Slowenen trauern über ihr Last-Minute-Ausscheiden

Port Elizabeth. Die rund 20 000 englischen Fans unter den insgesamt 36 893 Zuschauern in Port Elizabeth verwandelten das Nelson-Mandela-Bay-Stadion in ein weiß-rotes Fahnenmeer, in dem die geschlagenen Slowenen fast versanken. Trotz der bitteren Niederlage glaubten die optimistischen Osteuropäer zunächst, ebenfalls das Achtelfinale erreicht zu haben. Mit hochgerissenen Armen steuerten die Spieler auf den Mittelkreis zu, hüpften vor Freude und jubelten aus voller Kehle - dann erreichte sie die Nachricht vom späten 1:0 der USA gegen Algerien. Das Aus, das die Jubelstimmung binnen weniger Sekunden in kollektive Trauer verwandelte.

"Das ist ein sehr emotionaler Moment, eigentlich unbeschreiblich. Als ich gehört habe, dass die USA mit 1:0 in Führung gegangen waren, war ich sprachlos", meinte Trainer Matjaz Kek mit trauriger Stimme. Doch nach ein paar Sekunden fing sich der Nationaltrainer dann doch. "Jetzt bin ich auch stolz. Wir haben uns bei diesem Turnier viel Respekt erspielt und müssen in Zukunft unseren Weg weitergehen."

Diesen Weg werden wohl auch die Deutschlandlegionäre Milivoje Novakovic (31, 1. FC Köln), Zlatko Dedic (25, VfL Bochum), Miso Brecko (26, 1. FC Köln) und Matej Mavric (31, TuS Koblenz) weiter mit gehen. Immerhin darf die Mannschaft stolz darauf sein, sich fast erstmals für ein WM-Achtelfinale qualifiziert zu haben. Am Ende eines traurigen Nachmittags fehlte vor dem englischen Tor einfach ein wenig das Glück - und zwei Minuten im Parallelspiel der USA gegen Algerien.