Özil liegen große Spiele, auf Lahm war immer Verlass

Wie stressresistent ist die deutsche Mannschaft? Ein Überblick

Hamburg. Trotz ihres jungen Alters haben viele Spieler der deutschen Mannschaft bereits nachgewiesen, dass sie mit Druck umgehen können.

Manuel Neuer: 2008 durchlief der Torhüter des FC Schalke ein Tief. Neuer patzte damals im Viertelfinale der Champions League gegen Barcelona. Im Rückspiel stand Neuer unter besonderer Beobachtung und hielt stark.

Philipp Lahm: Der Kapitän ist in wichtigen Partien meist eine Bank. Im EM-Halbfinale 2008 gegen die Türkei leistete sich Lahm jedoch eine Unachtsamkeit. Das 2:2 war die Folge. Wenig später traf er allerdings zum 3:2-Sieg.

Arne Friedrich: Im Zuge des Absturzes von Hertha BSC bot Friedrich durchwachsene Leistungen. Neben dem Platz geriet er mit Hertha-Fans verbal aneinander. Seine Auftritte schienen unter diesen Umständen zu leiden.

Per Mertesacker: Der Abwehrchef der deutschen Elf ist einer der zuverlässigsten deutschen Profis. Bei der WM 2006 schaffte es der Bremer, ohne eine Verwarnung mit die besten Zweikampfwerte aller Akteure zu erreichen.

Holger Badstuber: Der 21-jährige Linksfuß wirkte besonders im Champions-League-Viertelfinale gegen Manchester United unsicher. Badstubers Antwort auf die Kritik folgte in den kommenden Bundesliga-Partien, wo er starke Leistungen zeigte. Es ist jedoch auffällig, dass Badstuber gegen schnelle Gegenspieler meist große Probleme hat.

Sami Khedira: Der Mann im defensiven Mittelfeld musste vor der WM immer wieder Rückschläge hinnehmen. Khedira plagte sich mit Verletzungen herum, war nach den Zwangspausen jedoch sofort wieder auf der Höhe und lieferte seine besten Leistungen in Topspielen wie gegen Bremen und Leverkusen ab.

Bastian Schweinsteiger: Der Mittelfeldchef hat Erfahrung mit Drucksituationen. Nach einer Roten Karte im zweiten Gruppenspiel der EM 2008 war er bis zum Viertelfinale gesperrt. Kaum zurück in der Mannschaft, war er sofort an allen drei Toren der DFB-Elf gegen Portugal beteiligt.

Lukas Podolski: Bei der WM 2006 schoss Podolski Deutschland im Achtelfinale gegen Schweden durch zwei Treffer im Alleingang ins Viertelfinale. Während der Vorrunde war der Kölner noch stark kritisiert worden.

Thomas Müller: Der Nachwuchsstar sah im Champions-League-Duell gegen Bordeaux eine unnötige Gelb-Rote Karte. Bayern verlor die Begegnung, Müller stand in der Kritik. Nach kurzer Durststrecke fing sich Müller und glänzte sowohl in der Bundesliga als auch in der "Königsklasse" mit Toren und Vorlagen.

Mesut Özil: Dem versierten Linksfuß scheinen große Spiele zu liegen. Im Pokalfinale 2009 gegen Bayer Leverkusen schoss Özil das goldene Tor für Bremen.

Cacau: In Stuttgart stach Cacau trotz monatelangen Vertragspokers mit exzellenter Torquote hervor. So sprang er noch auf den WM-Zug auf.