettete einmal gut in der Defensive, mühte sich, die Effektivität in der Offensive fehlte jedoch.

Westermann: Mit 27 Jahren der älteste Deutsche auf dem Platz. Von einer baldigen Zwangsverrentung kann aber nicht die Rede sein. Bewies, warum er seinen Platz in der Innenverteidigung haben sollte.

Hummels: Spielte sehr kontrolliert und aufmerksam, ohne große Schnitzer, wurde allerdings kaum gefordert.

Schmelzer: Ein Rechtsschuss war in der ersten Hälfte seine beste Szene, kämpfte auf der linken Abwehrseite bei seiner Premiere sichtlich mit Lampenfieber. Nach dem Wiederanpfiff fiel er nicht mehr so negativ auf.

Schweinsteiger (bis 60.): Der Chef der DFB-Elf, nicht nur, weil er die Kapitänsbinde trug. Übernahm die Führung, passte sich aber mit zunehmender Spieldauer dem mäßigen Niveau an.

Kroos (ab 60.): Übernahm von seinem Vereinskollegen die Chefrolle.

Khedira (bis 60.): Spielte mit Auge, tat nur das Nötigste und schonte seine Kräfte für Real Madrid.

Träsch (ab 60.): Nachdem er die WM verletzungsbedingt verpasst hatte, tröstete dieser Einsatz nicht wirklich.

Großkreutz (bis 78.): Der Dortmunder fand in seinem zweiten Länderspiel überhaupt nicht in die Partie, wirkte auf der rechten Seite wie ein Fremdkörper. Seine Pässe kamen zu selten an.

Götze (ab 78.): Auch der 18-jährige BVB-Youngster durfte noch einige Minuten reinschnuppern.

Holtby (ab 78.): Der wendige "Mini-Özil", für den es in Mainz nicht mehr gut lief, zeigte bei seinem Debüt etliche gute, technisch ansehnliche Ansätze.

Schürrle (ab 78.): Musste lange auf sein Debüt im DFB-Dress warten.

Marin (bis 60.): Hoch motiviert, der ewige DFB-Joker wollte sich zeigen, übernahm viel Initiative, bot hübsche Dribblings. Leider ließ das Ergebnis seiner Bemühungen oft zu wünschen übrig.

Cacau (ab 60.): Ohne Aktion.

Gomez: Litt als Sturmspitze darunter, dass die meisten Angriffe der Deutschen nicht konsequent zu Ende geführt wurden. Ohne eine Torchance, auch wenn er sichtlich bemüht war.

Schweden: Isaksson - Lustig (68. Safari), Granqvist, Majstorovic, Wendt - Svensson, Källström (88. Gerndt), Larsson, Wernbloom (75. Elm), Wilhelmsson - Toivonen (69. Berg)

Deutschland: Adler - Boateng (46. Beck) , Westermann, Hummels, Schmelzer - Khedira (60. Träsch), Schweinsteiger (60. Kroos) Marin (60. Cacau), Holtby (78. Schürrle), Großkreutz (78. Götze) - Gomez

Tore: keine

Schiedsrichter: Velasco (Spanien). Zuschauer: 21 959. Gelb: Källström.